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Do, 13:32 Uhr
05.06.2003

nnz-Doku: Der Arbeitsmarkt im Mai

Nordhausen (nnz). Die Arbeitsmarktdaten für den Monat Mai liegen vor. Weiter unten ist die nnz auf die Zahlen des Landkreises Nordhausen eingegangen. Auch diesmal liefern wir Ihnen den ge-samten Bericht des Arbeitsamtes Nordhausen innerhalb unserer Doku-Reihe.


Situation auf dem Arbeitsmarkt weiterhin angespannt
Die Zahl der Arbeitslosen ist im Mai in Nordthüringen saisonbedingt wieder zurückgegangen. Die Abnahme fiel aber geringer aus als sonst in diesem Monat üblich. Damit blieb auch im Mai die Frühjahrsnachfrage wie im April unter den Ergebnissen der Vorjahre. Die eingegangenen Stellenangebote für die Folgemonate weisen auf keine Verbesserung der Situation in den Unternehmen hin. Ab diesem Berichtsmonat werden zur Berechnung der Arbeitslosen-quoten die neuen Beschäftigtendaten aus dem Jahr 2002 zu Grunde gelegt. Die Auswertungen zeigen, dass die Erwerbstätigkeit zurückgegangen ist. Dadurch errechnet sich die Ar-beitslosenquote höher, als auf der Basis der Beschäftigtenzahlen aus 2001. Die schwierige Lage auf dem Arbeitsmarkt beeinflusst die Versorgung der Schulabgänger mit betrieblichen Ausbildungsstellen. Von Oktober 2002 bis Ende Mai konnten 1.323 Ausbildungsstellen akquiriert werden, das sind über 200 weniger als im Vorjahreszeitraum.


Mehr Männer und Frauen arbeitslos als vor einem Jahr
Ende Mai waren in den Dienststellen des Arbeitsamtes insgesamt 29.203 Arbeitslose registriert, 1.250 weniger als vor einem Monat, aber 1.493 mehr als vor einem Jahr. Nur im Jahr 1998 gab es im Mai mehr Arbeitslose als in diesem Jahr. Saisonal bedingt haben wieder mehr Männer als Frauen die Arbeitslosigkeit beendet. Ende des Berichtsmonats gab es noch 14.082 arbeitslose Männer, das sind zwar 1.040 weniger als im Vormonat, im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das aber einen Anstieg um 947. Die angespannte Situation auf dem Ar-beitsmarkt führte auch bei den Frauen im Vergleich zum Vorjahr zu einer ansteigenden Arbeitslosigkeit. Mit 15.121 arbeitslosen Frauen gab es in Nordthüringen 546 mehr als vor zwölf Monaten, gegenüber dem Vormonat hat sich die Zahl aber um 210 verringert.


Neue Bezugsgröße zur Berechnung der Arbeitslosenquote
Die Bezugsbasis zur Berechnung der Arbeitslosenquote ist eine für diese Zwecke berechnete Nennergröße. Die Bezugsbasis der abhängigen zivilen Erwerbspersonen ist die Summe der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, der Beamten, der geringfügig Beschäftigten und der Arbeitslosen jeweils zum Monatsende Juni eines Jahres. Dabei beinhaltet die Zahl der geringfügig Beschäftigten nicht die Personen, die neben einer sozialversicherungspflichtigen auch einer weiteren geringfügigen Beschäftigung nachgehen oder aber arbeitslos sind und finanzielle Leistungen vom Arbeitsamt erhalten. Die Größe der abhängigen zivilen Er-werbspersonen, erweitert um die Selbständigen und mithelfenden Familienangehörigen, ergibt die Bezugsgröße aller zivilen Erwerbspersonen. Von Mai 2002 bis April 2003 galten in der Bundesanstalt für Arbeit für die Berechnung der Arbeitslosenquoten die Bezugsgrößen auf der Basis der Beschäftigtenstatistik zum Juni 2001, ab Mai 2003 gelten die neuen Größen zum Stand 30. Juni 2002. Die Auswertung der Beschäftigtenstatistik per 30. Juni 2002 zeigt, dass die Erwerbstätigkeit weiter zurück gegangen ist. Insgesamt ist die Bezugsgröße auf der Basis der abhängigen zivilen Erwerbspersonen gegenüber dem Vorjahr um 967 niedriger und beträgt 143.280. Innerhalb des Arbeitsamtes stieg nur in der Geschäftsstelle Heiligenstadt die Bezugsgröße um 210 an, während in den anderen Regionen niedrigere Zahlen ausgewiesen werden. Auch die Zahl der Selbständigen hat sich im Vergleich zum Juni 2001 verringert. Dadurch ist die Bezugsgröße aller zivilen Erwerbspersonen um 1.909 auf 154.000 zurückgegangen.


