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Mo, 10:27 Uhr
23.05.2011

Heute wieder: gedenken und mahnen

Heute abend wollen sich Menschen wieder am Neustadt-Kreisel in Nordhausen treffen. Die Mahnwachen für einen schnellen Ausstieg aus der Atomenergie gehen weiter. Dazu eine Einladung und Betrachtung von Pfarrer Peter Kube in der nnz...


Millionen Jahre der "sicheren" Lagerung kommen auf uns zu. 'Uns' nicht – aber tausende Generationen nach uns. Für Uran 235 beträgt die Halbwertszeit 703 800 000 Jahre, für das häufig produzierte und genutzte Plutonium 239 sind's ja nur vierundzwanzigtausendeinhundertundzehn Jahre. Geht schon – die Vulkanausbrüche in der Eifel (gilt bis heute als aktives Gebiet in dieser Frage) liegen ja schon 11 000 Jahre zurück, die letzte Eiszeit rund 20 000 Jahre. Das haben wir zukünftig alles im Blick, deshalb sind "Endlager" machbar. Oder sollten wir doch noch rechtzeitig zwEIFELn an den menschlichen Fähigkeiten und den alternativen Energieerzeugern, -förderern und -nutzern doch die deutlichen Chancen einräumen?

Doch wer investiert noch in Atomkraft? Jeder Cent für anteilige atomare Energieerzeugung, der im Preis drinsteckt, begünstigt eine falsche Umstiegsentwicklung. Wer investiert Zeit und Kraft und Energie in eine halbe Stunde Mahnwache? Wenige – aber die Meinung vieler steht mit an dem Platz der Mahnwache.

Oder haben sich die Meinungen geändert, dass die Atomstromtechnologie hoffnungsarm unbeherrschbar bleibt? Wohl nicht! Dieter Hildebrandt als Nestor politisch-kabarettistischen Zwischenrufens nannte das Umdenken einiger höchst Betroffener (wie des ehemaligen Innenministers Kauder) ironisch unglaubwürdig. Ich möchte ihm widersprechen. Es wäre dann so, wenn dieselben nicht einen Wechsel aktiv unterstützten.

Zitat nnz: Wer in Neue-Energien-Fonds investiert, wettet auf einen Boom der Branche. Aber das Risiko ist groß. Deshalb sollte der Depotanteil dieser Fonds nicht höher als zehn Prozent sein. Aber Vorsicht, nicht alles ist grün, was nach Öko klingt... und was danach in dem Warentest-Resümee kam, das ermutigt die Freunde regenerativen Energienwirtschaftens zur der Suche nach Alternativen.

Doch hier vor Ort wollen wir in die konsequente Änderung investieren: Was ganz Orte geschafft haben, das kann Nordhausen auch! Wer schon besser ist als andere ist nicht immer gut genug! Und ohne Mogelpackung geht es auch. Und: ÖKOstrom (echter, der den Namen verdient) ist nicht so viel teurer (wenn überhaupt) als andere. Unter www.atomausstieg-selber-machen.de oder gebührenfrei unter 0800-7626852 lassen sich die Infos erfragen und abrufen und bewerten.

Wir hören heute einen Jugendbericht aus Japan. Wir hören Überlegungen, wie wir weiter bewegen wollen, dass hier gehört wird, was nachhaltige Entwicklung heißen wird.
Peter Kube

Mahnwache, heute, 18 Uhr, Neustadt-Kreisel
Autor: nnz

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Kommentare
Herr Taft
23.05.2011, 11:21 Uhr
Blackout im Winter - im dunkeln frieren...
wie die Netzbetreiber bereits letzte Woche dem Bundeswirtschaftsministerium mitteilten, drohen in den Wintermonaten bei einer dauerhaften Abschaltung der gegenwärtig vom Moratorium betroffenen Atommeiler Stromausfälle.

Im Winter ist der Stromverbrauch durch die längeren Nächte und die kälteren Außentemperaturen höher. Die ganzen Solaranlagen liefern im Winter auch kaum Strom.

Also könnten wir die schnelle Abschaltung bitte auf das nächste Frühjahr verschieben? Oder wenigstens bis zum Herbst Nordhausen energietechnisch autark machen?

Sonst muss ich meinen Kamin anmachen und die Umwelt mit Feinstaub verpesten - und meinen benzinbetriebenen Generator anschmeißen, der die ganze Nachbarschaft mit CO2 versorgt.
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