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Di, 08:32 Uhr
29.07.2003

Anzeige gegen Ex-EGN-Macher (3)

Nordhausen (nnz). Gestern hatte die nnz über die ISEG-Strukturen berichtet. Ein Unternehmen, an dem die Entwicklungsgesellschaft des Landkreises Nordhausen sowie einige, damals leitende, EGN-Mitarbeiter beteiligt waren. Auch als stille Teilhaber. Die EGN hatte aber auch Anteile am Weiterbildungsmarkt. In Nordhausen.


So flossen Anteile der EGN, genau sollen es 20.000 DM gewesen sein, in die BVU Bildungs-, Vermittlungs-, Unternehmensberatungs GmbH mit Sitz in Nordhausen. Andere Gesellschafter mit ebensolchen Anteilen kamen aus Erfurt, Leipzig und Stralsund. Inzwischen ist die Beteiligung der EGN an der BVU erloschen und man muß erneut zu einer „ISEG“-Firma zurück.

Die ISEG Industrie-Sanierung-Entwicklung GmbH und CO KG war auch Gesellschafter der VIMA Consult GmbH mit Sitz in Berlin. Nach nnz-Recherchen fungierte ein Dr. Rößler aus Sollstedt bei dem Berliner Unternehmen als Geschäftsführer, das auch eine Zweigniederlassung in Bleicherode gehabt haben soll. Die Adresse lautet Kehmstedter Weg 44, dort wo einst die EGN residierte und dort, wo auch einige „ISEG-Unternehmen“ ihren Sitz haben. Übrigens die ISEG Industrie-Sanierung-Entwicklung GmbH & CO KG soll nach nnz-Informationen 112.700 DM in die VIMA eingebracht haben.

Soweit einige der EGN-Strukturen. Übrigens die ISEG soll im Sommer 1999 an eine „Kommunal Marketing und Beratungsgesellschaft mbH & CO Grundbesitz KG“, kurz KM genannt. Damit ist die KM aber auch Rechtsnachfolgerin geworden. Per notariell beglaubigten Schuldanerkenntnis soll die ISEG der EGN aber noch fast 400.000 DM schulden. Da soll die EGN der ISEG Kredite ausgereicht haben, die nicht besichert waren. Alles ohne Kenntnis des Kreistages? Ob die Kreistagsmitglieder einst auch über den Verkauf der Service-Gesellschaft an die EGN für 50.000 DM informiert waren, obwohl auf den Konten der „Service“ mehr als eine Million DM zu finden waren?

All diese Fragen wurden bislang nicht beantwortet. Diese unbeantworteten Fragen waren wohl auch der Grund, warum einst Jürgen Hohberg als Aufsichtsratsvorsitzender der EGN nach kurzer Zeit das „Handtuch“ warf. Von Ende 1999 bis Mitte 2000 machte sich der Sollstedter Bürgermeister ans Werk und wollte unter anderem die Jahresrechnung 99 vorbereiten. In einem Brief an Landrat Joachim Claus (CDU) erklärte Hohberg, dass er das Amt niederlegen werde. Die Überwachung der Geschäftsführung, so wie es ein Aufsichtsrat einer kommunalen Gesellschaft vornehmen muß, werde ihm erschwert. Erschwert vor allem durch die Geschäftsleitung der EGN, aber auch durch den Landrat selbst und den damaligen Finanzdezernenten der Kreisverwaltung, Günther Uebner. Und so gab es denn auch für das Jahr 1999 keine Entlastung der Geschäftsführung durch den Aufsichtsrat. Nicht von Jürgen Hohberg.
Autor: nnz

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