Vergleich der Bezugsgrößen zur Berechnung der Arbeitslosenquoten
(von Mai 2002 bis April 2003 auf der Basis Juni 2001, ab Mai 2003 aus der Basis Juni 2002)


Die Arbeitslosenquoten sind durch die Veränderungen der Beschäftigtenzahlen mit dem Vormonat und dem Vorjahresmonat nicht mehr vergleichbar. Ende Mai ergibt sich auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen eine Arbeitslosenquote in Höhe von 19,0 Prozent. Durch die Verringerung der Bezugsbasis errechnet sich die Arbeitslosenquote höher als auf der Basis der Erwerbspersonen 2001. Auf der Basis der abhängigen zivilen Erwerbspersonen ergibt sich für den Mai eine Quote von 20,4 Prozent, vor einem Jahr wurde diese noch in Höhe von 19,2 Prozent ausgewiesen. Für die Männer liegt die Arbeitslosenquote bei 18,7 Prozent, für die Frauen noch bei 22,2 Prozent.


Knapp 1.800 Meldungen aus einer Beschäftigung
Insgesamt wurden von 3.289 Frauen und Männern in den Dienststellen des Arbeitsamtes Arbeitslosmeldungen entgegen genommen. Damit gingen im Mai 594 Personen weniger in die Arbeitslosigkeit als im April. Zwei Drittel dieses Rückgangs resultieren aus weniger Ent-lassungen im ersten Arbeitsmarkt. Insgesamt mussten sich aber 151 Personen mehr arbeitslos melden als im Vergleich zum Vorjahr. Von den Meldungen erfolgten 1.787 aus einer Er-werbstätigkeit, 400 mehr als im Mai des Vorjahres. Dagegen fielen im Berichtsmonat Mel-dungen aus einer Nichterwerbstätigkeit spürbar niedriger an.

Von den Personen, die vorher einer Beschäftigung nachgingen, kamen 1.200 aus dem ersten Arbeitsmarkt, 340 weniger als im April. Die Zahl der Teilnehmer aus Beschäftigung schaffenden Maßnahmen, die sich im Mai wieder arbeitslos melden mussten, betrug 460 und ist damit nur um rund 20 höher als vor vier Wochen. Rückläufig ist die Zahl der Meldungen von Jugendlichen, die den Wehr- und Zivildienst abgeleistet sowie die Zahl der Personen, die ihre Selbständigkeit aufgegeben haben.

Entlassungen nahmen im Mai vor allem das Baugewerbe und der Handel vor. Rund 320 Männer setzte das Baugewerbe frei und aus dem Handel kamen 200 Personen. In Betrieben des verarbeitenden Gewerbes wurden rund 160 Arbeitnehmer entlassen, 130 weniger als im April und 40 weniger als im Vorjahresmonat. Aus Betrieben, die Dienstleistungen für Unternehmen erbringen, meldeten sich im Mai 110 Frauen und Männer, 20 weniger als im April. Auch im Bereich Erziehung und Unterricht, im Gesundheits- und Sozialwesen so-wie in Unternehmen, die sonstige öffentliche und persönliche Dienstleistungen erbrin-gen, gingen weniger Arbeitnehmer in die Arbeitslosigkeit als im April, im Vergleich zum Vorjahr aber insgesamt rund 120 mehr.

