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Do, 17:39 Uhr
15.05.2003

Mehr Vernetzung ist nötig

Nordhausen (nnz). Rund 20 Mitarbeiter von Trägern der Jugendarbeit in Nordhausen haben sich heute Mittag im „Bürgersaal“ zum „Workshop Jugendkultur“ getroffen. Moderiert von Kulturamts-Leiterin Dr. Cornelia Klose und dem Kultur-Berater Professor Werner Hartung aus Hannover. Was dabei herauskam, das wissen Sie mit einem Klick.


άber die Jugend (hinweg)? Die Ergebnisse sollen in ein Kultur-Konzept für die Stadt einfließen, das Hartung gemeinsam mit der Stadt und kulturellen Akteuren in Nordhausen erstellt und voraussichtlich im Herbst den Stadträten zur Entscheidung vorliegen soll. Das Konzept werde konkret sein und zum Beispiel Förderkriterien ebenso benennen wie Orientierungshilfen für Strukturentscheidungen oder Vorschläge, wie sich Strukturen ändern könnten. Auch gehe es um den Vorschlag eines kulturellen Leitbildes für Nordhausen.

Jugendkultur umsetzen nicht nur für, sondern von und mit den jungen Leuten – das ist aus Sicht von Frau Dr. Klose ein Ergebnis des Treffens. Die Jugendlichen müssten in Nordhausen die nötige institutionelle Unterstützung bekommen, die sie brauchen, um ihre kreativen Ideen zu ihre kulturellen Entwicklung – „das ist ihr gutes und verbrieftes Recht“, sagte die Kulturamts-Chefin. Ein weiteres Anliegen des Treffens: Vernetzung der Angebote der unterschiedlichen Träger. Dazu sei der Workshop ein wichtiger Beitrag gewesen, denn einige Träger wüssten noch zu wenig von den Angeboten der anderen. Darüber hinaus sei die Forderung aufgemacht worden, „Nahtstellen“ zu schaffen zwischen organisierter Kultur einerseits und „freier“ Subkultur andererseits.

Dass sich die Stadt Nordhausen dazu bekannt habe, die Mittel für die Kultur im Haushalt nicht zu kürzen, sei mutig, so Hartung, und durchaus nicht selbstverständlich. Trotzdem müssten – angesichts begrenzter Mittel und des Rückgangs von ABM und SAM die Träger der Jugendarbeit künftig kooperieren und nach Möglichkeiten der Vernetzung zu suchen. Das gelte auch für das Verwaltungshandeln, das sich zunehmend um Kommunikation, Information und Koordination kümmern müsse, um das auszugleichen, was man mit der „Gieskanne“ an Fördermitteln nicht mehr ausreichen kann; „aber auch künftig inhaltliche Arbeit übernehmen muss - wie das zum Beispiel bei der Ausgestaltung des Weihnachtsmarktes oder der Museumsnacht durch das Kulturamt geschieht“, ergänzte der Kultur-Ausschuss-Vorsitzende.

Eine wichtige Rolle für die Jugendarbeit müssten angesichts des Zwangs zum Sparen die Schulen spielen. Ein Workshop-Teilnehmer: „Die Schulen sind beleuchtet und beheizt - sie müssen nachmittags nicht leer stehen.“ Ansätze dieser Schul-Jugendarbeit gebe es bereits in Nordhausen.
Autor: nnz

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