Mi, 14:42 Uhr
08.06.2011
Steigerthal im Landtag
Bereits seit Jahren unterstützt der Kreisverband von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die Forderungen Steigerthals nach einer Erneuerung der Abwasser- und Oberflächenwasserkanäle. Jetzt war es Thema im Landtag...
Im Februar konnte sich auch der Bündnisgrüne Landtagsabgeordnete Dirk Adams von dem schon lange nicht mehr tragbaren Zustand in dem Ortsteil von Nordhausen überzeugen. Im Landtag machte er das Problem mit einer kleinen Anfrage an das von Jürgen Reinholz (CDU) geleitete Umweltministerium zum Thema.
Die jetzt erfolgte Antwort macht allerdings deutlich, dass Steigerthal sowohl in der Stadt Nordhausen wie im Thüringer Umweltministerium keine große Lobby zu haben scheint. Trotz der Lage im naturräumlich und touristisch interessanten Gebiet des Alten Stolbergs, inzwischen Naturpark Südharz, gibt es keine bevorzugte Förderung.
Dabei hätte man das Projekt ohne Probleme in das Maßnahmen-Programm zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie aufnehmen können. Das hätte die Priorität 1 und einen zügigen Baubeginn bedeutet, stellt Gisela Hartmann vom örtlichen Bündnisgrünen Kreisverband fest.
Aber auch die Stadt Nordhausen hat mit ihrem Abwasserbeseitigungskonzept (ABK) dazu beigetragen, dass sich in Steigerthal 20 Jahre nach der Wende immer noch nichts an der Abwasser- und Oberflächenwasserproblematik geändert hat. "Seit 2004 wird vom Stadtentwässerungsbetrieb (SEB) Nordhausen das Problem thematisiert. Er ist aber eingebunden in die gesamte Haushaltsplanung der Stadt Nordhausen. Mit Blick auf mögliche Fördermittel des Landes wurde jetzt der notwendige Umbau der Kanalisation in Steigerthal auf den Zeitraum von 2015-1017 verschoben", so Hartmann in der nnz.
Nach Ansicht der Grünen im Stadtrat werden hier bekannte Probleme verschleppt und führen zu echtem Frust bei den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bleiben bei ihrer Forderung, dass man gemeinsam mit der Stadt, dem Umweltministerium und dem Ortschaftsrat nach einem Umsetzungstermin sucht, der in der aktuellen Legislaturperiode des Landtags bis 2014 liegt.
Eine Verschiebung der Problemlösung in die nächste Wahlperiode hält auch Dirk Adams für nicht hinnehmbar. Seiner Ansicht nach gibt es ein sehr hohes landespolitisches Interesse, dass sich der Südharz mit dem Gipskarstgebiet zu einer Vorzeigeregion Thüringens entwickelt. Hier müssten jetzt zeitnah viele kleine Schritte in den Bereichen Regionalmarketing, Tourismus, Landschaftspflege und Naturschutz gegangen werden. Die Verbesserung der Lebensqualität in Steigerthal gehört für mich eindeutig dazu, so der Bündnisgrüne Landespolitiker.
Autor: nnzIm Februar konnte sich auch der Bündnisgrüne Landtagsabgeordnete Dirk Adams von dem schon lange nicht mehr tragbaren Zustand in dem Ortsteil von Nordhausen überzeugen. Im Landtag machte er das Problem mit einer kleinen Anfrage an das von Jürgen Reinholz (CDU) geleitete Umweltministerium zum Thema.
Die jetzt erfolgte Antwort macht allerdings deutlich, dass Steigerthal sowohl in der Stadt Nordhausen wie im Thüringer Umweltministerium keine große Lobby zu haben scheint. Trotz der Lage im naturräumlich und touristisch interessanten Gebiet des Alten Stolbergs, inzwischen Naturpark Südharz, gibt es keine bevorzugte Förderung.
Dabei hätte man das Projekt ohne Probleme in das Maßnahmen-Programm zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie aufnehmen können. Das hätte die Priorität 1 und einen zügigen Baubeginn bedeutet, stellt Gisela Hartmann vom örtlichen Bündnisgrünen Kreisverband fest.
Aber auch die Stadt Nordhausen hat mit ihrem Abwasserbeseitigungskonzept (ABK) dazu beigetragen, dass sich in Steigerthal 20 Jahre nach der Wende immer noch nichts an der Abwasser- und Oberflächenwasserproblematik geändert hat. "Seit 2004 wird vom Stadtentwässerungsbetrieb (SEB) Nordhausen das Problem thematisiert. Er ist aber eingebunden in die gesamte Haushaltsplanung der Stadt Nordhausen. Mit Blick auf mögliche Fördermittel des Landes wurde jetzt der notwendige Umbau der Kanalisation in Steigerthal auf den Zeitraum von 2015-1017 verschoben", so Hartmann in der nnz.
Nach Ansicht der Grünen im Stadtrat werden hier bekannte Probleme verschleppt und führen zu echtem Frust bei den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN bleiben bei ihrer Forderung, dass man gemeinsam mit der Stadt, dem Umweltministerium und dem Ortschaftsrat nach einem Umsetzungstermin sucht, der in der aktuellen Legislaturperiode des Landtags bis 2014 liegt.
Eine Verschiebung der Problemlösung in die nächste Wahlperiode hält auch Dirk Adams für nicht hinnehmbar. Seiner Ansicht nach gibt es ein sehr hohes landespolitisches Interesse, dass sich der Südharz mit dem Gipskarstgebiet zu einer Vorzeigeregion Thüringens entwickelt. Hier müssten jetzt zeitnah viele kleine Schritte in den Bereichen Regionalmarketing, Tourismus, Landschaftspflege und Naturschutz gegangen werden. Die Verbesserung der Lebensqualität in Steigerthal gehört für mich eindeutig dazu, so der Bündnisgrüne Landespolitiker.