Nach einer Ausbildung mussten sich erst einmal über 390 Teilnehmer arbeitslos melden, weil nicht unmittelbar im Anschluss gleich ein Arbeitsplatz gefunden werden konnte. 36 die-ser Personen haben allerdings ihre Ausbildung abgebrochen und somit keinen Abschluss er-reicht. 60 der Teilnehmer absolvierten betriebliche oder außerbetriebliche Ausbildungen. 1.111 Frauen und Männer sprachen im Arbeitsamt vor, ohne vorher beschäftigt zu sein. Von diesen Personen stellten sich fast 660 nach Arbeitsunfähigkeit, 330 nach Unterbrechungszeiten oder nach Umzug wieder der Arbeitsvermittlung zur Verfügung.


Arbeitsangebote des ersten Arbeitsmarktes so hoch wie im April
Insgesamt wurden im Monat 939 Stellenangebote registriert, fast 330 weniger als im April. Die Ursache für diesen Rückgang liegt in weniger neu bewilligten Stellen für den zweiten Ar-beitsmarkt begründet. Wurden noch im April 468 Stellen für Arbeitsbeschaffungs- und Struk-turanpassungsmaßnahmen bewilligt, waren das im Mai noch 151. Unternehmen des ersten Arbeitsmarktes meldeten 788 Arbeitsstellen, wobei 38 davon versicherungsfreie Jobs waren.

Betriebe des Baugewerbes suchten im Mai 173 Arbeitskräfte gegenüber 183 im April. Auch der Handel meldete Bedarf für 125 Arbeitnehmer an. Im verarbeitenden Gewerbe konnten fast 120 Arbeitsplätze bereitgestellt werden, so viele wie im April, aber rund 30 Prozent mehr als im Mai des Vorjahres. Aus dem Gesundheits- und Sozialwesen und Betrieben, die öf-fentliche und persönliche Dienstleistungen erbringen, gingen insgesamt über 130 Stellengesuche ein, fast 170 weniger als im Vormonat und über 90 weniger als im Vorjah-resmonat. Genau so viele Arbeitsangebote wie im April offerierten Betriebe, die Dienstleis-tungen für Unternehmen erbringen.


Über 4.500 Abmeldungen
Im Monatsverlauf beendeten 4.539 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit. Von diesen Personen gingen 2.609 in eine Beschäftigung, das waren 350 weniger als im April. In rund 400 Fällen wurde eine Arbeitsaufnahme ohne Förderung des Arbeitsamtes möglich. Mit Eingliederungszuschüssen konnten 152 Arbeitslose in Unternehmen einmünden, 70 weniger als im Vormonat. Über die Selbstinformationseinrichtungen des Arbeitsamtes und andere Veröf-fentlichungen suchten sich 926 Arbeitnehmer selbst einen Job. 617 Frauen und Männer wurden vom vorherigen Arbeitgeber wieder eingestellt. Im Monatsverlauf wagten auch 115 Existenzgründer den Schritt in die Selbständigkeit.

In Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen begannen im Mai 371 Arbeitslose, über 100 mehr als vor vier Wochen. In Strukturanpassungsmaßnahmen ging die Zahl der Vermittlungen von 156 im April auf 17 im Mai zurück. 150 Arbeitsuchende haben sich im Mai für eine berufliche Bil-dungsmaßnahme, andere schulische Maßnahmen oder ein Studium entschieden. Wegen Arbeitsunfähigkeit meldeten sich 950 Frauen und Männer, 130 mehr als im April, aus dem Vermittlungsgeschehen ab.

Arbeitnehmer, die sich nicht entsprechend der vorgeschriebenen Zeiten im Arbeitsamt regelmäßig melden, werden nicht mehr in die Vermittlungsaktivitäten einbezogen. 245 Perso-nen wurden wegen Nichterneuerung der Meldung im Mai nicht mehr als Arbeitslose regis-triert. Wegen Renteneintritt oder Inanspruchnahme von Lohnersatzleistungen unter erleich-terten Bedingungen durch ältere Arbeitslose konnten 250 Personen abgemeldet werden.


