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Sa, 12:48 Uhr
26.02.2011

nnz-Forum: Bürger zweitrangig?

An den Autohof Sundhausen zeigt sich sehr deutlich, für wen die Nordhäuser Stadträte überhaupt da sind und wessen Interessen sie vertretet. Bis jetzt sieht es immer noch so aus, als sei die Mehrheit der Stadträte für den Standort Sundhausen. Hier stehen eindeutig die Interessen der verschiedenen Investoren im Vordergrund.

Unter fadenscheinigen Argumenten wirbt man für den Sundhäuser Standort, da heißt es, man wolle Arbeitsplätze in der Region schaffen. Ich dachte immer Werther liegt auch in unserer Region und jemand der wirklich einen der Billiglohnjobs ergattert, dem ist es schei...-egal, ob er nach Sundhausen oder nach Werther fährt. Ich bin dafür, dass die nächste Abstimmung über den Standort des zukünftigen Autohofs namentlich durchgeführt wird. So hat der Wähler einmal einen Überblick darüber, wer im Sinne und zum Wohle der Bürger abstimmt und wer nur bestimmte Wirtschaftsinteressen vertritt.

Im Fall Sundhausen ist sehr deutlich zu erkennen, dass es den Damen und Herren Stadträten nicht am Wohl der Bürger gelegen ist sondern nur die vielleicht schon verplante Gewerbesteuer eine große Rolle spielt. Jedenfalls war das bis dato der Fall, wie man hört bröckeln die Fronten, aber nur für Sundhausen. Um den Standort Hesserode muss man schon mit härteren Bandagen kämpfen, denn so leicht lassen die Stadträte die Gewerbesteuer nicht entziehen, welches ja der Fall wäre, wenn Werther den Zuschlag bekommen sollte.

Ich persönlich glaube, es wird noch ein richtiges Drama um den Autohof geben. An diesen Beispiel wird uns wieder einmal sehr deutlich vor Augen geführt, wer und was in diesem Land das Sagen hat. DER SCHNÖDE MAMMON REGIERT DIE WELT.

Zum Ende noch ein paar neue Nachrichten, die Westerwellepartei will das Mehrwertsteuergeschenk an die Hoteliers zurück nehmen. Hat der Westerwelleclan endlich bemerkt, dass er sich mit diesem Ausfall selber ein Ei gelegt hat. Auf seine vielen Parteimitglieder die von Anfang an gegen diese absurde Idee waren, wollte der Clanführer ja nicht hören. Kommen wir zur „SPD“ diese ARBEITERVERRÄTER, haben auch wieder einmal ihr wahres Gesicht gezeigt.

Bei den Verhandlungen um die neuen Hartz-IV-Gesetze sind sie der CDU und FDP wieder in den Hintern gekrochen. Sie haben einen absurden Lohn bei der Leiharbeit zugestimmt. Der Leiharbeiter WEST bekommt 7.60 € und der Leiharbeiter OST bekommt 6.65 € und das in Brutto. Es kann sich wohl jeder ausrechnen was da Netto hängen bleibt, na ja, unsere Politik werden Probleme damit haben.

Das Bildungspaket soll aufgestockt werden, ich kann ihnen heute schon sagen, dass dieses Geld nicht dort ankommt, wo es hin soll. Wissen sie wie viel Fördermittel allein in Thüringen dazu benutzt werden, um den aufgeblähten Beamtenapparat zu bezahlen?

Wie üblich das Zitat, diesmal von Erich Kästner „An allem Unfug, der passiert, sind nicht etwa die Schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern.“
Harald Buntfuß, Nordhausen
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
denk-mal
26.02.2011, 14:54 Uhr
hallo herr buntfuß, nur mal so...
... zu ihrer kenntnisnahme, es gibt 36 stadträte, davon und das dürfen sie mir glauben, haben nicht alle die nötige diziplin genau so zu stimmen, wie das eine sie oder ein er von dem triumphirat (rinke, jendricke, klan)gerne möchte.es gibt "sogar" stadträte die nach sundhausen gefahren sind und um vor ort sich ein bild zu machen.es gibt stadträte, die haben der bi versichert sie bei ihren mühen, diesen autohof vor ihrer tür zuverhindern zu unterstützen.

es ist allso nicht allzu toll alle über einen kamm zu scheeren. und weil sie ja sehr zitate lieben hier auch eins von erich kästner:

köpfe abschlagen ist nicht sehr klug.
die stecknadel, der man den kopf abschlug,
fand, der kopf sei völlig entbehrlich,
und war nun vorn und hinten gefährlich.
Eckenblitz
26.02.2011, 19:42 Uhr
Über einen Kamm?
Wie ist das den mit den Spitzenpolitikern, ziehen die nicht Arbeitslose, Hartz-IV-Empfänger und alle Bedürftigen über einen Kamm. Sind diese Personen in den Augen der Politiker nicht alle Arbeitsscheue Schmarotzer. Ja, sogar bei den LINKEN hört man solche Töne.

