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Do, 21:10 Uhr
10.07.2003

Geschichtliche Abendwanderung

Nordhausen (nnz). Der Nordhäuser Geschichts- und Altertumsverein bietet heimatkundlich interessierten Bürgern nicht nur spannende Vorträge, Kolloquien und Exkursionen sondern auch informative Wanderungen an. Eine solche steht in Kürze an. Näheres dazu wie immer mit einem Klick auf MEHR.


Der Nordhäuser Geschichts- und Altertumsverein lädt am Mittwoch, den 16. Juli 2003, zu einem „Geschichtlichen Rundgang durch die Fachhochschule Nordhausen“ ein. Helmut Hasskerl, langjähriger Mitarbeiter der Ingenieurschule für Landtechnik, und Dr. Ulrich-Lothar Worch, ehemaliger Dozent an der Ingenieurschule, geben Einblicke in die Geschichte, beginnend mit der Landeserziehungsanstalt bis hin zur Ingenieurschule. Guido Käsgen, Pressesprecher der Fachhochschule Nordhausen, erläutert die Entwicklung und die Zukunftspläne der Fachhochschule

Zur Einstimmung auf die Abendwanderung ein kleiner geschichtlicher Exkurs:

Die Provinzialanstalt für Fürsorgezöglinge auf dem Gelände des Weinberges wurde am 7. September 1910 ihrer Bestimmung übergeben. Jungen und Mädchen, viele aus sozial gefährdeten Familien, aber auch elternlose Kinder waren hier untergebracht. Im 1. und 2. Weltkrieg dienten die Gebäude auch als Lazarett. Die im Krieg verwundeten Soldaten hatten auf dem weiträumigen Gelände und in den eigens dafür hergerichteten Gebäuden gute Möglichkeiten zur Rekonvaleszenz. Mit dem Wiederaufbau der Industrie und des Handwerks entstanden in der Stadt neue Bildungseinrichtungen, u.a. 1951 die Fachschule für Landwirtschaft in Nordhausen.

1953 erfolgte die Umprofilierung zur Ingenieurschule für Landtechnik. Im Jahre 1961 nahm der erste ausländische Student ein Studium an der Ingenieurschule auf. Über 7000 Studenten erwarben in der Zeit des Bestehens der Bildungseinrichtung ihren Abschluss. Nach der Wende wurde die Ingenieurausbildung eingestellt.

Mit dem Beschluss der Landesregierung, eine vierte Fachhochschule in Thüringen zu errichten, bewarb sich auch Nordhausen. Das Gelände des Weinberghofes mit der vorhandenen Bausubstanz, dem weiträumigen Areal und der günstigen Lage waren mit ausschlaggebend dafür, dass die Entscheidung zu Gunsten unserer Stadt fiel und die Fachhochschule am 5.November 1997 auf dem dem geschichtsträchtigen Gelände gegründet wurde.

Im Anschluss an die Abendwanderung besteht die Möglichkeit, den Abend im Café „Alte Landtechnik“ ausklingen zu lassen. Alle Interessenten sind herzlich eingeladen. Treffpunkt ist 19 Uhr an der alten Wache am Weinberghof.
Autor: rh

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