Aktive Förderleistungen zur Integration in den Arbeitsprozess
In Beschäftigungen im ersten Arbeitsmarkt förderte das Arbeitsamt Ende Mai 2.741 Arbeit-nehmer, 265 mehr als vor Jahresfrist. Über Eingliederungszuschüsse wurden die Beschäfti-gungsverhältnisse von 1.387 Arbeitnehmern unterstützt. Damit erhielten fast 60 Personen mehr als im Vormonat diese Förderung und sogar 270 mehr als im Vorjahresmonat. 870 (zwei Drittel) der Arbeitnehmer haben das fünfzigste Lebensjahr überschritten.

Eingliederungszuschüsse erhielten neu gegründete Unternehmen für die Beschäftigung von 120 Frauen und Männer. Mit den Fördermöglichkeiten der Eingliederungszuschüsse konnte bis jetzt in diesem Jahr die Förderung der auslaufenden Beschäftigungshilfen aus dem Pro-gramm der Bundesregierung zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit besonders für die Einstellung älterer Arbeitsloser ausgeglichen werden. Aus gewährten Förderungen der Vor-jahre hatten Ende Mai noch 359 Personen einen Anspruch auf Beschäftigungshilfen aus dem Programm der Bundesregierung, rund 60 weniger als vor vier Wochen und rund 50 we-niger als vor einem Jahr.

In den letzten vier Monaten ist eine Zunahme bei den Existenzgründungen zu verzeichnen. Ende Mai gewährte das Arbeitsamt 478 Existenzgründern Überbrückungsgeld, für 23 mehr als im April und 167 mehr als im Mai 2002. Bereits Ende April hatten sich 47 Frauen und Männer für die Gründung einer Ich-AG entschieden, weitere 29 sahen im Mai darin eine Chance, ihre Arbeitslosigkeit zu beenden. Damit werden Existenzgründerzuschüsse an 76 vorher Arbeitslose gezahlt, 27 davon sind Frauen.


Beschäftigung schaffende Maßnahmen
Im Monatsverlauf nahmen zwar 150 Personen mehr als im April eine Tätigkeit in Arbeitsbe-schaffungsmaßnahmen auf, trotzdem wurde die Teilnehmerzahl beendeter Maßnahmen nicht vollständig ausgeglichen. Dadurch ist die Zahl der Beschäftigten in diesen Maßnahmen um 53 gegenüber April auf 1.682 Ende Mai zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr be-deutet das eine Verringerung um über 190 Beschäftigte. Besonders Maßnahmen mit den In-halten Garten- und Landschaftsbau, Büro und Verwaltung sowie soziale Dienste sind im Vergleich zum Vormonat und Vorjahr am meisten von dem Beschäftigtenabbau betroffen. Frauen hatten Ende Mai noch einen Anteil von 48 Prozent.

In Strukturanpassungsmaßnahmen arbeiteten am Monatsende 1.049 Frauen und Männer, das sind 40 mehr als noch vor einem Monat und 442 weniger als vor einem Jahr. 233 der Teilnehmer befinden sich in sozialen Maßnahmen. Zur Umweltsanierung sind 170 Arbeit-nehmer bei Maßnahmeträgern und genau so viele bei der Jugendhilfe beschäftigt. In Be-schäftigung schaffenden Infrastrukturmaßnahmen gab es 59 geförderte Personen, die in Vorhaben der Kommunen Nordthüringens direkt bei Arbeitgebern integriert sind. Die Maßnahmen, die das Arbeitsamt durch diese Förderart unterstützt, beinhalten sowohl Bauarbeiten bei Verkehrsverbindungen als auch Baumaßnahmen der Be- und Entsorgung sowie der
Erhaltung öffentlicher Einrichtungen.


