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Di, 19:34 Uhr
24.06.2003

nnz-Forum: Ohne Schiene?

Nordhausen (nnz). Ein exponierter Industriestandort ohne Anbindung an das Schienenetz hat kaum Chancen nachhaltig erfolgreich zu sein. Das zumindest meint die Bürgerinitiative „Rettung der Goldenen Aue“. Wenn Sie mehr zu diesem Statement interessiert, dann klicken Sie...


Geht das? Da sich die Nordhäuser Stadtverwaltung bzw. das Amt für Wirtschaftsförderung weigerte, der Bürgerinitiative Auskünfte bzw. Einsichtnahme in eine angebliche Machbarkeitsstudie zum Gleisanschluss für das umstrittene Industriegebiet in der Goldenen Aue zu gewähren, hat sich die BI selbst intensiv mit dieser Möglichkeit auseinandergesetzt. Das Ergebnis ist eindeutig: Ein Gleisanschluss ist ohne riesigen technischem und vor allem finanziellem Aufwand und unter Berücksichtigung der Gesetzmäßigkeiten nicht möglich!

Dabei spielen verschiedenste Faktoren eine wichtige Rolle. Besieht man sich die örtlichen Gegebenheiten ist nur eine Verbindung mit der Strecke Northeim/Halle, in Höhe der Ortschaft Bielen möglich. Hier kann die Streckenführung jedoch nur östlich des Kiesabbaugeländes an der A38 gelegt werden. Besieht man sich die realen Möglichkeiten muß festgestellt werden, das der Kurvenradius zw. Kiesteich und Autobahnbrücke keineswegs ausreichend ist. Ebenso verträgt der geohydraulische Pfeiler der Autobahnbrücke keine weiteren Belastungen.

Die Gleisanbindung muss durch das Trinkwasserschutzgebiet ebenso geführt werden, wie durch das Überschwemmungsgebiet. Es wäre interessant wie diese Problematiken in der Machbarkeitsstudie, die vom Planungsverband in Auftrag gegeben wurde und sicherlich nicht kostenlos war, gelöst werden - Oder nicht gelöst und keine Machbarkeit? Und weigert man sich aus diesem Grunde Einsichtnahme zu gewähren?

Wie sagte doch die Amtsleiterin Frau Dr. Riebel: Sicherlich wünschte ich mir auch, das ein Gleisanschluss möglich wäre, aber ob dieser nun so wichtig ist......Ist er! Wenn man schon im Wettbewerb mit vielen anderen Regionen steht, wie vom Sachverständigenrat der Nordhäuser Wirtschaft eingeräumt, dann kann man es sich u.E. nicht leisten auf einen wichtigen Baustein der verkehrlichen Infrastruktur zu verzichten. Dies hieße vorn vornherein Chancen zur Ansiedlung eines Großinvestors zu verschenken. Im Zuge der jetzigen Veränderungen im Spediteurswesen (Autobahnmaut etc.) muß langfristig davon ausgegangen werden, das vermehrt Waren auf der Schiene transportiert werden. Dies ist auch im Sinne der Umwelt mehr als wünschenswert.

Dieser Fakt ist ein weiterer, in der langen Reihe der Kontrapunkte für dieses geplante Industriegebiet. Die BI wird weitere Konfliktpotenziale sichtbar machen. Es stellt sich allerdings schon jetzt die Frage, wie viele Fakten noch notwendig sind, damit der Planungsverband und die Stadt Nordhausen von dieser fragwürdigen Planung endlich Abstand nehmen, damit nicht noch mehr Steuermittel (die an anderer Stelle fehlen) ausgegeben werden.
Bürgerinitiative „Rettung der Goldenen Aue“

Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnz

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