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So, 12:56 Uhr
13.07.2003

Es prickelt bei Coca-Cola

Nordhausen (nnz). Verfahren sind in den USA mitunter schon ein seltsam Ding. Da werden Tabak- oder Ölkonzerne auf Milliardensummen verklagt. Jetzt ist Coca-Cola dran. Ein ehemaliger Mitarbeiter zerrt den Getränkekonzern vor die Schranken eines US-Gerichts und die Börse hat bereits am Freitag reagiert.


Die US-Justiz untersucht nach Angaben von Coca-Cola Anschuldigungen eines früheren Angestellten gegen den US-Getränkekonzern. Der frühere Coca-Cola-Mitarbeiter Matthe Whitley hat dem Unternehmen irreführende Marketing- und Buchhaltungspraktiken vorgeworfen. Außerdem hat er erklärt, gewisse Getränkemaschinen würden Verunreinigungen hervorrufen. Die Staatsanwaltschaft im Bundesstaat Georgia habe Ermittlungen eingeleitet, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Coca-Cola werde mit den Ermittlern kooperieren. Coca-Cola zufolge entbehren die Anschuldigungen jeder Grundlage.

Vor nicht einmal einem Monat hatte die US-Börsenaufsicht SEC im Rahmen einer informellen Prüfung auf Grund der Anschuldigungen von Whitley von Coca-Cola Dokumente angefordert. Whitley war im März im Zuge einer Umstrukturierung der nordamerikanischen Aktivitäten des Getränkeherstellers zusammen mit hunderten weiteren entlassen worden.

Coca-Cola wies die Beschuldigungen Whitley's zwar jetzt als unbegründet zurück, doch hatte der Konzern im vergangenen Monat seinen Vorwurf bestätigt, wonach Coca-Cola-Beschäftigte versucht hatten, vor drei Jahren einen Marketing-Test zu manipulieren, um mit dem Schnellrestaurant-Konzern Burger-King ins Geschäft zu kommen. Coca-Cola hatte sich seinerzeit entschuldigt. Ebenfalls vor etwa einem Monat hatte Coca-Cola angekündigt, wegen Bilanzproblemen, die bei einer Prüfung festgestellt worden seien, werde das Ergebnis des zweiten Geschäftsquartals 2003 vor Steuern um neun Millionen Dollar geschmälert. Die Bücher von Coca-Cola waren auf Grund der Vorwürfe Whitley's geprüft worden. Die Veröffentlichung des Coca-Cola-Quartalsergebnisses wird in der nächsten Woche erwartet.

Der Vorgang stellt für die Bemühungen von Coca-Cola-Chef Doug Daft um ein besseres Image des Soft-Drink-Herstellers einen Rückschlag dar. Allerdings sieht der langjährige Coca-Cola- Beobachter John Sicher keine schwerwiegenden Probleme bei Coca-Cola. "Wenn es da ein Problem gibt, und das muss man erst sehen, ist es begrenzt, weil Ehrlichkeit und gute Geschäftspraktiken tief verwurzelt sind in der Coke-Kultur", sagte er. Die Aktien von Coca-Cola verloren am Freitag an einer sonst freundlichen Wall Street bis zum frühen Nachmittag gut 0,6 Prozent auf 43,74 Dollar.
Autor: nnz

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