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Sa, 22:30 Uhr
14.06.2003

Frühe Entscheidung

Nordhausen (nnz). Am Nachmittag empfing Wacker 90 Nordhausen den SV Empor Buttstädt zum Rückrundenspiel um den Aufstieg in die Thüringenliga. Im Hinspiel hatte sich die Weißhaupt-Truppe bei der 1:4-Niederlage nicht mit Ruhm bekleckert. Heute musste ein 3:0 her, um das Unmögliche doch noch wahr zu machen. Ein Bericht von nnz-Mitarbeiter Rainer Hellberg.


Verspielt Angenehme Temperaturen, ein gut bespielbarer Rasen und 800 erwartungsfrohe Zuschauer bildeten gute Voraussetzungen für ein spannendes und packendes Spiel. Von Beginn an ging es gleich richtig zur Sache. Allerdings setzten nicht die Platzherren die Akzente, sondern die Gäste aus dem 4000-Seelen-Städtchen aus dem Kreis Sömmerda. Mit schnellem Flügelspiel und genauen Pässen überbrückten sie das Mittelfeld und sorgten ständig für Gefahr im Strafraum der Nordhäuser. Folgerichtig kam in der 17. Minute die Führung für Buttstädt. Schöbel narrte die gesamte Wacker-Abwehr, einschließlich Torwart Finsterbusch, und versenkte das Leder im Nordhäuser Kasten.

Hoffnung keimte drei Minuten später bei Wacker noch einmal auf, als Pistorius im Strafraum umgerempelt wurde und Ludwig den fälligen Elfmeter zum glücklichen Ausgleich verwandelte. Wer aber dachte, dass die Gastgeber nun endlich aufwachen und zu ihrem Spiel finden würden, sah sich leider getäuscht. Wacker agierte zu umständlich und vernachlässigte das Flügelspiel. Immer wieder blieben sie in der gut gestaffelten Gäste-Abwehr hängen. Die Empor-Elf war in allen Belangen die klar bessere Mannschaft, sie hatte die Nordhäuser fest im Griff. Die gute Leistung krönten sie in der 30. Minute mit der erneuten Führung. Keil war beim Eckstoß mit nach vorn geeilt. Er sprang auch am höchsten und köpfte unbedrängt ein. Wiederum standen Finsterbusch und seine Vorderleute bei diesem Treffer Pate. Damit waren für Nordhausen alle Messen gesungen.

In den ersten 45 Minuten hatten die Platzherren lediglich eine echte Chance, als Torhüter Blose einen von Kulbacki getretenen Freistoß gerade noch über die Latte lenken konnte (45.). Das sagt eigentlich schon alles über das Nordhäuser Spiel aus. Die Fans forderten lautstark: „Wir wollen euch kämpfen sehen!“. Aber die Luft bei Pistorius und Co. war raus, der letzte kämpferische Einsatz fehlte. Es spielte nur noch der Gegner, der trotz des geschafften Aufstiegs bis zum Schluss voll konzentriert agierte. Weißhaupt brachte Kühne für den enttäuschenden Verkouter (46.), Lüddemann für den angeschlagenen Pistorius(64.) und Schröter für den schwachen Nebelung. In der 83. Minute sorgte Kulbacki mit seinem Treffer zum schmeichelhaften 2:2-Endstand wenigstens dafür, dass den Nordhäusern eine Heimniederlage erspart blieb.

Die Enttäuschung über den verpassten Aufstieg hielt sich jedoch sowohl bei den Spielern als auch bei den Zuschauern in Grenzen. Nach den 90 wenig berauschenden Minuten aus Nordhäuser Sicht war sicherlich allen klar, dass das Leistungsvermögen zurzeit absolut nicht ausreicht, um in der Thüringenliga bestehen zu können. Auf den neuen Trainer Uwe Etzrodt wartet ein großes Stück Arbeit, wenn Wacker in der kommenden Saison erneut den Aufstieg anpeilen will. Allerdings müssen dazu noch einige neue Spieler her, denn mit dem derzeitigen Spielerpotenzial wird das wahrscheinlich kaum zu bewerkstelligen sein.
Autor: rh

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