Berufliche Weiterbildung
Im Mai begannen zwei Weiterbildungsmaßnahmen mit Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf für 50 Arbeitsuchende. Weitere 90 Frauen und Männer gingen in berufsbezogene Maßnahmen. Damit lernten im Mai insgesamt 2.453 Teilnehmer in 263 vom Arbeitsamt geförderten Maßnahmen. Vor einem Monat qualifizierten sich hier noch rund 200 Teilnehmer mehr. Einen Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf strebten 1.084 der teilnehmenden Nordthüringer an, 611 davon waren Frauen.

Von den Qualifizierungsteilnehmern waren rund 300 vor Beginn der Maßnahme jünger als 25 Jahre und fast 240 haben bereits das fünfzigste Lebensjahr überschritten. Für ein Drittel aller Maßnahmeteilnehmer sollen die Qualifizierungen bessere Chancen nach der Langzeitar-beitslosigkeit für eine Anstellung im ersten Arbeitsmarkt eröffnen.

Zur Erprobung des Kenntnisstandes werden zunehmend Trainingsmaßnahmen direkt in Unternehmen genutzt, um die Eignung für einen Arbeitsplatz beim Arbeitgeber festzustellen.
Im Mai begannen 813 arbeitslose Frauen und Männer in diesen Maßnahmen, über die Hälfte davon dauern nicht länger als vier Wochen.


Freie Förderung
Aus Mitteln der Freien Förderung nach Paragraph 10 SGB III förderte das Arbeitsamt im Mai 904 Personen. Von diesen erhalten 162 einen Lohnkostenzuschuss während der Beschäfti-gung im ersten Arbeitsmarkt, 25 mehr als vor einem Jahr und fast so viele wie im Vormonat. Weitere 130 junge Leute befinden sich über diese Förderart in einer betrieblichen Ausbil-dung. Zusätzliche Hilfen bei Existenzgründungen wurden im Mai 509 Jungunternehmern ge-währt.


Kurzarbeit
64 Unternehmen führten im Mai Kurzarbeit aus, 8 weniger als im April. Insgesamt war für 883 Arbeitnehmer Kurzarbeit angeordnet, für 153 mehr als im April und für 117 mehr als im Vorjahresmonat. Zwei Drittel dieser Personen gingen über die Hälfte der wöchentlichen Ar-beitszeit ihrem Job nach. Im verarbeitenden Gewerbe fiel die Zahl der Kurzarbeiter besonders hoch aus. 615 Arbeitnehmer waren hier betroffen, gegenüber 296 im April. Zugenommen hat in dieser Wirtschaftsabteilung die Kurzarbeit für Beschäftigte in Unternehmen, die Grundstoffe für das Baugewerbe liefern, sowie in Betrieben des metallbe- und verarbeitenden Gewerbes und des Maschinenbaues. Im Baugewerbe sind leicht rückläufige Zahlen zu vermelden. Die Dauer der Kurzarbeit betrug für vierzig Prozent der Arbeitnehmer bisher we-niger als drei Monate. Die meisten Betroffenen erhalten aber bereits mehr als drei Monate, aber höchstens sechs Monate Kurzarbeitergeld.


Die regionale Entwicklung des Arbeitsmarktes
Die Arbeitslosigkeit ist genau wie im Vormonat in allen Dienststellen des Arbeitsamtes zu-rück gegangen. Im Vergleich zum Vorjahr stellt sich aber die Lage auf dem Arbeitsmarkt schwieriger dar. Im Landkreis Nordhausen waren Ende des Monats 9.656 Frauen und Männer arbeitslos, 377 weniger als im Vormonat, aber 385 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen 19,7 Prozent, im April lag diese Quote noch bei 20,2 Prozent und war vor einem Jahr noch einen Prozentpunkt niedriger.

