Di, 22:59 Uhr
29.07.2003
Einstelliger Tabellenplatz ist Ziel
Nordhausen (nnz). Mit der 1. Runde im Thüringer Pokalwettbewerb beginnt für die beiden Nordhäuser Landesklasse-Fußballmannschaften die Saison 2003/04. Mit einem Testspiel am Donnerstag in Petershütte schließt die FSG Salza ihre Vorbereitung ab. Die Aussichten der Elf für die neue Serie und ein Fazit der vergangenen Saison von nnz-Mitarbeiter Rainer Hellberg.
Die FSG Salza war die Überraschungself der Landesklasse Staffel West in der Meisterschaft 2002/03. Die Böhm-Truppe belegte den fünften Tabellenplatz, dank solider und konstanter Leistungen nach einem verpatzten Auftakt. Denn am Anfang sah es für die Kicker um Kapitän Weber gar nicht so gut aus. Gleich im ersten Heimspiel gab es eine böse 1:4-Schlappe gegen Hinternah. Nach dem siebenten Spieltag fand sich die FSG mit nur sechs Punkten im unteren Tabellendrittel wieder. Zu leichtfertig wurden Spiele verloren, ein sicher geglaubter Sieg noch verschenkt. Neunzehn Punkte aus der ersten Halbserie (8. Platz) entsprachen nicht dem wahren Leistungsvermögen der Mannschaft.
Mit Beginn der Rückrunde kam Elan und Kampfgeist in das Team. Zwar verlor man, nicht zuletzt durch fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen noch zwei Partien, dann aber legte die Mannschaft eine eindrucksvolle Serie hin. Aus den letzten acht Begegnungen der Saison holten sie 20 Punkte. Das brachte die inoffizielle Rückrundenmeisterschaft ein.
Ausschlaggebend für das sehr gute Abschneiden der Elf war die Synthese zwischen Stamm- und Nachwuchsspielern. Als Burghardt, Alert, Ermisch und Nette für längere Zeit ausfielen, mussten junge und ehrgeizige Spieler ran. Und sie fügten sich nahtlos in die Mannschaft ein. Die gute Nachwuchsarbeit innerhalb der FSG zahlte sich aus. Das Gefühl gebraucht zu werden und dass Leistung anerkannt wird, versetzte bei den talentierten jungen FSG-Spielern Berge.
Für die Freunde der Statistik die Saison 2002/03 im Überblick: 26 Spieler kamen zum Einsatz, 13 davon trugen sich in die Torschützenliste ein (54 Tore), davon Schiminitzki 11 und Ermisch 7. Kapitän Weber bestritt alle 30 Punktspiele. Das Abwehrverhalten verbesserte sich, mit 38 Gegentoren kassierte man mit die wenigsten Treffer in der Staffel. Die höchsten Siege gab es gegen Ruhla (6:0) und Lengenfeld (5:0), die höchste Niederlage gegen Hinternah auf eigenem Platz. Die bestbesuchtesten Spiele waren jeweils die gegen Wacker 90 Nordhausen mit rund 1100 bzw. 1000 Zuschauern (Zuschauerrekord in der Landesklasse der Saison 2002/03). Kay Alert erhielt neunmal Gelb und zweimal Rot und musste dafür insgesamt neun Spiele pausieren.
Am kommenden Sonntag um 15 Uhr empfängt die FSG Salza in der 1. Runde im Thüringen-Pokal die SV Blau Weiß Weißensee (Landesklasse Staffel Ost).
Über die Aussichten für die neue Meisterschaft in der Staffel Ost sprach die nnz mit Trainer Silvio Böhm:
nnz: Herr Böhm, welche personellen Veränderungen gibt es bei der FSG Salza?
Böhm: Vom Verein haben sich Kay Alert (nach Sundhausen), Christian Nette (Hasselfelde), Daniel Verkouter (Wacker 90), Andreas Dudek (Ellrich) und Lars Bogelmann (Neuhof) abgemeldet. Tino Schütze wechselte in unsere 2. Mannschaft. Als Neuzugänge haben wir Stefan Hirschelmann (21 Jahre, 1.FC Magdeburg), Franz Dießl (22, Krimderode) sowie die Nachwuchsspieler Christian Schütz, Christian Kaps, Dominik Stricker, Michael Schmelzer und Sebastian Paul (alle FSG) zu verzeichnen.
nnz: Verliefen die Vorbereitungen auf die neue Saison zufriedenstellend?
Böhm: Seit gut einem Monat trainieren wir wieder. Die Vorbereitungen sind meiner Meinung nach nicht optimal verlaufen, da urlaubs- und arbeitsbedingt nicht immer alle Spieler anwesend waren. Aber damit müssen wir leben. Anderen Vereinen geht es genau so. Die ersten Spiele werden zeigen, wo wir stehen. Hoffentlich gelingt uns diesmal ein besserer Start. Ich hoffe, dass unsere Verletzten Jürgen Rieger, Frank Burghardt und Sven Spangenberg bald wieder einsatzfähig sein werden.
nnz: Die Staffel Ost ist für Sie ein relativ unbeschriebenes Blatt. Ungeachtet dessen, was rechnen Sie sich für die Saison 2003/04 aus?
Böhm: Es lässt sich natürlich sehr schwer einschätzen, wo wir am Ende stehen werden, weil wir die Mannschaften nicht kennen. Aber unsere Zielstellung ist ein einstelliger Tabellenplatz.
nnz: Ein Wort zum Pokalspiel am Sonntag?
