Di, 12:48 Uhr
29.03.2011
Kürzung ist überzogen
Ab April will das Wirtschaftsministerium die Kriterien für die Vergabe des Investitionszuschusses ändern. Demzufolge sollen Unternehmen mit einem Anteil von bis zu 30 Prozent Leiharbeiter an der Gesamtbelegschaft keine oder nur noch eine eingeschränkte Förderung erhalten. Dies hat die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt scharf kritisiert.
Gerade im derzeitigen Wirtschaftsaufschwung bewährt sich die Zeitarbeit. Sie hilft bei Auftragsspitzen, den Personalmangel schnell und unbürokratisch zu überbrücken, mahnt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Die vorgesehene Einschränkung der betrieblichen Investitionsförderung in Abhängigkeit vom Einsatz der Leiharbeit sei mit den Kammern und Verbänden nicht abgestimmt und ein Alleingang des Wirtschaftsministeriums.
Die Reaktion des Wirtschaftsministers auf den Anstieg der Leiharbeit ist vollkommen überzogen. Mit knapp 28.000 Zeitarbeitern erreichen wir in Thüringen gerade erst wieder das Vorkrisenniveau aus dem Jahr 2008, zeigt sich Grusser verärgert. Gemessen an rund 750.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten rechtfertige ein Anteil von weniger als vier Prozent Leiharbeit nicht, dieses Instrument in Verruf zu bringen und eine ganze Branche zu diskriminieren.
Eine innovative Firma ist daran interessiert, die Kontinuität im Betrieb zu wahren. Deshalb ist sie darauf bedacht, ihre Stammbelegschaft zu halten, so der IHK-Chef. Nicht selten würden deshalb bei stabiler Auftragslage ehemalige Zeitarbeiter fest in den Unternehmen eingestellt und fungiere die Leiharbeit vielfach als ein Sprungbrett in ein dauerhaftes Arbeitsverhältnis.
Autor: nnzGerade im derzeitigen Wirtschaftsaufschwung bewährt sich die Zeitarbeit. Sie hilft bei Auftragsspitzen, den Personalmangel schnell und unbürokratisch zu überbrücken, mahnt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Die vorgesehene Einschränkung der betrieblichen Investitionsförderung in Abhängigkeit vom Einsatz der Leiharbeit sei mit den Kammern und Verbänden nicht abgestimmt und ein Alleingang des Wirtschaftsministeriums.
Die Reaktion des Wirtschaftsministers auf den Anstieg der Leiharbeit ist vollkommen überzogen. Mit knapp 28.000 Zeitarbeitern erreichen wir in Thüringen gerade erst wieder das Vorkrisenniveau aus dem Jahr 2008, zeigt sich Grusser verärgert. Gemessen an rund 750.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten rechtfertige ein Anteil von weniger als vier Prozent Leiharbeit nicht, dieses Instrument in Verruf zu bringen und eine ganze Branche zu diskriminieren.
Eine innovative Firma ist daran interessiert, die Kontinuität im Betrieb zu wahren. Deshalb ist sie darauf bedacht, ihre Stammbelegschaft zu halten, so der IHK-Chef. Nicht selten würden deshalb bei stabiler Auftragslage ehemalige Zeitarbeiter fest in den Unternehmen eingestellt und fungiere die Leiharbeit vielfach als ein Sprungbrett in ein dauerhaftes Arbeitsverhältnis.

