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Di, 21:27 Uhr
10.05.2011

Je nach Interesse

Wie soll es nun in der Nordhäuser Altstadt weitergehen? Dazu hatten drei Workshops beitragen sollen und dazu wurde auch in der Turnhalle der Petersbergschule diskutiert...


Der Planer (Foto: nnz) Der Planer (Foto: nnz) Zuerst einmal wurde das Konzept vorgestellt, das in den vergangenen Monaten erarbeitet wurde. Den Part übernahm Dr. Lothar Bondzio vom gleichnamigen Büro aus Bonn. Was er und seine Mitarbeiter erstellt haben, das trägt den Namen „Altstadt 2025“ und soll die Belange aller Verkehrsteilnehmer berücksichtigen – vom Brummi bis zum Fußgänger oder Radfahrer.

Parallel zu den einzelnen Planungsschritten wurden drei Workshops abgehalten, bei denen die einzelnen Etappen der Planung vorgestellt, diskutiert und Zwischenergebnisse wieder verworfen wurden. Während dieser Phase gab es Ortsbegehungen, Verkehrszählungen, Unfallstatistiken ausgewertet und den Zustand des Verkehrsanlagen bewertet.

Die Bürger (Foto: nnz) Die Bürger (Foto: nnz)

Zu den Verkehrszählungen: In der Grimmelallee werden 15.000 bis 20.000 Fahrzeuge am Tag gezählt, in der Rautenstraße sind es 12.000, am Pferdemarkt immer noch 9.000. Durch die Blasiistraße rollen dagegen „nur“ 2.200 Fahrzeuge. Auch in 15 Jahren wird das so sein, der Verkehr in diesem als Altstadt gekennzeichneten Bereich eher moderat zunehmen. In einem der Workshops gab es Einigkeit darüber: So soll es ein Miteinander von Wohnen und Einzelhandel geben, das Parken soll auf ein erträgliches Maß reduziert werden und der Fußgänger soll eindeutig die Priorität haben.

Planerisch unterteilt wird das Revier in einen Altstadtring (Grimmelallee, Parkallee, Wallrothstraße, Pferdemarkt, Kornmarkt, Rautenstraße) sowie in einen Erschließungsring, der die Straßen und Gassen innerhalb der Altstadt umfasst. In Bereich Wallrothstraße/Beethovenring könnte es einen 30-Meter-Kreisel geben, dem ein Teil des Eingangs zum Park Hohenrode weichen müsste. Entlang der Wallrothstraße könnte der vorhandene einseitige Weg ausgebaut werden, der mehrere Querungsmöglichkeiten (Mittelinseln) zur Altstadt enthalten muss.

Der Kreisel (Foto: nnz) Der Kreisel (Foto: nnz)

Ein weiterer Kreisel wird von den Planern im Bereich Wallrothstraße/Vor dem Hagentor favorisiert. Entlang des Pferdemarktes soll ein Schutzstreifen für Radfahrer aufgebracht werden. Weiter zum Knotenpunkt Kranichstraße/Engelsburg/Pferdemarkt: Hier ist der Favorit ein 18-Meter-Kreisverkehr, bei dem alle vier Zufahren mit Zebrastreifen versehen werden. Grimmelallee/Grimmel: Hier sollte es eine Vollsignalisierung sein, die dem jetzigen Verkehrsfluss gerecht wird. Seitens des Straßenbauamtes werde an einem Signalisierungskonzept für die Grimmelallee gearbeitet.

Elisabethstraße, Buswendeplatz: Hier sollte es Haltestellen für die Schulbusse geben. Eine Durchbindung von der Europakreuzung am Altentor in Richtung Wallrothstraße würde zum Beispiel für die Barfüßer Straße eine Entlastung von rund 1.000 Fahrzeugen am Tag bringen, würde allerdings mehrere Millionen Euro kosten.

