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Fr, 10:49 Uhr
20.05.2011

SPD: Realitätsferne Empfehlung

Die Forderung der Wirtschaftsweisen, welche den Beginn des Rentenbezuges auf 69 Jahre vorsieht, wird von Andreas Wieninger (SPD) als realitätsfern bezeichnet. Seiner Meinung nach stecke in solchen Forderungen System....


Sie erfolgen nach dem Motto: Wir fordern einen Renteneintritt mit 69 und bekommen einen Renteneintritt mit 67. Das muss dann jedem Betroffenen wie ein Glücksfall erscheinen. Völlig negiert werden dabei die bis dahin zurückgelegten Lebensarbeitsbiografien und das Leistungsvermögen.

Rückläufige Bevölkerungszahlen zusammen mit einer verstärkten Alterung führen zu einem Rückgang der Erwerbspersonen, sowie einer finanziellen Lücke in der Sozialversicherung. Seit Jahren werden immer wieder dieselben Vorschläge, die einzig und allein auf der Anhebung des Rentenalters und gleichzeitigen Verringerung der Rentenhöhe beruhen, gemacht, kritisiert Wieninger, der auch Kreisvorsitzender des DGB ist.

"Wir benötigen dringend eine Abkehr von diesem Weg. Wieninger unterstreicht in diesem Zusammenhang die Forderung nach Abschaffung von sozialversicherungsfreien Jobs, die Einführung eines bundesweiten und für alle verbindlich geltenden Mindestlohns und die Heranziehung aller zur Finanzierung der Sozialsysteme. Die Probleme des demografischen Wandels sind bekannt und sie sind hausgemacht."

Seit Jahren fehlt als Reaktion eine entsprechende Weichenstellung. Die Weichen müssen mehr in Richtung soziale und finanzielle Sicherheit gestellt werden um dem Bevölkerungsrückgang zu entgegnen. Die Menschen müssen mit ihrer Arbeit und ohne staatliche Beihilfen für ihren Lebensunterhalt sorgen können. Somit wird auch für entsprechende Einnahmen auf der staatlichen Seite gesorgt, damit dieser wieder besser seinen Verpflichtungen nachkommen kann. Und es müssen Anreize für arbeitsfähige Menschen im Rentenalter geschaffen werden um ihnen eine sinnvolle Beschäftigung zu ermöglichen.

"Der Glaube daran, mit Gesetzen und finanziellen Kürzungen Menschen, die jahrzehntelang gearbeitet haben, die durch die Arbeit und altersbedingt nicht mehr arbeiten können, die finanziellen Probleme der Sozialkassen und die Personalprobleme der Wirtschaft bekämpfen zu können ist, so bin ich mir sicher, ist der falsche Weg", sagt Wieninger abschließend.
Autor: nnz

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Kommentare
WR-NDH
20.05.2011, 11:27 Uhr
Die Rentenlüge
(Lüge weil bewusste Falschaussage) der Regierenden wird doch durch ständige Wiederholungen nicht in Wahrheit gewandelt.

Neben vielen anderen weist z.B. Gert Bosbach in seinem Buch „Lügen mit Zahlen“ nach, dass sich das Verhältnis von Jungen zu Alten im vergangenen Jahrhundert sehr viel drastischer veränderte als es in diesem Jahrhundert der Fall sein wird. Dennoch gab es großes wirtschaftliches Wachstum und steigenden Lebensstandard.

Die Krux ist doch die steigende Arbeitsproduktivität. Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts war sie so niedrig, dass 20 Werktätige einen Rentner ernähren mussten und heute ist sie so hoch, dass 5 Werktätige das schaffen (die Zahlen sind grob geschätzt).

Vergleicht man über einen Zeitraum von 40 bis 50 Jahren den Anstieg der Ausgaben für das Gesundheitswesen im Verhältnis zum Anstieg des Bruttosozialproduktes, zeigt sich ebenfalls, dass gar kein Grund zur Panikmache besteht.

Aber genau das ist das Ziel der Regierenden: man will den Menschen Angst machen und damit gefügig für ihre unsozialen Pläne. Wer von späterem Renteneintrittsalter profitiert und wer dabei verliert ist ja wohl allen klar.
H.Buntfuß
20.05.2011, 17:13 Uhr
Herr Wieninger,
eine Frage, war es nicht die SPD, die unter Druck des Herrn Müntefering, die RENTE MIT 67 ins leben gerufen hat? Es steht der Partei schlecht zu Gesicht, so zu tun, als wären die anderen die BÖSEN.

Aber von der SPD an sich, ist man ja so etwas gewöhnt. Da wird gelogen und gelogen, es ist wie Herr Reinhardt schreibt. Man kann eine LÜGE immer wieder vor beten, dadurch wird aus ihr keine WAHRHEIT. Obwohl in Deutschland ja alles möglich ist, oder unterliege ich einem IRRTUM?
Retupmoc
21.05.2011, 10:59 Uhr
Parteiwechsel
Dann wechseln sie mal schnell die Partei, Herr Wieninger. Die SPD hat uns das alles eingebrockt...von Hartz 4 über Rente mit 67. Und jetzt lamentieren? Dann müssen Sie SOFORT aus der SPD austreten, wenn das ehrlich gemeint ist. NOCH HEUTE !
Peppone
21.05.2011, 13:48 Uhr
Geschichtsklitterung?
Hier stellt sich wirklich die Frage, ob ein Herr Wieninger von der SPD es nicht besser weiß, oder ob er hier ganz gezielt die Geschichte auf den Kopf stellen will!

Die Rente mit 67 hat seine Partei zusammen mit den Wirtschaftsweisen schon längst beschlossen. Was dieser Beitrag hier soll, wird vermutlich Herrn Wieningers Geheimnis bleiben.

Aber wahrscheinlich steckt in seinem Vorgehen auch ein gewisses System. Getreu dem Motto, die Leute vergessen schon und schlechte Presse ist besser als gar keine Presse!

Irgendwo kann einem die SPD nur noch leid tun. Die stehen noch nicht mal mehr zu den Sachen, die sie selbst durchgesetzt haben! Schade um die alte Tante, da spielen nur noch Schauspieler mit.
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