Fr, 14:08 Uhr
10.06.2011
Lange Leitung bei IHK
Im Februar hatte die nnz über Bestrebungen von Kaufland berichtet, einen Markt auf dem Gelände des einstigen Nordhäuser Schlachthofes anzusiedeln. Vier Monate brauchte die IHK in Nordhausen, um sich dazu eine Meinung zu bilden...
Die IHK unterstützt die Stadt Nordhausen bei der ablehnenden Haltung hinsichtlich möglicher Einzelhandelsvorhaben im Bereich Kyffhäuserstraße. Sie geht sogar noch einen Schritt weiter und fordert, alle bauplanungsrechtlichen Möglichkeiten zu nutzen, um Handelsansiedlungen höchstens im innerstädtischen Kernbereich zu ermöglichen.
"In Bezug auf die Einzelhandelsentwicklung haben sich in den zurückliegenden Jahren nicht alle Wünsche erfüllt. Die Altstadt weist einen rückläufigen Einzelhandelsbesatz auf und auch die Rautenstraße erweist sich als schwieriges Ansiedlungsareal. Inhabergeführte Geschäfte haben es hier besonders schwer", sagt Center-Leiter Udo Rockmann nach viermonatiger Überlegungsphase.
Nordhausen hat seit Jahren ein überdurchschnittliches Verkaufsflächenangebot, bei einer mittel- und teilweise oberzentralen Funktion jedoch durchaus üblich. Der Kaufkraftzuwachs ist allerdings in den letzten Jahren auch nur geringfügig ausgefallen.
Die einzelhandelsbezogene Kaufkraft in Nordhausen lag 2010 bei 86,1 % (Bundesdurchschnitt 100 %). Im Landkreis Nordhausen lag dieser Wert bei 85,4 %. Zum Vergleich Heiligenstadt 88,3 %, Sömmerda 89,6 %, Mühlhausen 83,3 %, Thüringen-Durchschnitt 87,7 % und Göttingen 99,1 % (Quelle: GfK).
Hinsichtlich der Nahversorgung in den einzelnen Stadtgebieten ist eine gute Versorgungslage und gleichmäßige Verteilung von entsprechenden Handelseinrichtungen zu verzeichnen. Weitere Ansiedlungen verschärfen lediglich den Verdrängungswettbewerb und führen an anderer Stelle zu Leerstand. Die IHK regt an, das Einzelhandelskonzept wieder einmal in die Diskussion zu bringen und der Entwicklung anzupassen.
Autor: nnzDie IHK unterstützt die Stadt Nordhausen bei der ablehnenden Haltung hinsichtlich möglicher Einzelhandelsvorhaben im Bereich Kyffhäuserstraße. Sie geht sogar noch einen Schritt weiter und fordert, alle bauplanungsrechtlichen Möglichkeiten zu nutzen, um Handelsansiedlungen höchstens im innerstädtischen Kernbereich zu ermöglichen.
"In Bezug auf die Einzelhandelsentwicklung haben sich in den zurückliegenden Jahren nicht alle Wünsche erfüllt. Die Altstadt weist einen rückläufigen Einzelhandelsbesatz auf und auch die Rautenstraße erweist sich als schwieriges Ansiedlungsareal. Inhabergeführte Geschäfte haben es hier besonders schwer", sagt Center-Leiter Udo Rockmann nach viermonatiger Überlegungsphase.
Nordhausen hat seit Jahren ein überdurchschnittliches Verkaufsflächenangebot, bei einer mittel- und teilweise oberzentralen Funktion jedoch durchaus üblich. Der Kaufkraftzuwachs ist allerdings in den letzten Jahren auch nur geringfügig ausgefallen.
Die einzelhandelsbezogene Kaufkraft in Nordhausen lag 2010 bei 86,1 % (Bundesdurchschnitt 100 %). Im Landkreis Nordhausen lag dieser Wert bei 85,4 %. Zum Vergleich Heiligenstadt 88,3 %, Sömmerda 89,6 %, Mühlhausen 83,3 %, Thüringen-Durchschnitt 87,7 % und Göttingen 99,1 % (Quelle: GfK).
Hinsichtlich der Nahversorgung in den einzelnen Stadtgebieten ist eine gute Versorgungslage und gleichmäßige Verteilung von entsprechenden Handelseinrichtungen zu verzeichnen. Weitere Ansiedlungen verschärfen lediglich den Verdrängungswettbewerb und führen an anderer Stelle zu Leerstand. Die IHK regt an, das Einzelhandelskonzept wieder einmal in die Diskussion zu bringen und der Entwicklung anzupassen.