Aus dem Landkreis meldeten sich im Berichtsmonat 960 Personen arbeitslos, 202 weniger als vor vier Wochen, aber 145 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Fast zwei Drit-tel dieser Meldungen erfolgten nach einer Beschäftigung im ersten und zweiten Arbeitsmarkt. Im Monatsverlauf konnten 1.337 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden, das sind 58 mehr als im April und 87 mehr als im Mai 2002. Insgesamt sind aber die Abmeldungen in eine Erwerbstätigkeit seit Jahresbeginn niedriger als im Vorjahreszeitraum.

Aus Unternehmen des ersten Arbeitsmarktes akquirierten die Mitarbeiter im Hauptamt Nordhausen 274 Stellen, davon 27 für versicherungsfreie geringfügige Beschäftigungen. Im Vor-monat waren die Angebote der Wirtschaft um 20 niedriger. Für den zweiten Arbeitsmarkt wurden im Berichtsmonat 53 Stellen neu bewilligt, im Vormonat standen hier 90 Stellen zur Verfügung. 725 Arbeitnehmer befanden sich in Beschäftigung schaffenden Maßnahmen, das sind 85 weniger als noch im April und 422 weniger als vor einem Jahr.

Im Kyffhäuserkreis waren Ende des Monats 10.782 Personen arbeitslos, 297 weni-ger als im April. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit im Kyffhäuserkreis nicht so hoch angestiegen wie in den anderen zwei Landkreisen Nordthüringens. Die Arbeitslosen-quote errechnet sich entsprechend der neuen Bezugsgröße in Höhe von 23,2 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosmeldungen ist in der Geschäftsstelle Artern im Mai nur leicht un-ter den Vormonatswert zurückgegangen. Insgesamt meldeten sich 723 Personen arbeitslos, 383 davon kamen aus einer Erwerbstätigkeit. 887 Frauen und Männer haben im Monatsver-lauf die Arbeitslosigkeit beendet, so dass am Monatsende 5.685 Arbeitslose registriert waren. Die Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug damit 25,4 Prozent.

Dem Arbeitsamt Artern wurden insgesamt 187 Stellen angeboten, 162 davon auf dem ersten Arbeitsmarkt. Im April gab es vergleichsweise für die Beschäftigung in Unternehmen 124 Angebote, und weitere 158 Arbeitsplätze in Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Im Mai ent-standen für 25 Arbeitnehmer Beschäftigungsmöglichkeiten in neu bewilligten Maßnahmen.

Die Hälfte der Abmeldungen erfolgte in der Geschäftsstelle wegen Arbeitsaufnahme, insgesamt 475, von denen 108 auf dem zweiten Arbeitsmarkt begannen. Im Bezirk der Geschäfts-stelle Artern arbeiteten 611 Frauen und Männer im zweiten Arbeitsmarkt, 45 weniger als noch im April und 50 weniger als vor einem Jahr.

In der Geschäftstelle Sondershausen registrierten die Mitarbeiter 5.097 Arbeitslose, 133 weniger als vor vier Wochen und 73 mehr als vor einem Jahr. Damit hat sich in dieser Region die Situation auf dem Arbeitsmarkt im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. Auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen errechnet sich eine Arbeitslosenquote von 21,2 Prozent. Vor einem Jahr betrug diese Quote 20,6 Prozent. Der hohe Anstieg der Quote gegenüber dem Vorjahresmonat resultiert aus einer Veränderung der Bezugsgröße durch weniger abhängige zivile Erwerbstätige sowie weniger Selbständige und mithelfende Familienangehörige. Die Bezugsgröße ist damit per Juni 2001 von 24.355 auf 24.061 per Juni 2002 zurück-gegangen.

Die Zahl der Arbeitslosmeldungen ist um 160 im Vergleich zum Vormonat auf 510 im Mai gesunken. Die Arbeitslosigkeit beenden konnten 643 Personen, 357 wegen Arbeitsaufnah-me. Von den Abgängern in eine Erwerbstätigkeit erhielten 63 eine Tätigkeit in Beschäftigung schaffenden Maßnahmen. 143 Arbeitnehmer suchten sich ihre Arbeit selbst, und 47 wurden vom letzten Arbeitgeber wieder eingestellt. Am Monatsende hatten 684 Frauen und Männer einen Job in Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes, rund 20 mehr als vor vier Wochen, aber 70 weniger als vor einem Jahr.

