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Do, 11:08 Uhr
24.03.2011

Die Schöpfung retten

Die Frühjahrstagung der Kreissynode des Evangelischen Kirchenkreises Südharz findet am kommenden Samstag in der Aula des Nordhäuser Herdergymnasiums statt. Sie steht aus aktuellem Anlass unter dem Motto "Rettet die Schöpfung!"...


Die Delegiertenversammlung bestehend aus Vertretern der 73 Gemeinden des Kirchenkreises und Vertretern der kirchlichen Mitarbeiterschaft wird um 8,30 Uhr mit einem Abendmahlsgottesdienst eröffnet. Im Mittelpunkt der Synode steht die Diskussion, auf welche Weise Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen zur Beschleunigung der Energiewende beitragen können.

In weiser Voraussicht wurden ja die Kirchen schon immer so gebaut, dass sie eine Dachfläche nach Süden ausgerichtet haben, so Öffentlichkeitsbeauftragter Frank Tuschy gegenüber der nnz. Welche Möglichkeiten es da beispielesweise für die Nutzung durch Solarenergie gäbe soll, in einer der Arbeitsgruppen verhandelt werden. Weitere Arbeitsgruppen befassen sich mit der verantwortlich Geldanlage, mit den Möglichkeiten von Kirchengemeinden zum Energie sparen und mit der umweltschonenden Nutzung von kirchlichen Grundstücken und Ländereien. Als Ergebnis der Synode sollen konkrete Vorhaben in den Kirchengemeinden angegangen werden.

Des Weiteren gibt es einen Bericht des Superintendenten zur Lage im Kirchenkreis und eine öffentliche Fragestunde. Die Tagung der Synode ist grundsätzlich öffentlich und Gäste sind gerne gesehen. Gegen 15.00 Uhr wird die Synodentagung voraussichtlich ihr Ende finden.

Der Kirchenkreis Südharz umfasst in etwa den Landkreis Nordhausen und ein Drittel des Eichsfeldes. Über 25 000 Evangelische Christen gehören zu den Gemeinden auf seinem Gebiet
Autor: nnz

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Kommentare
Wolfi65
24.03.2011, 11:23 Uhr
Aller Mühe...
ist vergebens, wenn die Schöpfung nicht so funktioniert, wie der Schöpfer es sich vor über 2000 Jahren mal erdacht hatte. Es konnte ja damals der "Herr" nicht ahnen, das der Mensch sich wegen eines Produktes Namens Energie mal selber auslöschen wird. Na dann: Beim nächsten mal wird bestimmt alles besser!
Nur Mut, Jesus Cristus.
O-1984
24.03.2011, 17:00 Uhr
Die Evangelische Kirche retten
So, so. Der evangelische Kirchenkreis schickt sich an, die Schöpfung zu retten. 1989 wollten die lutherischen Christen der DDR die Schöpfung noch bewahren. Der Anspruch hat sich seither sichtbar potenziert.

Von der Bewahrung schreitet man nun zur Rettung. Scheinbar wächst der Anspruch umgekehrt proportional zu den realen Möglichkeiten, über die man verfügt. Mich würde mal interessieren, mit welchen himmlischen und irdischen Heerscharen denn diese Rettung der Welt zu erwarten ist?

Die Zeiten, in denen zumindest die Nordhäuser Stadtkirche sich mit streitbaren und umstrittenen Vertretern wie Curt Stauss, Peter Kube oder Joachim Kruse lautstark in die Lebensfragen der Menschen einmischte und gewichtiges Gehör verschaffte, sind längst Vergangenheit.

Wen, um alles in der Welt, will denn der Nordhäuser Kirchenkreis mit seiner aktuellen Personnage und den schwülstigen Floskeln erreichen? Es wäre für die Lutheraner an der Zeit, von der altdeutschen Herrlichkeit der Landeskirchen in die Niederungen des Lebens, wie es die Vertreter der Freikirchen schon lange kennen, herabzusteigen. Wenn nicht, wird man irgendwann einmal dahin gestoßen werden.

Vielleicht ist es ja heilsam mit der Nase auf der Straße zu landen, denn dort findet ihr vielleicht die wirkliche Gemeinschaft des Abendmahls in unserer Zeit.
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