Wenn ich den Artikel richtig gelesen habe steht dort, dass die Fronten bröckeln. Für mich heißt das, dass nicht alle Politiker den Autohof Sundhausen zustimmen. Wie kann man dann sagen, hier werden alle über einen Kamm gezogen? Die große Frage ist doch, wer wen über über einen Kamm zieht, die Politiker das Volk, oder umgekehrt?
Alberdt
26.02.2011, 22:36 Uhr
Vernunft tut Not !
Im Nordhäuser Stadtrat selbst scheint doch in Sachen Autohof so einiges in Bewegung gekommen zu sein. Die Sundhäuser haben von zahlreichen Gesprächen mit Stadträten und Verwaltung berichtet. OB und Bauamts-Chefin waren im Ortsteilrat. Und was passiert mit Hesserode ? Sehr enttäuschend ist im Augenblick, daß deutlich wird, wie problematisch die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis (bzw. Landkreisgemeinden) zu sein scheint. Ein „Autohof-Werther“ wäre möglicherweise für alle Be(nach)teiligten d e r Standort. Das faule und unfaire Argument, daß die betroffenen Menschen gegen Autohöfe sind, und daß ein Autohof in Nähe der Stadt sein sollte, zieht nun zum Glück überhaupt nicht mehr. Runder Tisch mit Stadt, Landkreis und Investor(en) !!! So könnte man zeigen, daß es besser geht, als möglicherweise für den einen Ort einen anderen zu opfern. Politisches Ziel sollte eine Arbeit für das Gemeinwohl sein, und das gilt für alle Menschen – auch für die in a l l e n Ortsteilen der Stadt und in den Gemeinden des Landkreises.
dlareg
26.02.2011, 22:58 Uhr
gegen alles
Hallo

wir sollten in Deutschland mal wieder lernen nicht immer dagegen zu sein.
Wir sind gegen einen Bahnhof in Stuttgard, wir sind gegen einen Flughafen in Berlin wir sind gegen Kastortransporte, wir sind natürlich auch gegen einen Autohof und auch gegen ein Industriegebiet.
Natürlich muß ein Stadtratsmitglied auch die Steuereinnahmen sehen.Denn gegen eine Schließung des Theaters oder des Bades sind wir ja sicher auch.
-Insider-
27.02.2011, 07:53 Uhr
der
deutsche ist ja nicht gegen alles, sonder nur gegen kleinigkeiten. rente mit 67? aber gerne doch. krankenkassenbeiträge erhöhen? bitte aber richtig damit wir es merken.

benzinabzocke? ich fahre trotzdem jeden möglichen meter. soziale ungerechtigkeit? da kommt freude auf....autohof? wir machen ne BI.

die prioritäten in diesem land zeigen eig nur eins - jeder ist sich selbst der nächste.
H.Buntfuß
27.02.2011, 20:02 Uhr
Eine Frage?
Da kam der Vorschlag, man solle ein Treffen am RUNDEN TISCH zwischen Stadt und Landkreis bilden. Wie bitte soll das ausgehen? Wie sollen jene stimmen, die in beiden Gremien sitzen? Bei der Stadt heißt es wir brauchen die Gewerbesteuer und der Kreis kann auf so eine Einnahmequelle auch nicht verzichten.

Was glauben sie, wie die abstimmen die wie gesagt in beiden Gremien vertreten sind, stimmen sie im Stadtrat für den Autohof und im Kreistag ebenfalls. Das wäre natürlich widersinnig. Soll man sie von der Abstimmung ausschließen, dass wäre nicht demokratisch. Sollen sie sich der Stimme in einen der Gremien enthalten, dass wäre genau so unkorrekt, da damit eines der Gremien ein Vorteil hat.

Sehen sie, hier haben wir nun so eine Gewissensfrage von denen die Politiker immer behaupten, dass sie damit keinerlei Probleme haben. Es wäre interessant zu wissen, wie jeder Abstimmen würde. Denn nur an so einer Abstimmung kann man die Ehrlichkeit der Politiker erkennen.
Totofino
27.02.2011, 22:02 Uhr
Wer die wirtschaftliche Macht hat, hat auch die politische
Herr Buntfuß, ich finde es bewundernswert, dass sie sich als nicht Betroffener so mit der Problematik Autohof befassen. Es wäre vielen der Kommentatoren dieser Zeitung auch zu raten sich vor einem Kommentar sachlich kundig zu machen.

Durch die Möglichkeit „Autohof Werther“ sind eigentlich alle Argumente pro AH Sundhausen oder Hesserode hinfällig.
Dazu müsste allerdings einer der beiden Investoren für diesen Standort begeistert werden. Bei etwas gutem Willen sollte das aber möglich sein, dieser Standort hat nämlich viele Vorteile gegenüber den beiden anderen Standorten.
Und das wichtigste, er würde nicht auf Kosten von betroffenen Anwohnern gebaut.

Vorraussetzung ist natürlich der Landkreis und die Stadt Nordhausen setzen sich im Interesse ihrer Bürger aber auch der Investoren an einen Tisch, wenn man es ehrlich meint, mit Interessen wie : „LKW-Fahrer benötigen dringend Rastplätze“ und „Schaffung von Arbeitsplätzen“ sollte das doch auch möglich sein, oder ?
Übrigens benötigen wir wirklich an der A 38 im Bereich Thüringen 65 LKW – Standplätze und natürlich auch Arbeitsplätze, aber bitte schön an einem geeigneten Standort.

Ach so, das oben genannte Zitat bezog die SED vor 20 Jahren auf sich, aber es ist heute noch brandaktuell, über den Inhalt sollte jeder einmal nachdenken, wenn irgendein Politiker irgendeine Entscheidung trifft.
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