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Mo, 14:24 Uhr
18.04.2011

Wie steht's mit dem Bildungspaket?

Bundesweit ist das milliardenachwere Bildungspaket der Bundesregierung nur schlecht aus den Startlöchern gekommen. Wie sieht es denn in Nordhausen aus?

Das derzeit deutschlandweit viel diskutierte Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung ist im Landkreis Nordhausen verhalten angelaufen – im Vergleich mit anderen Städten jedoch offenbar besser: Bislang sind in der gemeinsamen Anlaufstelle von Jobcenter und Landratsamt Nordhausen insgesamt fast 500 Anträge eingegangen.

Die Anträge betreffen 337 Kinder von Eltern, die Arbeitslosengeld II beziehen im Rechtskreis SGB II sowie 146 Kinder von Eltern, die Wohngeld, Kinderzuschlag oder Sozialhilfe bekommen. Dies entspricht knapp 18 Prozent bei einer hochgerechneten Anzahl von 1.900 potentiell leistungsberechtigten Kindern im ALG II-Bezug bzw. fast 9 Prozent der 1.700 Kinder, die die übrigen Hilfen erhalten. Die meisten Anträge beziehen sich auf das Mittagessen, dies waren allein 222 Anträge im SGB II.

Nach dem derzeit geltenden Bundesgesetz müssen alle ALG II- und Sozialhilfebezieher bis zum 30. April ihre Anträge abgeben, um rückwirkend für das erste Quartal des Jahres eine Erstattung zu erhalten. Für Empfänger von Wohngeld und Kinderzuschlag gilt der 31. Mai als Frist. Allerdings denkt das Bundesarbeitsministerium aktuell über eine Fristverlängerung nach.

Wer sich schon zu Hause über das Bildungspaket erkundigen will, kann dafür ein neues Informationsblatt auf der Internetseite des Landratsamtes nutzen. Diese Informationen sowie das Antragsformular stehen unter www.landratsamt-nordhausen.de im Menüpunkt Landratsamt unter Jobcenter zum Herunterladen und Ausdrucken bereit. Die gemeinsame Anlaufstelle zum Bildungs- und Teilhabepaket im Dienstsitz des Jobcenters in der Uferstraße ist auch in den Osterferien regulär geöffnet.

Beantragt werden können Kita- und Schulausflüge sowie mehrtägige Klassenfahrten, ein Zuschuss zum Mittagessen in Kitas und Schulen, Lernförderung für Schüler, bei denen in Absprache mit der Schule ein zusätzlicher Bedarf gesehen wird und die Teilnahme am kulturellen und sozialen Leben. Diese Leistungen werden als Gutscheine ausgereicht. Als Geldleistung wird das Schulbedarfspaket ausgezahlt – 70 Euro zum Schuljahresbeginn sowie 30 Euro zu Beginn des zweiten Halbjahres. Schülerbeförderungskosten können ab einer bestimmten Entfernung zur Schule erstattet werden, wenn nicht der Schulträger bereits die Kosten übernimmt.
Autor: nnz

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Kommentare
mmm
18.04.2011, 22:38 Uhr
Schade!
Es ist doch echt klasse, d. immerhin 18 bzw.9 Prozent der Kinder in Zukunft finanzielle Unterstützung bekommen. Wo ist denn der Rest?? Haben die es denn nicht nötig?? Sind H4 Empfänger zu faul auf dem Amt finzielle Zuschüsse für Ihre Kinder zu beantragen?ß Erst heißt es diese Kinder können nicht an Sport, Musik oder anderen Freizeitveranstaltungen usw. teilnehmen und jetzt beantragt es niemand? Verstehe.Bargeld wäre den meisten wohl lieber, um wieder bei dem sich somit bestätigenden Vorurteil anzukommen d. die Eltern dieses Geld lieber für Alkohol und Nikotin ausgeben. Leider trifft es wie immer die Falschen- die Kinder!
Left of Life
19.04.2011, 10:30 Uhr
Bildungspaket floppt. Warum?
Es geht ganz sicher nicht um das Geld, dass die Betroffenen allein für sich verprassen wollen. Diese alte Bildzeitungslüge ist längst als falsch entlarvt. Zum einen fehlt es definitiv an Informationen für die Eltern. Hier hätten die Vereine, Schulen, Kitas usw längst Vorarbeit leisten müssen, nachdem klar war, dass von der Leyen nichts an Informationsweitergabe gelegen war und ist.

