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Fr, 13:02 Uhr
30.05.2003

Deusa entdeckt Herz für Tiere

Bleicherode (nnz). Die Schlagzeilen aus der Deusa International GmbH in Bleicherode waren in den zurückliegenden Wochen nicht sonderlich erbaulich. Erst ein Großbrand, dann eine ominöse Anzeige wegen Insolvenzverschleppung. Trotz alledem: Es wird auch an der Entwicklung neuer Produkte gearbeitet...


Präsentiert von Franziska Panterodt Mit einer Salzpaste, die frei lebendes Wild mit lebensnotwendigen Salzen und Mineralien versorgt, will die Deusa International GmbH aus Bleicherode ein neues Geschäftsfeld etablieren. Die Paste, welche nach Unternehmensangaben eine Weltneuheit ist, kann die bisherige Methode ablösen, schwere Salzlecksteine unterschiedlicher Größe im Wald zu platzieren. „Die Paste ist wesentlich leichter zu handhaben und eine effektivere flächendeckende Versorgung ist möglich“, weist Deusa-Marketingleiter Reiner Kindermann auf die Vorteile hin. Außerdem würden die Lecksteine oft gestohlen, hätten ihm Jäger berichtet. Von der Paste seien sie begeistert. Die Resonanz fiel deutlich höher aus als erwartet, freut sich Kindermann. Nach erfolgreich bestandener Testphase ist jetzt die Markteinführung in vollem Gange. Auch von offizieller Seite gäbe es nach entsprechenden Prüfungen keine Einwände.

Mit der Salzpaste wird eine Natriumchlorid-Produktlinie aufgebaut, die die alteingesessenen Produkte wie Kali (beispielsweise für Düngemittel) und Magnesiumchlorid ergänzen soll. Letzteres ist vor allem als Auftaumittel bekannt, wird aber auch zur Herstellung von Sorelzement (einem hochfesten Spezialzement) benötigt, der auch in Magnesia-Estrich oder Schleifsteinen verwendet wird. Perspektivisch sollen die NaCl-Produkte auch als Ergänzung für Tierfuttermittel und als Auftausalze eingesetzt werden.

Grundlage für die gesamte Produktion bildet das Mineral Carnallitit – ein Gemisch aus Kalium-, Natrium- und Magnesiumsalzen, das mit heißem Wasser unterirdisch gelöst und über chemische Verfahren aus übersättigten Lösungen hochrein getrennt wird. Hier kann die Deusa auf jahrzehntelange Technologiekenntnisse, beginnend in den sechziger Jahren zurückgreifen. Im Jahr 2001 gegründet, ist die Deusa International in Technologie und Ursprung aus dem ehemaligen Kalibergbau hervorgegangen. Enge Zusammenarbeiten bestehen beispielsweise mit der Universität in Clausthal-Zellerfeld und der Thüringer Fachschule für Forstwirtschaft in Schwarzburg, die unter anderem Grundlagen- und Anwendungsentwicklungen für derartige Produkte betreiben.

Mit 71 Beschäftigte wolle man 2003 einen Jahresumsatz von rund 13 Millionen Euro erwirtschaften, so Kindermann. Die Ausbildungsquote von neun Azubis (zwei kaufmännisch und sieben gewerblich) ist dabei außergewöhnlich hoch. „Wir brauchen Nachwuchs. Alle Lehrlinge werden wenn möglich übernommen, weiter qualifiziert und tragen von Anfang an Verantwortung“, weist der Marketingleiter auf die notwendige Verjüngung hin.

Fast beseitigt seien auch die Schäden in der Abfüll- und Palettieranlage für Magnesiumchlorid-Flocken, welche im April durch einen Brand vollständig zerstört wurde. Die Aufbau- und Rekonstruktionsplanung sei im vollen Gang, so dass Ende Juni die Produktion wieder aufgenommen wird.
Autor: nnz

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