Di, 06:26 Uhr
10.06.2003
nnz-Rückspiegel: 9. Juni 2002
Nordhausen (nnz). Wenn Sie wissen wollen was vor einem Jahr im Landkreis Nordhausen los war, dann ist das kein Problem. Die nnz hat für Sie in ihrem Archiv gestöbert. Heute:
An der Wand und Besorgnis auf Schienen
Mit dem Rücken an der Wand
Eindringlich appellierte der Städte- und Gemeindebund am Freitag in Berlin an den Bund, Maßnahmen zur Verbesserung der kommunalen Finanzkraft in die Wege zu leiten. Dazu einige Zahlen zur Erläuterung...
Die 13.000 deutschen Kommunen beklagen einen dramatischen Einbruch ihrer Einnahmen und sehen ihre Handlungsfähigkeit bedroht. "Die Städte und Gemeinden stehen mit dem Rücken zur Wand", sagte der Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Roland Schäfer, am Freitag in Berlin. Bei ihrem Gemeindekongress forderten sie eine Soforthilfe zur Stärkung der kommunalen Investitionskraft.
Nach den Worten des Hauptgeschäftsführers Gerd Landsberg übersteigen mittlerweile die Ausgaben für die Sozialhilfe die Gewerbesteuer-Einnahmen. 2001 seien die Gewerbesteuer-Einnahmen um gut 2,2, Milliarden Euro und damit um 11,5 Prozent gesunken. Für die 2,7 Millionen Bezieher von Sozialhilfe hätten die Kommunen fast 10 Milliarden Euro bezahlt. Nach Angaben des Verbandes sind in den vergangenen zehn Jahren die kommunalen Sozialausgaben um 30 Prozent gestiegen. Neben der Hilfe zum Lebensunterhalt müssten die Kommunen weitere 9,2 Milliarden Euro für die Eingliederungshilfen für Behinderte ausgeben...ausführlich im nnz-Archiv
Besorgnis auf Südharzer Schienen
"Normalerweise freuen wir uns auch über gedeihende Pflanzen. Nur eben nicht zwischen den Schienen!" So kommentiert die Initiative "Höchste Eisenbahn für den Südharz", den Zustand einiger Gleisabschnitte zwischen Herzberg und Nordhausen bzw. Bad Lauterberg. Seit Jahren ist hier der früher regelmäßig eingesetzte Unkrautzug der Deutschen Bahn nicht mehr gefahren. Anders zwischen Herzberg und Northeim: Hier ist er, da andere Leute für die Strecke zuständig sind, eingesetzt worden. Die Auswirkungen von Pflanzenbewuchs zwischen den Schienen sind eher mittelfristig, dann aber gravierend. Die Schotterschicht wird nach und nach undurchlässig, der Oberbau und die Lage des Gleises beginnt zu leiden. "Am Ende werden mit Unschuldsmiene wieder Tempolimits verhängt, die in diesem Falle wirklich vermeidbar sind" meint man bei Höchste Eisenbahn...ausführlich im nzz-Archiv
Autor: nnzAn der Wand und Besorgnis auf Schienen
Mit dem Rücken an der Wand
Eindringlich appellierte der Städte- und Gemeindebund am Freitag in Berlin an den Bund, Maßnahmen zur Verbesserung der kommunalen Finanzkraft in die Wege zu leiten. Dazu einige Zahlen zur Erläuterung...
Die 13.000 deutschen Kommunen beklagen einen dramatischen Einbruch ihrer Einnahmen und sehen ihre Handlungsfähigkeit bedroht. "Die Städte und Gemeinden stehen mit dem Rücken zur Wand", sagte der Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Roland Schäfer, am Freitag in Berlin. Bei ihrem Gemeindekongress forderten sie eine Soforthilfe zur Stärkung der kommunalen Investitionskraft.
Nach den Worten des Hauptgeschäftsführers Gerd Landsberg übersteigen mittlerweile die Ausgaben für die Sozialhilfe die Gewerbesteuer-Einnahmen. 2001 seien die Gewerbesteuer-Einnahmen um gut 2,2, Milliarden Euro und damit um 11,5 Prozent gesunken. Für die 2,7 Millionen Bezieher von Sozialhilfe hätten die Kommunen fast 10 Milliarden Euro bezahlt. Nach Angaben des Verbandes sind in den vergangenen zehn Jahren die kommunalen Sozialausgaben um 30 Prozent gestiegen. Neben der Hilfe zum Lebensunterhalt müssten die Kommunen weitere 9,2 Milliarden Euro für die Eingliederungshilfen für Behinderte ausgeben...ausführlich im nnz-Archiv
Besorgnis auf Südharzer Schienen
"Normalerweise freuen wir uns auch über gedeihende Pflanzen. Nur eben nicht zwischen den Schienen!" So kommentiert die Initiative "Höchste Eisenbahn für den Südharz", den Zustand einiger Gleisabschnitte zwischen Herzberg und Nordhausen bzw. Bad Lauterberg. Seit Jahren ist hier der früher regelmäßig eingesetzte Unkrautzug der Deutschen Bahn nicht mehr gefahren. Anders zwischen Herzberg und Northeim: Hier ist er, da andere Leute für die Strecke zuständig sind, eingesetzt worden. Die Auswirkungen von Pflanzenbewuchs zwischen den Schienen sind eher mittelfristig, dann aber gravierend. Die Schotterschicht wird nach und nach undurchlässig, der Oberbau und die Lage des Gleises beginnt zu leiden. "Am Ende werden mit Unschuldsmiene wieder Tempolimits verhängt, die in diesem Falle wirklich vermeidbar sind" meint man bei Höchste Eisenbahn...ausführlich im nzz-Archiv


