Sa, 12:56 Uhr
03.02.2001
nnz-CD-Tipp: DIE HAPPY: "Supersonic Speed"
Nordhausen (nnz). Straighter Crossover und Alternative Rock könnte man über den ersten Longplayer der live schon hundertfach erprobten und wegen ihres druckvollen, schnörkellosen Stils geschätzten Band DIE HAPPY schreiben. Vergleichend ließen sich Skunk Anansie oder die Guano Apes heranführen, doch im Gegensatz zu den Göttinger Apes serviert "Supersonic Speed" eine Sängerin, die den Namen verdient. Einschlägige Herrenmagazine wüssten mit Sicherheit noch andere Vorzüge an der jungen Pragerin Marta Jandovà herauszustreichen, ich will mich aber auf die stimmlichen Qualitäten beschränken. Denn Martas ausdrucksstarke und modulationsfähige Röhre ist es, die den Sound der Ulmer Band nachhaltig prägt. Charismatisch und beschwörend, voller Power und auch wieder einschmeichelnd führt sie durch die dreizehn recht unterschiedlich starken Songs auf vorliegendem Album. Die drei Jungs an ihrer Seite bearbeiten Gitarre, Bass und Schlagzeug sehr professionell und gut aufeinander abgestimmt. Ohne ihre Frontfrau mit bärenstarker Stimme würden sie sich wohl kaum aus der Masse ebenbürtiger, begabter Musiker heraushieven können. Doch mit solchen Gedanken braucht sich das komponierende Trio momentan nicht belasten. Mit dem titelgebenden Kracher "Supersonic Speed" haben sie jedenfalls einen hitverdächtigen Song am Start. Bei anderen Bands genommene Anleihen sind unverkennbar, aber durchaus legitim und dem Album dienlich. Ab Montag, 5. Februar steht die Scheibe in den Plattenläden. Produziert hat sie der H-Blockx-Producer Ralph Quick und welchen speed sie wirklich entwickelt, werden die nächsten Wochen zeigen. Nähere Infos zur Band gibt es unter www.diehappy.de.