Zum Parken: Hier empfehlen die Planer ein statisches Parkleitsystem, bei dem fünf bestehende Parkplätze ausgebaut werden.

Zur Entlastung der Altstadt: Die einzige Möglichkeit, die Befahrung der Altstadt vom Durchgangsverkehr zu entlasten, ist der Einbau von Pollern, die zum Beispiel ein Durchfahren der Altstadt in der Nacht unmöglich machen, am Tag jedoch den Kunden- und Lieferverkehr zulassen.

Dann die Diskussion: Uta Triebel wollte wissen, wie die Straßenbahn als Zubringer künftig zu nutzen ist und ob es bald ein neues Pflaster für die Altstadt gebe? Sie wünscht sich eine lebenswerte Altstadt mit einer Aufenthaltsqualität und kleinen Geschäften. Die Antwort des Planers: P+R eignet sich für eine Stadt in der Größe wie Nordhausen nicht. Zum Pflaster: Das wird so bleiben, sagte Dezernentin Inge Klaan (CDU).

Steffen Iffland wollte wissen, wie die Verkehrssituation sich im Bereich des Rathauses gestaltet, vor allem wenn eventuell ein Kaufhaus am Konrmarkt entstehen soll. Hier sagte Dr. Bondzio, dass nun nicht alle Welt nach Nordhausen zum Einkaufen käme, es werde der Verkehrsfluss nur unmerklich ansteigen. Der Betreiber des „Felix“ mahnte an, dass ein Poller erst gegen 1 Uhr hochgefahren werde, weil sonst die Kundschaft ausbleiben werde. Auch sollen doch mehrere kleine Parkplätze zur Verfügung stehen.

Das alles ist der Konflikt in der Altstadt, den auch ein Verkehrskonzept 2025 nicht beseitigen wird. Die einen würden die Poller ab 17 Uhr hochfahren, weil sie Feierabend haben, die nächsten ab 19 Uhr, weil sie ihre Geschäfte schließen und die Gastronomen ab 2 Uhr in der Nacht. Wem also soll man gerecht werden? Ein Beispiel: Hansjürgen Nüßle wetterte gegen den Betreiber des Felix wegen zugestellter Parkplätze am Tage und bot Frau Triebel gern eine Führung durch die Altstadt an und würde ihr die 200 Plätze in kleinen Cafes zeigen.


Weiter Informationen zum Verkehrskonzept 2025 Altstadt Nordhausen gibt es auf den Seiten der Stadt Nordhausen.
Autor: nnz

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Kommentare
Iffland
12.05.2011, 22:35 Uhr
Gastronomie wichtig für die Altstadt!
Es ist ganz klar, ohne die Gastronomie in der Altstadt, kann man diesen Bereich für tot erklären. Zahlreiche Einwohner der Stadt zieht es ins Felix, Alt-Nordhausen, Socken, Eis-Adam, Murano und dem Mecklenburger Hof. Ich denke schon, das die anliegenden Geschäfte auch von den Gaststätten profitieren. Und für die Zukunft hofft man noch mehr Geschäfte in der Altstadt ansiedeln zu können.

Schließt man die Straße mit dem Poller vor 22.00 oder 23.00 Uhr, werden gerade die Gaststätten Verluste einfahren. Hier müssen also die Wirte ihre Vorstellungen der Stadtverwaltung mitteilen. Die Küchenzeiten enden ja meist um 22.00 Uhr. Wenn man den Boller zwischen 22.00 und 0.00 Uhr schließt, haben die Einwohner 6 volle Stunden Ruhe vom durchfahrenden "Altstadtpflasterverkehr".

Die Parkplätze aus der Altstadt völlig zu entfernen halte ich für schädlich. Immerhin will man nicht nur bummeln sondern auch Einkaufen oder Ware anliefern.

