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Sa, 16:15 Uhr
07.06.2003

nnz-Kurz-News aus Thüringen

Nordhausen (nnz). Die nnz-Redaktion hat die wichtigsten Thüringer Meldungen diesen heißen Tages für Sie zusammengetragen. Mit einem Klick sind Sie auf dem Laufenden.


Keine Übernahme
Die Arbeitgeber haben sich in scharfem Ton gegen eine Übernahme des Stufenplans zum Übergang auf die 35-Stunden-Woche in der ostdeutschen Stahlbranche auch durch die Metall- und Elektroindustrie ausgesprochen. „Der von der IG Metall durch einen massiven Streik erpresste Abschluss in den sieben Unternehmen der ostdeutschen Stahlindustrie schadet dem Aufbau Ost und ist in keinem Fall auf die Metall- und Elektroindustrie übertragbar“, sagte Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt am Samstag in Berlin.


Einigung Ost-Stahlindustrie
Der Tarifkonflikt in der ostdeutschen Stahlindustrie ist beigelegt. Arbeitgeber und IG Metall einigten sich am frühen Sonnabendmorgen in Berlin auf einen Kompromiss zur Einführung der 35-Stunden-Woche. Danach soll die Wochenarbeitszeit bis 1. April 2009 schrittweise von derzeit 38 auf dann 35 Stunden reduziert werden. Mit der nach mehr als 13-stündigen Verhandlungen erreichten Tarifeinigung für die 8000 ostdeutschen Stahlkocher stehen auch die am Montag begonnenen Streiks vor dem Ende.


Keine Kürzung bei Stadtumbau
Thüringen will nach Angaben von Innenstaatssekretär Manfred Scherer trotz der äußerst angespannten Haushaltslage beim Geld für Stadtumbau-Projekte nicht sparen. Das Bund-Länder-Programm „Stadtumbau Ost“ würde weiter anteilig aus der Landeskasse finanziert, sagte er am Samstag in Erfurt. Erstmals 2002 sei in Thüringen der Wohnungsleerstand im Freistaat nicht weiter angestiegen.


Ein Toter und vier Schwerverletzte bei Unfall
Bei einem Unfall in Kleinmölsen (Landkreis Sömmerda) ist am Samstag ein 29 Jahre alter Autofahrer getötet worden. Vier Menschen wurden schwer verletzt, berichtete das Lagezentrum des Innenministeriums in Erfurt. Eine 19 Jahre alte Autofahrerin hatte an einer Kreuzung die Vorfahrt nicht beachtet und stieß mit dem Auto des 29-Jährigen zusammen. Die Fahrzeuge schleuderten in zwei andere Autos. Es entstand Schaden in Höhe von rund 12 000 Euro.


Vogel: Kooperation fortsetzen
Thüringens zurückgetretener Ministerpräsident Bernhard Vogel (CDU) hat sich für eine weitere Kooperation des Freistaats mit Sachsen und Sachsen-Anhalt ausgesprochen. Die Initiative Mitteldeutschland müsse weitergeführt werden, sagte er am Samstag bei einem Empfang zum Regierungswechsel in der Erfurter Staatskanzlei. Zur Verabschiedung von Vogel waren die CDU-Regierungschefs Georg Milbradt (Sachsen) und Wolfgang Böhmer (Sachsen-Anhalt) gekommen. Nachfolger von Vogel ist Dieter Althaus.


Premiere für langen Einkaufssamstag
Auch in Thüringen haben Händler an diesem Samstag erstmals regulär länger als bisher geöffnet. Nach der Änderung des Ladenschlussgesetzes können Kunden vor allem in den Warenhäusern und Einkaufszentren der großen Städte Erfurt, Jena und Gera bis 20.00 Uhr einkaufen. Der Thüringer Einzelhandelsverband schätzt, dass in den kommenden Monaten deutlich mehr als die Hälfte der Handelsunternehmen in den großen Städten längere Öffnungszeiten als bis 16.00 Uhr testen. Ein deutlicher Umsatz wird nicht erwartet.


Standortvorteil durch Freigabe der A 71
Das Handwerk in Südthüringen erwartet durch die Freigabe der Autobahn A 71 wirtschaftliche Impulse, rechnet aber auch mit mehr Konkurrenz. „Zeit ist Geld. Durch die schnellere Anbindung können viele Betriebe Fahrzeit sparen“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Suhl, Friedhelm Enke, in einem dpa-Gespräch. Auch durch Wartungsaufträge an der Strecke könne das Handwerk profitieren. „Da muss jemand schnell vor Ort sein - das kann kein Billiganbieter aus der Ferne leisten.“


Letzte Entscheidung über Einheitsstadt Mitte Juni
Die endgültige Entscheidung über die geplante Einheitsstadt Leinefelde-Worbis wird Mitte Juni fallen. Der Gemeinderat von Ferna will am 16. Juni sein Votum abgeben. Dann liege das Ergebnis einer Bürgerbefragung vor, sagte Bürgermeister Karl-Josef Reimann (CDU) am Samstag der dpa. Die rund 400 Wahlberechtigten des Ortes sollen entscheiden, ob sich Ferna der künftigen Einheitsstadt Leinefelde-Worbis oder der benachbarten Verwaltungsgemeinschaft „Lindenberg/Eichsfeld“ anschließt.


Ost-ABM nicht wieder aufstocken
Der Chef der Bundesanstalt für Arbeit, Florian Gerster, hat Forderungen ostdeutscher Politiker nach einer Wiederaufstockung von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen (ABM) und beruflicher Fortbildung zurückgewiesen. „Scheinarbeitsmärkte nützen langfristig niemanden. Sie kosten Milliarden ohne dauerhaften Effekt“, sagte Gerster der „Sächsischen Zeitung“ (Dresden/Samstag). Der Instrumentenkasten der Bundesanstalt sei für die Strukturprobleme im Osten nicht immer geeignet.


Trockene und warme Luft - bis 27 Grad
Hoch „Annika“ bringt am Samstag trockene und warme Luft nach Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Nachdem sich vereinzelter Frühnebel verzogen hat, erreichen die Tageshöchstwerte 25 bis 27 Grad, auf dem Brocken bis 17 Grad. Trotz vereinzelter Schleierwolken bleibt es fast überall trocken.
Autor: nnz

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