Fr, 10:12 Uhr
27.06.2003
Eigentlich Vollbeschäftigung
Nordhausen (nnz). Eigentlich müssten wir in Thüringen Vollbeschäftigung haben. Diese These stellt der Nordthüringer DGB-Chef Ulrich Hannemann auf. Sein Argument sind die niedrigen Arbeitskosten.
Würden durch niedrige Arbeitskosten, d. h. Löhne und Gehälter, einschließlich Sozialversicherung, Sonderzahlung, Vergütungs- und Unterstützungsleistungen wirklich mehr Arbeitsplätze entstehen, so hätten wir in Thüringen Vollbeschäftigung, so der DGB Regionsvorsitzende Ulrich Hannemann gegenüber nnz.
In Thüringen würden bundesweit die niedrigsten Löhne und Gehälter gezahlt, die Folge: die Arbeitskosten liegen gerade mal bei 59,5 % des Westniveaus. Damit liegen die Kosten, die Unternehmer in Thüringen für Lohn bzw. Gehalt einschließlich Sozialversicherung für die Beschäftigten pro Jahr ausgeben, um 2.804 Euro unter dem ostdeutschen Durchschnitt. Gegenüber Westdeutschland sparen die Unternehmer sogar 18.974 Euro je Vollzeitbeschäftigten.
Die Arbeitskosten sind je nach Wirtschaftszweig sehr unterschiedlich. So reicht in den Branchen der Metall- und Elektroindustrie die Spannweite von 38,7 %, bei sonstigen Fahrzeugbau bis zu 74,4 % des Westniveaus in der Medizin-, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik sowie der Optik. Das verarbeitende Gewerbe erreicht 64,4 % der Arbeitskosten West.
Alle Daten hat Hannemann übrigens dem statistischen Bericht - Arbeitskostenerhebung in Thüringen 2000 - des Thüringer Landesamtes für Statistik Januar 2003 entnommen.
Autor: nnzWürden durch niedrige Arbeitskosten, d. h. Löhne und Gehälter, einschließlich Sozialversicherung, Sonderzahlung, Vergütungs- und Unterstützungsleistungen wirklich mehr Arbeitsplätze entstehen, so hätten wir in Thüringen Vollbeschäftigung, so der DGB Regionsvorsitzende Ulrich Hannemann gegenüber nnz.
In Thüringen würden bundesweit die niedrigsten Löhne und Gehälter gezahlt, die Folge: die Arbeitskosten liegen gerade mal bei 59,5 % des Westniveaus. Damit liegen die Kosten, die Unternehmer in Thüringen für Lohn bzw. Gehalt einschließlich Sozialversicherung für die Beschäftigten pro Jahr ausgeben, um 2.804 Euro unter dem ostdeutschen Durchschnitt. Gegenüber Westdeutschland sparen die Unternehmer sogar 18.974 Euro je Vollzeitbeschäftigten.
Die Arbeitskosten sind je nach Wirtschaftszweig sehr unterschiedlich. So reicht in den Branchen der Metall- und Elektroindustrie die Spannweite von 38,7 %, bei sonstigen Fahrzeugbau bis zu 74,4 % des Westniveaus in der Medizin-, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik sowie der Optik. Das verarbeitende Gewerbe erreicht 64,4 % der Arbeitskosten West.
Alle Daten hat Hannemann übrigens dem statistischen Bericht - Arbeitskostenerhebung in Thüringen 2000 - des Thüringer Landesamtes für Statistik Januar 2003 entnommen.