Zum anderen ist die Gutscheinpraxis eben nicht geeignet, die Eltern zu motivieren, etwas zu beantragen, denn auch die Eltern wissen, dass die Diskriminierungspraxis der BMAS und ihrer Ableger Erfolg zeigt und die Kinder in den Schulen in Bedrängnis bringen kann. Dann verzichte ich lieber auf den leyenhaften Unfug!

Allein schon das dreimonatige Hick Hack hat die Menschen verunsichert und nun eine so kurze Frist anzusetzen ist die bloße Veralberung. Das alles ist geplant und gewollt.

Beträge aus dem Bildungspaket, das genaugenommen nur eine weitere Verhöhnung der Betroffenen ist, sollen so sparsam wie nur irgend möglich gezahlt werden. Daher die fehlenden Infos.

Vorsicht bitte vor uralten und nicht haltbaren Vorurteilen!
Retupmoc
19.04.2011, 12:33 Uhr
Leyenhaft
Für mmm und alle anderen Kunden von Zeitungen mit 4 Buchstaben möchte ich Ihnen einmal grundsätzliches zum Bildungspaket erklären...

1. Bestimmt haben nicht die Hartz4-Empfänger protestiert das die Kinder keine Bildungsteilhabe besitzen. Das ist auf dem Bildungsmist der Regierung gewachsen.

2. Bestimmte Presse und TV haben dann wieder auf Kosten der Armen eine Schlacht in den Medien inszeniert und Leute wie Sie, sind mal wieder darauf reingefallen.


Die Wahrheit ist:

Eine Teilhabe von Kindern ärmerer Familien war bereits vorher möglich. In meinem Sportverein, dem ich angehöre, kann man auch ohne Bildungspaket als Kind für einen Euro im Monat zum Fußball, Tanzen oder Kegeln gehen. Das die Musikschule zum Beispiel über einen Obulus von 10 Euro im Monat lachen würde, steht auf einem anderen Blatt.

Viel schlimmer ist für diese Kinder die Diskriminierung die sie durch die Beantragung erleiden. Jeder Mitschüler, jeder Lehrer sieht dann wessen Eltern das Armutseinkommen dieser unfähigen Regierung bekommen. Aussderm, wer geht schon gern zur Arge und beantragt etwas? Also ich nicht!

Wenn diese leyenhafte und vermerkelte Regierung einen Hintern in der Hose hätte, würde sie das Geld nehmen und ALLEN KINDERN ein warmes Schulessen garantieren. Dazu eine Flasche Trinkmilch. Ich weiss, das ist DDR - Nostalgie, das geht mit einer CDU/FDP - Regierung nicht. man müsste ja zugeben, das die Genossen früher auch ab und zu mal etwas für die Bevölkerung getan haben. Und was die Bildung betrifft... Wieso ist es nicht möglich, das sich ein Hartz4-Kind ohne Gutscheine von der Arge mit dem gültigem Bescheid für die Eltern bei einer Bildungseinrichtung anmeldet und diese dann mit dem zuständigem Ministerium abrechnet. Und ich sage mal, die Kosten werden für dieses Kind egal wo und egal wielange halbiert?

Dieses ganze Bildungspaket ist leyenhaft und sinnfrei. Jeder normal denkende Mensch sieht das so !
Madame-Cherie
19.04.2011, 13:47 Uhr
Maschinerie der Meinungs- und Stimmungsmache ...
... funktioniert wieder mal super!

@ mmm
Wenn ich mal erinnern darf, im Grundgesetz steht ganz deutlich, dass die Erziehung eines Kindes den Eltern obliegt. Komischer Weise interessiert das nicht bei Eltern die im Hartz IV Bezug sind.

Warum? Das kann ich Dir auch sagen, weil diese Menschen den Sündenbock spielen sollen! Es ist traurig, dass viele auf diese Meinungs- und Stimmungsmache immer noch her fallen.

Denn es sind weiß Gott ganz wenige solcher Personen die de facto nur aufs Geld aus sind. Kannst Du Dir überhaupt vorstellen, was es für Betroffene bedeutet, die mit solchen Leuten, die es leider nun mal gibt, auf eine Stufe gestellt zu werden? Sicherlich nicht! Denn für Dich scheinen ja alle Hartz IV Empfänger gleich zu sein.

Vielleicht solltest Du Dir das Bildungspaket mal unter die Lupe nehmen, um überhaupt zu verstehen, dass dieses sogenannte Bildungs-und Teilhabepaket nichts weiter ist als eine Verhöhnung der Kinder und ihrer Eltern.

Bildungspaket unter die Lupe genommen ... googeln hilft.
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