Böhm: Das Spiel ist für uns eine Standortbestimmung, wo wir leistungsmäßig zurzeit stehen. Wir wollen natürlich unsere Fans nicht enttäuschen. Aber sollte dennoch etwas schief laufen, will ich dies nicht überbewerten. Für uns ist wichtiger, dass wir in der nächsten Woche zum Meisterschaftsstart in Schmölln gut abschneiden.
Autor: rhDie FSG Salza war die Überraschungself der Landesklasse Staffel West in der Meisterschaft 2002/03. Die Böhm-Truppe belegte den fünften Tabellenplatz, dank solider und konstanter Leistungen nach einem verpatzten Auftakt. Denn am Anfang sah es für die Kicker um Kapitän Weber gar nicht so gut aus. Gleich im ersten Heimspiel gab es eine böse 1:4-Schlappe gegen Hinternah. Nach dem siebenten Spieltag fand sich die FSG mit nur sechs Punkten im unteren Tabellendrittel wieder. Zu leichtfertig wurden Spiele verloren, ein sicher geglaubter Sieg noch verschenkt. Neunzehn Punkte aus der ersten Halbserie (8. Platz) entsprachen nicht dem wahren Leistungsvermögen der Mannschaft.
Mit Beginn der Rückrunde kam Elan und Kampfgeist in das Team. Zwar verlor man, nicht zuletzt durch fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen noch zwei Partien, dann aber legte die Mannschaft eine eindrucksvolle Serie hin. Aus den letzten acht Begegnungen der Saison holten sie 20 Punkte. Das brachte die inoffizielle Rückrundenmeisterschaft ein.
Ausschlaggebend für das sehr gute Abschneiden der Elf war die Synthese zwischen Stamm- und Nachwuchsspielern. Als Burghardt, Alert, Ermisch und Nette für längere Zeit ausfielen, mussten junge und ehrgeizige Spieler ran. Und sie fügten sich nahtlos in die Mannschaft ein. Die gute Nachwuchsarbeit innerhalb der FSG zahlte sich aus. Das Gefühl gebraucht zu werden und dass Leistung anerkannt wird, versetzte bei den talentierten jungen FSG-Spielern Berge.
Für die Freunde der Statistik die Saison 2002/03 im Überblick: 26 Spieler kamen zum Einsatz, 13 davon trugen sich in die Torschützenliste ein (54 Tore), davon Schiminitzki 11 und Ermisch 7. Kapitän Weber bestritt alle 30 Punktspiele. Das Abwehrverhalten verbesserte sich, mit 38 Gegentoren kassierte man mit die wenigsten Treffer in der Staffel. Die höchsten Siege gab es gegen Ruhla (6:0) und Lengenfeld (5:0), die höchste Niederlage gegen Hinternah auf eigenem Platz. Die bestbesuchtesten Spiele waren jeweils die gegen Wacker 90 Nordhausen mit rund 1100 bzw. 1000 Zuschauern (Zuschauerrekord in der Landesklasse der Saison 2002/03). Kay Alert erhielt neunmal Gelb und zweimal Rot und musste dafür insgesamt neun Spiele pausieren.
Am kommenden Sonntag um 15 Uhr empfängt die FSG Salza in der 1. Runde im Thüringen-Pokal die SV Blau Weiß Weißensee (Landesklasse Staffel Ost).
Über die Aussichten für die neue Meisterschaft in der Staffel Ost sprach die nnz mit Trainer Silvio Böhm:
nnz: Herr Böhm, welche personellen Veränderungen gibt es bei der FSG Salza?
Böhm: Vom Verein haben sich Kay Alert (nach Sundhausen), Christian Nette (Hasselfelde), Daniel Verkouter (Wacker 90), Andreas Dudek (Ellrich) und Lars Bogelmann (Neuhof) abgemeldet. Tino Schütze wechselte in unsere 2. Mannschaft. Als Neuzugänge haben wir Stefan Hirschelmann (21 Jahre, 1.FC Magdeburg), Franz Dießl (22, Krimderode) sowie die Nachwuchsspieler Christian Schütz, Christian Kaps, Dominik Stricker, Michael Schmelzer und Sebastian Paul (alle FSG) zu verzeichnen.
nnz: Verliefen die Vorbereitungen auf die neue Saison zufriedenstellend?
Böhm: Seit gut einem Monat trainieren wir wieder. Die Vorbereitungen sind meiner Meinung nach nicht optimal verlaufen, da urlaubs- und arbeitsbedingt nicht immer alle Spieler anwesend waren. Aber damit müssen wir leben. Anderen Vereinen geht es genau so. Die ersten Spiele werden zeigen, wo wir stehen. Hoffentlich gelingt uns diesmal ein besserer Start. Ich hoffe, dass unsere Verletzten Jürgen Rieger, Frank Burghardt und Sven Spangenberg bald wieder einsatzfähig sein werden.
nnz: Die Staffel Ost ist für Sie ein relativ unbeschriebenes Blatt. Ungeachtet dessen, was rechnen Sie sich für die Saison 2003/04 aus?
Böhm: Es lässt sich natürlich sehr schwer einschätzen, wo wir am Ende stehen werden, weil wir die Mannschaften nicht kennen. Aber unsere Zielstellung ist ein einstelliger Tabellenplatz.
nnz: Ein Wort zum Pokalspiel am Sonntag?
Böhm: Das Spiel ist für uns eine Standortbestimmung, wo wir leistungsmäßig zurzeit stehen. Wir wollen natürlich unsere Fans nicht enttäuschen. Aber sollte dennoch etwas schief laufen, will ich dies nicht überbewerten. Für uns ist wichtiger, dass wir in der nächsten Woche zum Meisterschaftsstart in Schmölln gut abschneiden.

