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Mi, 18:34 Uhr
04.06.2003

Gedenkstein noch in diesem Jahr

Nordhausen (nnz). Mehrfach hatte die nnz in den zurückliegenden Tagen über den Besuch einer Delegation aus dem belgischen Antwerpen berichtet. Die Gäste besuchten unter anderem auch die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora. Darüber berichtet jetzt abschließend die nnz.

Erinnert Die Stadt Antwerpen hat den Wunsch, auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Mittelbau ­ Dora einen Gedenkstein für die Opfer der V2 Angriffe auf Antwerpen zu errichten. Dr. Jens Christian Wagner, Leiter der Gedenkstätte, führte die Gäste über das Gelände und legte ihnen die Pläne zur beabsichtigten Neukonzeption der Geländestruktur dar.

„Es wäre schön, wenn es mit der Anbringung des Gedenksteins noch dieses Jahr klappen würde“, so Leopold Claessens, ehemaliger Häftling des Konzentrationslagers, der über ein Jahr in Nordhausen inhaftiert war. Nach intensiven Gesprächen zur Gestaltung und Terminabstimmungen zur Realisierung, wurde der 16. September 2003 als offizielles Einweihungsdatum festgelegt. Weiterhin kündigten die Antwerpener die Übergabe einiger Originalexponate für die neue Ausstellung in der Gedenkstätte an.

Neue ebenen e.V. wurde vom Protokollchef der Stadt Antwerpen, Dirk Delachambre, gebeten, in der Vorbereitung und Planung mitzuarbeiten. So entstand zugleich ein Kontakt zu Gerd Mackensen, einem Nordhäuser Künstler und Beiratsmitglied des Vereins neue ebenen e.V., der zusammen mit seinem Künstlerkollegen Lothar Rechtacek für die Auswahl und Gestaltung eines würdigen Gedenksteines von den Antwerpenern beauftragt wurden.

„Es ist zwar nicht viel Zeit, aber es ist zu schaffen“, sagte Gerd Mackensen während der Besprechung mit den Vertretern der Stadt Antwerpen. So sollen in den nächsten Wochen in enger Zusammenarbeit mit Dr. Jens-Christian Wagner Vorschläge erarbeitet werden.
Autor: nnz

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