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Mi, 18:36 Uhr
04.06.2003

Gespräch am runden Tisch

Nordhausen (nnz). Vertreter von Wirtschaftsverbänden, des Regionalmanagement trafen sich mit Kommunalpolitiker der Stadt und des Landkreises Nordhausen einem Gespräch. Und dabei ging es, wie kann es anders sein, um die wirtschaftliche Situation und die Zukunft.


Zu einem Wirtschaftstreffen kamen auf Initiative des Sachverständigenausschusses der Wirtschaft Nordhausen, von Landrat Joachim Claus und des Dezernenten für Bau und Wirtschaft der Stadt, Dietrich Beyse Vertreter aller Wirtschaftsverbände Nordhausens, des Regionalmanagements Nordhausen sowie weitere Vertreter der Regionalplanung und der Verwaltung im BIC Nordhausen zusammen.


Geeint vom gemeinsamen Wollen, die wirtschaftliche Entwicklung der Region ausgehend von der gegenwärtig angespannten Situation positiv zu beeinflussen, stellten sich alle Teilnehmer äußerst konstruktiv und offen den unstrittig wichtigen Themen der Wirtschaft und brachten vor allem den Willen zum gemeinsamen Handeln in die Diskussion ein.

Schwerpunkt des Abends bildete die Notwendigkeit der Industrieansiedlung als dem wichtigsten Kristallisationskern für die wirtschaftliche Entwicklung überhaupt. Sehr eindrucksvoll gelang es hierzu Otto Brandt als Geschäftsführer der Firma IMG und Mitglied des Sachverständigenausschusses in seinem Einführungsvortrag in Auswertung der Vorgehensweise der Industrieansiedlung Daimler Chrysler in Kölleda, nicht nur die Notwendigkeit einer solchen Ansiedlung überhaupt herauszuarbeiten, sondern auch die Zielstrebigkeit aller an einem solchen Prozess Beteiligten als Ausdruck des gemeinsamen Handelns darzustellen.

Sind diese Voraussetzungen gegeben, steigen die Chancen für das Gewinnen potentieller Investoren, sind Synergieeffekte bis hin zur Stabilisierung der wichtigsten Dienstleistungsbereiche der Region innerhalb kurzer Zeit gegeben. Mehrfach und eindrucksvoll wurde in genanntem Vortrag die Bedeutung betont, die alle bedeutenden Investoren neben handfesten wirtschaftlichen Erwägungen insbesondere dem einmütigen Bekenntnis der Region „für“ die Industrieansiedlung beigemessen haben.

Die Teilnehmer der Beratung waren sich spontan einig, alle Bemühungen in eine solche Richtungen zu bündeln, Aufgaben je nach Kompetenz zu teilen und zu vergeben und alle Möglichkeiten der Mitwirkung gezielt zu nutzen, z.B. das geschaffene Regionalmanagement wirkungsvoll in die Tätigkeit der Ämter für Wirtschaftsförderung, aber auch in gemeinsame Projekte der Wirtschaftsförderung einzubeziehen.

Alle Gesprächsteilnehmer sprachen sich dafür aus, durch das gemeinsame Beraten von wirtschaftlichen Schwerpunktthemen schnellere Ergebnisse möglich zu machen, die Wege zur Verwaltung wie auch zu Planungsverbänden direkter zu gestalten und allen Beteiligten eine einheitliche Information zu laufenden Projekten oder Vorhaben bei gleichzeitiger spürbarer Verkürzung der gegenwärtig noch zu langen Wege zuteil werden zu lassen. Unter der Zustimmung der Herren Claus und Beyse wurde übereinstimmend beschlossen, regelmäßige gemeinsame Wirtschaftszusammenkünfte zu organisieren, ohne dabei die Wirksamkeit und Individualität der Einzelverbände zu hemmen.

Mit Bezug auf die Bedeutung guter Straßenanbindungen für die letztendliche Entscheidung zu Investitionen fand der Vorschlag des Sachverständigenausschusses einheitliche Zustimmung, zu einer nächsten Beratung unter kompetenter Beteiligung der DEGES Berlin den Stand der Fertigstellung der A 38, Schwierigkeiten und Aussichten zur durchgängigen Befahrbarkeit zwischen Halle und Göttingen zu beraten.

Ein weiterer bedeutender Teil der Beratung war dem Stand der Entwicklung des Industriegebietes „Goldene Aue“ gewidmet. Hier konnte Dietrich Beyse für den Planungsverband einen informativen Bericht geben, der wohl von ordentlicher Arbeit der an der Planung beteiligten zeugte, bei einigen Beratungsteilnehmern doch Sorgenfalten ob der verstrichenen Zeit als auch der immer noch notwendigen Planungsabläufe hervorrief.

Einig waren sich alle, dass die Region ein solches Industriegebiet braucht, dass aus den vorgetragenen Abwägungen anderer Standorte nicht nur aus Gründen der Zeit, sondern insbesondere aus der Eignung heraus momentan nur dieses Gebiet die Chance einer möglichen Nutzung bietet. Gerade die zum gegenwärtigen Zeitpunkt laufenden Aktivitäten zur Vorbereitung einer Landesentwicklungskonzeption für den Freistaat Thüringen fordern ein zügiges Verfahren und einen schnellen Abschluss, um im Kreis einer ganzen Reihe weiterer Mitbewerber um den Zuschlag für ein derartiges Industriegebiet auch wegen der damit verbundenen Förderfähigkeit erfolgreich zu sein.

Hier ist das einheitliche Werben unserer Region für einen solchen Ansatz zur Entwicklung eines industriell geprägten Charakters der Region in und um Nordhausen existentiell. Wenn mit dem Beschluss des Landesentwicklungsplanes im Herbst diesen Jahres die Entscheidung gefallen ist, sind auf lange Sicht die Weichen gestellt.

Alle Teilnehmer der Beratung gaben deshalb Ihr Votum dafür, dass Nordhausen nur in einer gesunden industriellen Entwicklung seine Zukunft sehen kann. Die Mitglieder der Gesprächsrunde wissen um die Notwendigkeit, in sehr kurzer Zeit eine gemeinsame Strategie zu entwickeln und bieten sich allen Gruppen und Interessierten der Region für Diskussionen zu diesem wichtigen Thema an.

Gerade die noch notwendigen Planungsschritte bis zur endgültigen Schaffung des angestrebten Baurechtes erfordern eine straffe und zügige Arbeit durch den Planungsverband, die Verwaltung und alle anderen involvierte Kräfte. Die Wirtschaftsverbände Nordhausens bieten Ihre Bereitschaft zur Mitwirkung an diesem bedeutungsvollen Vorhaben ausdrücklich an. Es besteht Einigkeit darüber, dass der Schwerpunkt der gemeinsamen Arbeit sich zunehmend auf Aktivitäten zum Anwerben potentieller Investoren für unsere Region konzentrieren wird.
Autor: nnz

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