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So, 07:28 Uhr
17.04.2011

Offensive für Speichertechnologien

Im Zuge der Energiewende taucht ein Problem auf, von dem sich die Bundesregierung durch eine Forschungsoffensive eine Lösung erhofft. Denn bislang fehlen brauchbare Technologien, die das Speichern von Strom im großen Ausmaß ermöglichen.


Im Gegensatz zur Energieerzeugung in einem herkömmlichen Kraftwerk, die man immer dem momentanen Bedarf anpassen kann, richten sich Wind-, Sonne- und Wasserkraft nicht nach dem menschlichen Rhythmus. Um die von diesen erneuerbaren Energiequellen außerhalb der Stoßzeiten erzeugte Energie speichern zu können, braucht man entsprechende technische Einrichtungen wie zum Beispiel sogenannte Pumpspeicherkraftwerke.

Die "Förderinitiative Energiespeicher" von Wirtschafts-, Umwelt- und Forschungsministerium mit einem Budget von 200 Millionen Euro soll nun die entsprechenden Forschungen von Wissenschaftlern und Unternehmen voranbringen. Wenn bis Mitte Juni dieses Jahres das Atomkraft-Moratorium abläuft, werden eventuell weitere Gelder für förderungswürdige Demonstrationsanlagen und Forschungsprojekte zur Verfügung gestellt werden. Da die Energiewende der Regierung beschlossene Sache ist und auch immer mehr Verbraucher nach einem Stromanbietervergleich z.B. auf steckdose.de zu Stromanbietern mit Energie aus erneuerbaren Ressourcen wechseln, ist der Bedarf an effizienten Stromspeichertechnologien größer denn je.

Stromverbrauch vs. Stromerzeugung

Denn Wind, Sonne und Gezeitenströme können nicht beliebig ein- oder abgestellt werden, wenn der Stromverbrauch gerade niedrig ist. Mit einem herkömmlichen Kraftwerk, das hoch- oder heruntergefahren werden kann, lassen sich die Schwankungen zwischen hohem und niedrigem Verbrauch noch recht gut abfedern. Doch bei aus erneuerbaren Quellen erzeugter Energie braucht man einen effizienten Stromspeicher als Puffer bei hohen Differenzen zwischen Stromerzeugung und -verbrauch.

Pumpspeicherkraftwerke könnten die Lösung für dieses Problem sein: In Zeiten über dem Verbrauch liegender Energiegewinnung, etwa bei starkem Wind, pumpt man Wasser mit dem durch die Windkraftanlagen erzeugten Strom in höhergelegene Wasserspeicher. Lässt aber der Wind nach, sodass die erzeugte Strommenge den augenblicklichen Strombedarf nicht mehr decken kann, dann wird das in der Höhe gespeicherte Wasser abgelassen und treibt dabei Turbinen an, die die Energie quasi wieder 'zurückgewinnen' und ins Netz speisen.

Die Suche nach Stromspeichertechnologien

Ein solches Pumpspeicherkraftwerk kann entweder mit auf unterschiedlicher Höhe an Berghängen aufgestellten Becken oder nach demselben Prinzip unterirdisch angelegt sein. Während die Pumpspeicher-Technologie schon marktreif ist, wird an anderen Lösungen noch geforscht. Eine Idee ist zum Beispiel, Wasser mit Hilfe von Strom elektrolytisch in Wasserstoff und in einem zweiten Schritt mit Kohlendioxid zu Methan umzuwandeln. Aus dem Methan würde dann wiederum durch Verbrennung Energie erzeugt.

Der "Masterplan Energieforschung" der zuständigen Forscher in der Unionsfraktion soll die Forschungsbemühungen unabhängiger Institutionen in Deutschland fördern. In dem nun außerdem geforderten "Wissensforum Energie" sollen die Ergebnisse von unabhängigen Stellen und Institutionen zusammengetragen werden, um die Suche nach geeigneten Technologien voranzubringen.
Autor: nnz

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