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So, 08:08 Uhr
17.04.2011

nnz/kn-Tipp: Verlustgeschäft

Die Furcht der Bundesbürger vor der Geldentwertung hat in diesem Jahr kräftig Nahrung bekommen: Die Benzinpreise sind stark gestiegen, auch viele Lebensmittel haben sich verteuert. Der Umbau der Energiewirtschaft nach dem möglichen Ausstieg aus der Kernenergie könnte zu höheren Strompreisen führen.


Detlef Pohl, Wirtschaftsjournalist aus Berlin, hält die aktuellen Ängste dennoch für übertrieben: "Die volkswirtschaftlichen Indikatoren sprechen nicht für eine hohe Inflation in nächster Zeit." Richtig und wichtig seien für Anleger weiterhin eine gute Mischung und eine breite Streuung des Portfolios.

Keine blinde Flucht in "Betongold"

Die breite Streuung des Vermögens ist auch nach Ansicht von Dr. Annabel Oelmann, Leiterin Gruppe Finanzdienstleistungen bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, der beste Schutz vor Inflation. Neben der Anlage in Tagesgeld, Festgeld und Spareinlagen könnten dazu auch Investmentfonds und Sachwerte gehören.

Dr. Oelmann: "Wie die konkrete Aufteilung aussehen sollte, ist individuell sehr verschieden. Das hängt von der Größe des Vermögens, aber auch von der persönlichen Bereitschaft zum Risiko ab." Aus Angst vor der Inflation sollte man keinesfalls blind in "Betongold" flüchten: "Niemand weiß, ob, wann und in welcher Höhe eine Inflation kommt und ob eine Immobilie dann wirklich davor schützt."

So wird die Inflation nicht zum Renditekiller

Was aber kann der private Anleger tun, um bei einer Inflationsrate von etwa zwei Prozent zumindest kein Geld zu verlieren? Schlecht verzinste Sparbücher mit Renditen von 0,2 bis maximal einem Prozent Zinsen sind derzeit ein Minusgeschäft. Rentablere und ebenso sichere sowie flexiblere Anlageformen sind Monats- oder Festgeld. Dieter Sprott, Experte für Geldanlagen bei den Ergo Direkt Versicherungen: "Ein Zinsvergleich lohnt sich immer."
Autor: nnz

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