Mi, 15:08 Uhr
18.06.2003
"Das musste geschrieben werden!"
Nordhausen (nnz). Der 17. Juni 1953 in Nordhausen. Gestern gab es im Bürgersaal des Rathauses eine Lesung zu diesem Thema. Dabei stellten nnz-Autor Reiner Hellberg und Fritz Schmalz das Ergebnis ihrer Recherchen vor.
Eine gute Nachricht vornweg: Die Stadt Nordhausen wird die Autoren Reiner Hellberg und Fritz Schmalz dabei unterstützen, ihre Arbeit Der 17. Juni in Nordhausen als Buch heraus zu geben. Das hat Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke gestern bei der Lesung von Hellberg aus dem Manuskript zugesagt.
Rund 30 Gäste waren zur Lesung gekommen, um zu hören, was am 17. - und vor allem am 18. Juni 1953, als sich in Nordhausen 1500 Menschen im Ausstand befanden - in der Stadt geschah. Hellberg konzentrierte sich in seiner Darstellung vor allem auf das Geschehen in den Nordhäuser Betrieben, ging auf Einzelschicksale - zum Beispiel dem von Otto Reckstat - ein und beleuchtete dabei Ursachen und Folgen des Arbeiter- bzw. Volksaufstandes.
Diese Arbeit - die bei einigen Aspekten noch unvollständig ist - musste gemacht werden!, sagte Hellberg, auch um ein richtiges Bild von Nordhausen während des 17. Juni 1953 zu zeichnen. Er sei während der Sichtung von Protokollen, bei Interviews mit Zeitzeugen und mit Opfern des 17. Juni oft sehr niedergeschlagen gewesen angesichts der Schilderungen von auch physischen - Repressalien der DDR-Obrigkeit gegen die Aufständischen, sagte der Hellberg, der selbst aus politischen Gründen in der DDR inhaftiert war.
Hellberg bat alle Nordhäuser um Hinweise, Dokumente und Unterlagen zu den Geschehnissen am 17. Juni in Nordhausen. Das sei dringend nötig, um die Arbeit zu vervollständigen.
Autor: nnz
Eine gute Nachricht vornweg: Die Stadt Nordhausen wird die Autoren Reiner Hellberg und Fritz Schmalz dabei unterstützen, ihre Arbeit Der 17. Juni in Nordhausen als Buch heraus zu geben. Das hat Nordhausens Oberbürgermeisterin Barbara Rinke gestern bei der Lesung von Hellberg aus dem Manuskript zugesagt. Rund 30 Gäste waren zur Lesung gekommen, um zu hören, was am 17. - und vor allem am 18. Juni 1953, als sich in Nordhausen 1500 Menschen im Ausstand befanden - in der Stadt geschah. Hellberg konzentrierte sich in seiner Darstellung vor allem auf das Geschehen in den Nordhäuser Betrieben, ging auf Einzelschicksale - zum Beispiel dem von Otto Reckstat - ein und beleuchtete dabei Ursachen und Folgen des Arbeiter- bzw. Volksaufstandes.
Diese Arbeit - die bei einigen Aspekten noch unvollständig ist - musste gemacht werden!, sagte Hellberg, auch um ein richtiges Bild von Nordhausen während des 17. Juni 1953 zu zeichnen. Er sei während der Sichtung von Protokollen, bei Interviews mit Zeitzeugen und mit Opfern des 17. Juni oft sehr niedergeschlagen gewesen angesichts der Schilderungen von auch physischen - Repressalien der DDR-Obrigkeit gegen die Aufständischen, sagte der Hellberg, der selbst aus politischen Gründen in der DDR inhaftiert war.
Hellberg bat alle Nordhäuser um Hinweise, Dokumente und Unterlagen zu den Geschehnissen am 17. Juni in Nordhausen. Das sei dringend nötig, um die Arbeit zu vervollständigen.