Im Landkreis Eichsfeld ist die Arbeitslosenzahl um 576 auf 8.765 zurückgegangen. Das ist der höchste Rückgang innerhalb Nordthüringens. Im Vergleich zum Kyffhäuserkreis fiel der Rückgang zum Vormonat doppelt so hoch aus. Die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen betrug 15 Prozent. Vor einem Jahr lag die Quote bei 13,6 Pro-zent, damals waren 747 Eichsfelder weniger von Arbeitslosigkeit betroffen.

In der Geschäftsstelle Heiligenstadt ist die Arbeitslosenzahl um 200 niedriger als Ende April und betrug Ende Mai 2.883. Damit liegt diese Zahl um 262 über dem Vorjahreswert. Die Arbeitslosenquote liegt mit 13,2 Prozent fast 6 Prozentpunkte unter dem Durchschnitt des Arbeitsamtsbezirkes. Vor einem Jahr betrug diese Quote allerdings nur 12,1 Pro-zent. Während des Monats gingen von 381 Personen Arbeitslosmeldungen ein, von denen 233 aus einer Erwerbstätigkeit kamen. Für die Vermittlung in den ersten Arbeitsmarkt gewannen die Mitarbeiter der Geschäftsstelle 69 Stellen, im April waren das noch 94. Letztend-lich konnten 580 Personen die Arbeitslosigkeit verlassen, zwei Drittel davon nahmen eine Beschäftigung auf. 294 Arbeitnehmer begannen in Wirtschaftsunternehmen und 70 Perso-nen bekamen eine Chance im zweiten Arbeitsmarkt. Weitere 22 Arbeitslose entschieden sich für den Weg in die Selbständigkeit. In Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen waren 212 Arbeit-nehmer tätig, 43 mehr als im April, weitere 95 befinden sich in Strukturanpassungsmaßnahmen. Vor einem Jahr lag die Beschäftigtenzahl um 52 höher.

Im Bezirk der Geschäftsstelle Leinefelde waren 5.882 Personen registriert, 377 weniger als vor vier Wochen. Damit hat sich im Monatsverlauf die Arbeitslosenzahl in der Regi-on Leinefelde genau so hoch verändert wie insgesamt im Landkreis Nordhausen. Im Ver-gleich zum Vorjahr wird aber im Geschäftsstellenbezirk die höchste Zunahme an arbeitslo-sen Frauen und Männern innerhalb des Arbeitsamtsbezirkes verzeichnet. Ende Mai waren 485 Personen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen als Ende Mai 2002. Die Ursache für diese Entwicklung zum Vorjahr liegt an einer überdurchschnittlich hohen Zahl an Entlassungen im November und Dezember des Vorjahres sowie an mehr Arbeitslosmeldungen seit Jahresbeginn. Gleichzeitig gingen in den ersten fünf Monaten dieses Jahres nur verhalten Arbeitsan-gebote ein, so dass durch den ersten Arbeitsmarkt noch nicht wieder so viel Arbeitnehmer aufgenommen wie saisonal bedingt entlassen wurden. Die Arbeitslosenquote auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug Ende Mai 16 Prozent, für den April errechnete sich diese Quote in Höhe von 16,9 Prozent.

Im Monatsverlauf gingen insgesamt 715 Arbeitslosmeldungen aus der Region ein, über 160 weniger als im Vormonat. Die Abmeldungen aus der Arbeitslosigkeit erfolgten von 1.092 Personen, im April waren das noch 160 mehr. Fast 590 Arbeitslose nahmen eine Tätigkeit auf, 63 davon in Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes. Die Arbeitsverhältnisse im zwei-ten Arbeitsmarkt haben sich damit gegenüber April um 40 erhöht.
Autor: nnz

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