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Mo, 18:45 Uhr
07.07.2003

6,5 %: Vorsicht, Falle!

Nordhausen (nnz). Andauernde Kursverluste an den Börsen und Zinsen um die drei Prozent bei Banken und Sparkassen lassen den Anleger nach besseren Angeboten Ausschau halten. Diese gibt es für den sicherheitsorientierten Anleger durchaus. Doch Vorsicht ist geboten, wie ein aktuelles Beispiel belegt.


Da lockt eine Postwurfsendung der Wohnungsbaugesellschaft Leipzig-West in Thüringer Briefkästen. Außergewöhnliche Zinsen in Höhe von 6,75 % p.a. werden beim Erwerb eines festverzinslichen Wertpapiers in Form einer Inhaber-Teilschuldverschreibung angeboten. Die Krux bei Inhaberschuldverschreibungen ist, dass die Sicherheit für den Anleger von der Solvenz des Unternehmens abhängig ist. Im Fall der Insolvenz kann es für den Anleger bis zum Totalverlust führen, denn einen Einlagensicherungsfonds gibt es nicht.

Der Anlagewillige muss also die wirtschaftliche Lage und Ertragskraft des Unternehmens unter Berücksichtigung der gegenwärtig schwierigen Lage auf dem Immobilienmarkt einschätzen und prüfen, ob er die damit verbundenen Risiken tragen kann und will. Damit verbunden ist die Frage, ob das Unternehmen in der Lage sein wird, in Anbetracht der gegenwärtigen Situation auf dem Kapitalmarkt die zugesicherten Zinsen bis zum Laufzeitende 2007 zu zahlen.

Die Verbraucher-Zentrale Thüringen mahnt besonders Kleinanleger zur Vorsicht beim Erwerb derartiger Papiere. Nicht jedes Inhaberpapier ist für sie geeignet. Erst jüngst wurden Anleger, die Inhaberschuldverschreibungen der BFI Bank AG erworben hatten, mit der Insolvenz dieser Bank konfrontiert (die Verbraucher-Zentrale berichtete darüber). Hier tritt die Einlagensicherung der Kreditinstitute nicht ein und die Anleger können nur auf eine entsprechende Quote im Insolvenzverfahren hoffen.

Die Thüringer Verbraucherschützer empfehlen vor allem, sich vor dem Abschluss von Anlageverträgen zu dem konkreten Angebot in den Beratungsstellen zu informieren.
Autor: nnz

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