Di, 16:21 Uhr
24.06.2003
Sicherheit ja - Abzocke nein!
Nordhausen (nnz). Die nnz hatte Ende vergangener Woche über den geplanten Aufbau von 22 festen Blitzanlagen in Nordthüringen berichtet. Dies soll sogar Inhalt einer Anfrage von SPD-Landtagsabgeordneten im Landtag sein. Jetzt hat die Nordhäuser Polizei geantwortet.
Die Veröffentlichungen haben in der Bevölkerung Irritationen und Verunsicherung hervorgerufen. Bereits im März hatte die Polizeidirektion Nordhausen über dieses Projekt informiert (siehe nnz). Aufgrund der falschen Darstellungen der Abgeordneten der vergangenen Tage, soll hiermit nochmals das Vorhaben erklärt werden.
Die geplanten 22 festen Blitzanlagen werden nicht von der Polizei aufgestellt. Sie gehören vielmehr zu einem Forschungsprojekt der Bundesanstalt für Straßenwesen, das wissenschaftlich von der Technischen Universität Dresden begleitet wird. Das Projekt läuft in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Verkehr bereits seit 1996. Außer Thüringen sind auch die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Sachsen und Brandenburg beteiligt.
Das Programm soll Daten zum Fahrverhalten auf besonders unfallträchtigen Straßen außerhalb von Ortschaften liefern. Ebenso soll die Wirkung verkehrstechnischer und verkehrsregelnder Maßnahmen (dazu gehören auch der Straßenausbau, die Straßenrandgestaltung, die Beschilderung und die Fahrbahnmarkierungen) auf die Verkehrssicherheit beurteilt werden.
Die in Nordthüringen durch Voruntersuchungen ausgewählten Versuchsstrecken sind seit Jahren Unfallschwerpunkte, an denen sich überwiegend Unfälle mit Getöteten und Schwerverletzten ereignet haben, die auf das Fahrverhalten der Unfallbeteiligten zurück zu führen sind. Dazu gehören die B 4 von Greußen bis zum Grass bei Sondershausen, die B 247 von Gotha bis Bad Langensalza und die B 249 zwischen Mühlhausen und der hessischen Landesgrenze. Für diese Strecken ist in den kommenden Jahren kein grundhafter Ausbau vorgesehen. Deshalb müssen hier andere Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit angewandt werden. Bei der Auswahl der geeigneten Maßnahmen sollen auch die Ergebnisse des Forschungsprojektes helfen.
Die gewonnenen Erkenntnisse aus den Untersuchungen sollen Grundlage für bundesweite Empfehlungen und Richtlinien zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf stark unfallbelasteten Strecken sein. Es geht also nicht um das Drangsalieren oder Abzocken der Autofahrer, sondern vielmehr um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer, so Polizeisprecher Thomas Soszynski gegenüber der nnz.
Autor: nnzDie Veröffentlichungen haben in der Bevölkerung Irritationen und Verunsicherung hervorgerufen. Bereits im März hatte die Polizeidirektion Nordhausen über dieses Projekt informiert (siehe nnz). Aufgrund der falschen Darstellungen der Abgeordneten der vergangenen Tage, soll hiermit nochmals das Vorhaben erklärt werden.
Die geplanten 22 festen Blitzanlagen werden nicht von der Polizei aufgestellt. Sie gehören vielmehr zu einem Forschungsprojekt der Bundesanstalt für Straßenwesen, das wissenschaftlich von der Technischen Universität Dresden begleitet wird. Das Projekt läuft in Abstimmung mit dem Bundesministerium für Verkehr bereits seit 1996. Außer Thüringen sind auch die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Sachsen und Brandenburg beteiligt.
Das Programm soll Daten zum Fahrverhalten auf besonders unfallträchtigen Straßen außerhalb von Ortschaften liefern. Ebenso soll die Wirkung verkehrstechnischer und verkehrsregelnder Maßnahmen (dazu gehören auch der Straßenausbau, die Straßenrandgestaltung, die Beschilderung und die Fahrbahnmarkierungen) auf die Verkehrssicherheit beurteilt werden.
Die in Nordthüringen durch Voruntersuchungen ausgewählten Versuchsstrecken sind seit Jahren Unfallschwerpunkte, an denen sich überwiegend Unfälle mit Getöteten und Schwerverletzten ereignet haben, die auf das Fahrverhalten der Unfallbeteiligten zurück zu führen sind. Dazu gehören die B 4 von Greußen bis zum Grass bei Sondershausen, die B 247 von Gotha bis Bad Langensalza und die B 249 zwischen Mühlhausen und der hessischen Landesgrenze. Für diese Strecken ist in den kommenden Jahren kein grundhafter Ausbau vorgesehen. Deshalb müssen hier andere Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit angewandt werden. Bei der Auswahl der geeigneten Maßnahmen sollen auch die Ergebnisse des Forschungsprojektes helfen.
Die gewonnenen Erkenntnisse aus den Untersuchungen sollen Grundlage für bundesweite Empfehlungen und Richtlinien zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf stark unfallbelasteten Strecken sein. Es geht also nicht um das Drangsalieren oder Abzocken der Autofahrer, sondern vielmehr um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer, so Polizeisprecher Thomas Soszynski gegenüber der nnz.

