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Di, 18:22 Uhr
13.05.2003

Scheiden und treffen

Nordhausen/Kelbra (nnz). Am Stausee scheiden sich nicht nur ab und zu die Geister, sondern hier treffen sich zwei Bundesländer. Und die haben nicht nur einen See, sondern auch Probleme damit. Um diese zu lösen trafen sich zwei Landtagsabgeordnete der CDU.


Auf Anregung der ´Landtagsabgeordneten Wolfgang Gurke (Sachsen-Anhalt) und Egon Primas (Thüringen) fand gestern ein Treffen von Politikern und Behördenvertretern Sachsen-Anhalts und Thüringens am Stausee in Kelbra statt. Der Stausee und dessen Umfeld gehört zu Teilen dem Territorium Sachsen-Anhalts und teils zum Thüringer Gebiet. Da in den Bundesländern unterschiedliche Nutzungsinteressen von Vogelschutz über Landwirtschaft und Hochwasserschutz bis Tourismus bestehen sowie verschiedene Gesetzlichkeiten zu beachten sind, treten Problemfelder auf.

„Ziel der gestrigen Veranstaltung war“, so der Abgeordnete Primas, „eine Bestandsaufnahme der Nutzungsvorhaben sowie der Probleme vorzunehmen mit dem Ziel, ein länderübergreifendes Projekt zur Entwicklung und Nutzung des Stausees unter Beachtung der verschiedenen Interessenlagen zu erarbeiten.“

Gurke und Primas waren sich einig, dieses Thema an die Ministerpräsidenten beider Länder heranzutragen, damit daraus ein länderübergreifendes Projekt entsteht, welches beide Bundesländer stützen. Egon Primas hält das für zwingend erforderlich, „damit die Behörden Sachsen-Anhalts und Thüringens eine Legimitation in dieser Sache haben und handlungsfähig sind.“
Autor: nnz

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