eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Do, 07:28 Uhr
19.06.2003

Ab ins Trainingslager!

Nordhausen (nnz). Nordthüringen soll in den kommenden Jahren zum Mekka des Niedrig-Energie-Hausbaus avancieren. Das kündigte der Hauptgeschäftsführer des Nordthüringer Handwerks, Dr. Bernhard Senft, exklusiv gegenüber der nnz an. Warum dazu aber Bauleute ins Trainingslager müssen, das erfahren Sie mit einem Klick auf MEHR.


Wie die Fußballprofis, so sollen auch Nordthüringer Bauhandwerker ab dem kommenden Winter in ein Trainingslager. Das wird allerdings nicht auf Mallorca, sondern in Nordhausen und Leinefelde zu finden sein. Die 10 bis 14 Gewerke, die für einen Hausbau verantwortlich sind, sollen Beschäftigte delegieren, die mit den neuesten Technologien im Niedrig-Energie-Hausbau vertraut gemacht werden.

Diese Häuser, die mit rund einem Drittel des herkömmlichen Energiebedarfes auskommen, werden am Markt bereits angeboten und finden Absatz. Doch in Nordthüringen sollen die Bauhandwerker dadurch nicht zur Seite gedrängt werden, sondern sollen eine Vorreiterrolle übernehmen. Lernen, lernen und nochmals lernen ist angesagt, meinte Dr. Bernhard Senft. Die Baubetriebe der Landkreise Eichsfeld und Nordhausen bilden eine Arbeitsgemeinschaft und kümmern sich um ein Produkt: Das Niedrig-Energie-Haus aus Nordthüringen.

Das Ganze hat dann auch einen Namen: „Kompetenzzentrum für Niedrig-Energie-Haus in Teamwork“. Um die Qualifizierung der Mitarbeiter durchführen zu können, wird das Nordthüringer Handwerk zum Beispiel durch das Arbeitsamt unterstützt. In der vorigen Woche hat Senft beim Bundesinstitut für Berufsbildung in Bonn den Zuschlag für dieses Projekt erhalten, jetzt wartet er auf den entsprechenden Fördermittelbescheid. Und dann soll es mit der Ausbildung, vielleicht im Schulungszentrum an der Rothenburgstraße, losgehen.

Um auf dem Markt der Anbieter solcher Häuser zu bestehen, muß man besser sein als die anderen, muß Innovationen anbieten. „Wir arbeiten derzeit mit der Firma Wienerberger zusammen, um einen speziellen Ziegel herzustellen, dessen Fugen kaum noch Wärme nach außen lassen. Mit der Bauhaus-Universität Weimar entwickeln wir einen neuen Iso-Mörtel und einen Kleber für die Ziegel und drei Fensterbauunternehmen der Region kümmern sich um Fenster und Türen, die den Wärmeverlust noch einmal halbieren sollen“, schwärmt Dr. Senft.

Wichtig an diesem Vorhaben ist außerdem die Sicherung bestehender Arbeitsplätze. Der Hauptgeschäftsführer des Nordthüringer Handwerks ist sich sicher, dass „wir in Nordthüringen 500 bis 600 Bauhandwerker mehr in Lohn und Brot halten können, als vergleichbare andere Regionen.“

Das Gelbe vom Ei so zusagen soll dann ein TÜV-Siegel für die neuen Häuser sein. Und der Preis? „Wir wollen unsere Häuser deutschlandweit im Jahr 2005 zu einem Preis anbieten, wie er im Jahr 2000 marktüblich war. Und diese Häuser verbrauchen jedoch nur noch ein Drittel der Energie ihrer Vorgänge des Baujahres 2000.“
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)