Hier sollte man sich ein Beispiel an Bad Lauterberg nehmen. Fahrzeuge finden einige aber wenige Kurzzeitparkplätze in der Fußgängerzone, jedoch sind Fußgänger übergeordnet. Tische und Stühle dürfen auf dem Gehweg aufgestellt werden. Aber auch in Bad Lauterberg gibt es mehrere Parkplätze im Randgebiet, von denen aus man in einigen Minuten im Zentrum ist.
Retupmoc
13.05.2011, 07:52 Uhr
Sorgen
Die Stadtplaner und Ihre Sorgen. Alles hausgemacht. Ich frage mich echt wozu man in der Altstadt Poller aufstellen will? Freiwillig fährt da eigentlich niemand das Kopfsteinplaster runter. Und die Anlieger arbeiten noch gegeneinander: " Schauen Sie mal, da wird ein Parkplatz zugeparkt, das darf aber nicht sein !" Wie die kleinen Kinder. Verkehrstechnisch gebe es in dieser Stadt andere Dinge zu tun.

Wenn ich den Stau täglich am Kornmarkt sehe, wird es mir schlecht. Und dann kommt in dem Artikel noch so ein Satz: " Es wird nicht die ganze Welt nach Nordhausen zum Einkaufen fahren ". Vielleicht sollte der Herr mal feststellen, das auh ohne EKZ der Kornmarktkreisel ein Hemmniss ist? Naja lieber saniert man Straßen wie gerade die B4 in Sundhausen, wo es nichts zu sanieren gab. Die Straße war völlig in Ordnung. Aber verschwenden wir ruhig mal so 600000 Euronen an Steuergeldern, wir haben es ja dicke. Jaja, jetzt kommt wieder der Satz, das dies ein anderer Fördertopf ist. Aber davon wird es auch nicht besser.

Zurück zu den eigentlichen Pollern. Ja erschwert es ruhig, den Kunden in Geschäfte und Gaststätten zu kommen. Wissen Sie, was dann passiert? Die Kunden bleiben aus. Glauben Sie nicht? Ein Beispiel:

Viele Bekannte und auch ich sind früher gern nach Bad Lauterberg ins Bad gefahren, man hat dort Eintritt gezahlt, in den Geschäften eingekauft und auch zum Abendbrot etwas gegessen. Dann ist einigen Gemeinden an der Strecke eingefallen, sie könnten ja ein paar Radarfallen aufstellen und einige 30 - Schilder hinsetzen ( Osterhagen, Barbis, Lauterberg selbst ). Ok, wenn die meinen, aber jetzt fahren wir aus diesem Grund diese Strecke nicht mehr und unser Geld bleibt woanders. Pech gehabt. Und so geht es den Nordhäuser Gaststättenbetreibern wenn diese Ideen durchgesetzt werden. Nur mit dem Fakt, das sie eigentlich nichts dafür können. Ich würde übrigens noch ein paar Poller vors Rathaus stellen, damit die Beamten nicht so schnell gehen können.
Wolfi65
13.05.2011, 08:17 Uhr
Vergleich hinkt
@rwe62
Das mit den Radarfallen in Osterhagen und Barbis hinkt ein wenig. Einfach die Geschwindigkeit einhalten und schon ist alles wieder in Ordnung. Wo ist das Problem?
Retupmoc
13.05.2011, 09:02 Uhr
Hemmschwelle
Ich wollte nicht die Raser unterstützen, nur diese 30 - Zonen dort sind lächerlich und dienen nur der Abzocke. Am Ortseingang und Ende ist 50 erlaubt und auf 200 m in der Ortsmitte 30 mit Falle wegen angeblicher Immissionen. Am Ortseingang bei 50 sind dann keine Immissionen?

