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Do, 10:07 Uhr
19.06.2003

Bürgersinn befördert

Nordhausen (nnz). Es gab gestern mehrere positive Seiten beim Stadtgespräch auf dem Petersberg. Zu spüren waren Neugierde, Interesse und Kompetenz. Wie das alles zusammenhängt, das erfahren Sie in Ihrer nnz.


Berichtet Eine gut gefüllte Turnhalle der Petersberg-Grundschule war - trotz des sommerlichen Wetters – ein Zeichen dafür, dass es in dieser Stadt viele Menschen gibt, die an deren Entwicklung und Geschehen Anteil nehmen. Sie wollen wissen, warum und was um sie herum geschieht, sie haben Fragen nach dem „wie Weiter?“

Die Zeit nach der Landesgartenschau war das Thema des Bürgergesprächs. Wie soll das Gelände des Petersberges nach den 170 Tagen „Vollbetrieb“ im nächsten Jahr weiter genutzt werden? Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) nutzte die Gelegenheit, noch einmal Ziele, Aufgaben und Geschaffenes der Landesgartenschau Revue passieren zu lassen. „Von der Stadt im Grünen“ zur „Neuen Mitte“, so umriß das Stadtoberhaupt die Jahre seit 1998, eben diesem Jahr, in dem die LGS für Nordhausen in Erfurt beschlossen worden war.

Der Spaß für Kinder, die Angebote im gärtnerischen und kulturellen Bereich soll es auch ab dem Jahr 2005 weitergeben. Erfahrungen anderer Kommunen, die Landesgartenschauen ausgerichtet haben, hätten gezeigt, dass es keinen Stillstand nach dem „Event“ geben dürfe. Viele in der Stadt und in der LGS würden sich derzeit Gedanken machen, welche Angebote es sein sollen. Die Palette reicht von Freilichtkino, einer Eisfläche im Winter, Konzerten, Theateraufführungen über Treppenläufe, Schachwettbewerbe, Kletteraktionen bis hin zu einem Park der vier Jahreszeiten oder Gärtnermärkten.

Fest stehe, dass ein Teil des Petersberges weiterhin eingezäunt werden müsse. So könnten größere Veranstaltungen mit Eintritt abgesichert werden, auch vor dem Finanzamt. Die Finanzbehörde verlangt von der Nachfolgegesellschaft der LGS GmbH die Darstellung einer Gewinnabsicht. Kann die nicht nachgewiesen werden, dann wird heftig zur Kasse gebeten.

Gefragt wurde gestern auch viel. Da ging es um die Art und Weise der Darstellung der ehemaligen Kirche auf dem Petersberg, die weitere Entwicklung der Stadtmauer oder die Ausgestaltung des Judenturms. Kurios ging es auch zu. So fragte denn eine Frau, wie denn in einem temporären Cafe auf dem Petersberg überhaupt Kaffee gekocht werden könne.

Viele Fragen gab es auch zu anderen Problemen in der Stadt. Leerstehende Häuser an den Stadteingängen, fast zerfallene Garagen an den Toren zur Altstadt, die Zukunft der ehemaligen Polizeidirektion usw. Was auffiel an diesem Abend war die Tatsache, dass alle Fragen umfassend, kompetent und vor allem verständlich beantwortet wurden. Dafür gilt den Akteuren Barbara Rinke, Inge Klaan und Dietrich Beyse vielleicht auch mal ein kleines Dankeschön.

Gezeigt hat dieser Abend noch eins: Diese Bürgergespräche sind auch nach der LGS weiter notwendig. Die Menschen haben Fragen und wollen diese beantwortet haben. So lässt sich auf einfache Weise Bürgersinn entwickeln und möglicherweise Bürgerinteresse befördern.
Autor: nnz

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