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Mi, 18:50 Uhr
09.07.2003

Ohne Fleiß kein Preis

Nordhausen/Leinefeld (nnz). Diese alte Weisheit gilt vor allem im Handwerk, das ja bekanntlich goldenen Boden haben soll. Dieser Boden wird vor allem wiederum durch Fleiß und eine meisterliche Ausbildung bereitet. Für 73 Frauen und Männer war es heute soweit...


Heute erhielten in der Nordthüringer Kreishandwerkerschaft 73 junge Frauen und Männer ihre Meisterurkunde im Handwerk. In drei Meisterklassen in Nordthüringen qualifizierten sich nunmehr über die Dauer von zwei Jahren die Gesellen zum Handwerksmeister. Angetreten waren insgesamt 75. Dies bedeutet, dass mehr als 97 Prozent der Meisterschüler erfolgreich die Meisterausbildung erreichen konnten. Dies ist ein äußerst hoher Wert der Bestehensquote, da ansonsten in Thüringen die Bestehensquote unterhalb von 90 Prozent liegt.

Sehr erfreut zeigte sich der Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Nordthüringen, Dr. Bernhard Senft, der gleichzeitig Chef der Nordthüringer Meisterschule ist, über das hohe Engagement der Meisteranwärter in der Ausbildung. Das, was oft jungen Menschen nachgesagt wird, dass sie nach dem Motto „Null-Bock“ an Qualifizierung und Weiterbildung herangehen, konnte hier in keiner Weise festgestellt werden, Vielmehr zeigten die jungen Leute hohes Engagement und persönlichen Einsatz. Sie wissen, dass es darauf ankommt, mit besten Ausbildungsergebnissen und Wissen in die Selbstständigkeit zu starten.

Besonders in den Bereichen Wirtschaft und Recht konnten die Meisterschüler gute bis sehr gute Ergebnisse erzielen. Dieses beweist, dass sie neben ihren fachlichen Fähigkeiten gerade um Rechtssicherheit und wirtschaftliche Solidarität bemüht sind.

70 Prozent der Meisterabsolventen beabsichtigen die Gründung eines selbstständigen Betriebes und wenn man davon ausgehen kann, dass diese in den nächsten zwei Jahren im Durchschnitt zwei Arbeitsplätze schaffen, dann bedeutet das auch ca. 100 neue Arbeitsplätze im Nordthüringer Handwerk.

„Auch wenn die rot-grüne Bundesregierung des Eindruck erwecken will, als würde das Handwerk auch ohne Meister erfolgreich sein können, sehen es die Handwerksleute völlig anders. Wer einen Betrieb führen will, muß ausgezeichnetes Fachwissen und wirtschaftliche Zusammenhänge sowie ein sicheres Rechtsverhalten einfach beherrschen, um die Leistungsfähigkeit und die Qualität eines Handwerkunternehmens zu garantieren“, ist sich Bernhard Senft sicher.

Mit diesen 73 Handwerksmeister sind in der Kreishandwerkerschaft Nordthüringen insgesamt 914 Handwerksmeister ausgebildet worden, von denen auf lange Sicht rund 60 Prozent einen eigenen Betrieb gegründet haben und somit in der Region mehr als 1.500 Arbeitsplätze im Handwerk sichern. Auch für den Herbst 2003 haben sich bereits 56 Meisterschüler zum nächsten Meisterausbildungslehrgang angemeldet. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind noch vier Plätze in der Meisterschule zu haben. Interessenten melden sich bei der Kreishandwerkerschaft Nordthüringen (Tel.: 03605/50890).
Autor: nnz

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