Und so gängelt man den Bürger. Und man muss sich nicht wundern, wenn der dann abstimmt und die Strecke nicht fährt. Deshalb sehe ich schon Paralellen zur Altstadt. Stellt man die Poller auf, fährt der Gast halt in ein Lokal, wo er nicht beschränkt wird. Nicht nur in der Altstadt gibt es gute Restaurants und Kneipen. Leidtragende sind die Wirte.
Sebastian1
13.05.2011, 10:39 Uhr
Früher ging es auch
Mal zurück denken, wie es war wo die Flohburg noch nicht Saniert wurde. Wie die Verkehrsplanung war. Die Kurze Einkaufsmeilesie war von Pollern, bestückt. und so war es auch ok und Richtig gemacht.

Sperrt man man jedoch die Komplette Altstadt ab bzw. mit Poller eine frühere Ruhezeit zu errichten. zu den Stoßzeiten am Freitag und Samstag Abend sieht man das viel geparkt würd und die Kneipen u. Gaststätten voll sind, Wir haben in der Altstadt einen Riesen Biergarten mit herrlichen Ausblick, Eiscafes (die komischerweise schon früh zu machen, warum auch immer), Restaurante wie (Mexikaner, Italia, Deutsche Küche, Internationale küche) die man als Stadt unterstützen sollte. Bewohner innenstadt(zentrum) spazieren gern in die Meile, aber was ist mit den aus den umliegenden Gemeinden, stadtteilen wie Ost, Salza, Bielen, sundhausen Niedersalza sie wollen auch gut essen und Trinken, aber mal Hand aufs Herz wer gut Isst u. Trinkt will lieber danach Fahren als zu Laufen.
Junge Menschen trifft man in der Gastronomie, Abends bis in die Nacht wer glaubt das sie zu Fuss kommen ist falsch gewickelt. Nicht nur Gastronomie sondern auch Geschäfte gibt es in der Altstadt.

Also mein Fazit: So Wie es Damals war so sollte es wieder gemacht werden. Ach ja bin oft in der Altstadt wenn da pro Min. mal 3 Autos durchfahren ist es schon sehr sehr wenig.
Wolfi65
13.05.2011, 10:39 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema
kingdernacht
13.05.2011, 13:47 Uhr
Parkplatzmangel in der Altstadt
Die momentane Parksituation in der Altstadt ist einfach nur schlecht. Der Parkplatz an der Blasiikirche ist täglich völlig überfüllt. Dort stauen sich frühs die Autos und warten auf wegfahrende Fahrzeuge. Die Altstadt benötigt aber Parkplätze um Kundschaft in die Altstadt zu holen.

Die Leute wollen die Autos am oberen oder unteren Ende der Altstadt abstellen, um in dieser flanieren zu können. Was die Situation auf die Spitze treibt, ist, dass die Stadt wie letztes Wochenende diesen Parkplatz an der Kirche ab Freitag morgen bis Montag komplett sperrt, obwohl kein ersichtlicher Grund vorhanden war!

Somit hatten auswertige Besucher des Honky-Tonk, sowie einheimische Gäste der Altstadt das gesamte Wochenende keine Alternative zum Parken. Solche Aktionen zerstören solche Veranstaltungen in Nordhausen.

Ähnliche Aktion konnte ich zu Walpurgis im Gehege feststellen! Wir wollten den Park-and-Ride Parkplatz in der Wendeschleife der Straßenbahn am Gehege nutzen, und haben das Auto auch dort abgestellt.

Danach sind wir den direkten Weg über die Treppe in das Gehege gelaufen, um am Eingang unter der Bühne Einlass zu finden. Dieser Eingang wurde aber gesperrt und war nicht zugänglich! Also ganzen Weg zurück, Auto wieder am Markt abgestellt und von oben noch einmal in das Gehege gelaufen! Solch ein Aktion ist für Auswertige Gäste nicht zumutbar.

Einfach mal ein bißchen nachgedacht, und man könnte die ganzen Veranstaltungen in Nordhausen auch für auswertiges Publikum zugänglicher machen.

Das sind nur einige Sachen, warum es in unserer Altstadt nicht so richtig voran geht, und die Einzelhändler alle um ihr Überleben kämpfen müssen.
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