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Mo, 15:05 Uhr
16.06.2003

Alleingang ist nicht hinnehmbar

Nordhausen (nnz). Noch wird im Landkreis Nordhausen nicht offen über die bevorstehende Konzessionsabgabe für Trinkwasser diskutiert. Doch in einigen Gegenden regt sich bereits Unmut über den Alleingang der Stadt Nordhausen. Unter anderem in Ellrich.


500.000 Euro sollen schon in diesem Jahr in die Kasse der Stadt Nordhausen als Konzessionsabgabe des Wasserverbandes Nordhausen fließen. Was im Hauptausschuß unter anderem zu diesem Thema zu hören war (siehe nnz-Archiv), ist alles andere als erquicklich. Gebührenerhöhungen könnten für das Grundnahrungsmittel Nr. 1 „ins Haus der Menschen stehen“. Muß nicht sein, meinten andere Mitglieder des Hauptausschusses des Nordhäuser Stadtrates und der Veraltung unisono.

Wie dem auch sei: Im Landkreis wird diskutiert. So ist der Ellricher Bürgermeister Gerald Schröder nicht gegen eine Konzessionsabgabe, doch diese darf nicht mit einer exorbitanten Erhöhung der Gebühren für den Bürger verbunden sein. „Dann verzichten wir auf die Konzessionsabgabe“, so Schröder zur nnz. Doch mit der Stadt Nordhausen sitzen fast alle Kommunen des Landkreises im Verbandsboot. Und die Rolandstadt hat mit 50 Prozent fast die Mehrheit der Stimmen.

Sollte das dennoch so durchgezogen werden, dann könne sich Gerald Schröder sogar einen Austritt aus dem Verband vorstellen, „meinen Bürgern mute ich so etwas jedenfalls nicht zu! Das ist für mich ein widerlicher Alleingang!“ Schröder will das Thema in dieser Woche beim Gemeinde- und Städtebund diskutieren.

Ähnlich auch die Meinung in der Goldenen Aue. Hier kritisierte der Heringer CDU-Stadtrat Maik Schröter das Ansinnen der Stadt Nordhausen. Auf diese Art könne man städtische Finanzen nicht sanieren, sagte der Kommunalpolitiker heute.

Für den Kreisvorsitzenden des kommunalen Spitzenverbandes, Jürgen Hohberg, ist die beabsichtigte Konzessionsabgabe momentan kein Thema. Doch er werde sich damit wohl noch eingehend beschäftigen müssen. Als Sollstedter Bürgermeister tangiert ihn der Wasserverband Nordhausen sowieso nicht. Die Sollstedter gehören einem anderen Versorger, der „Eichsfelder Pforte“ an.
Autor: nnz

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