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Di, 07:26 Uhr
13.05.2003

Historisch lesbar machen

Nordhausen (nnz). Am Sonntag ist Internationaler Museumstag. Zu einer besonderen Führung lädt an diesem Tag die Gedenkstätte Mittelbau-Dora ein. Was sie da erfahren können, das gibt es mit einem Klick auf MEHR.


Die Gedenkstätte Mittelbau-Dora lädt zu einer Führung durch das Gedenkstättengelände ein, um die geplante Neugestaltung der Gedenkstätte der Öffentlichkeit vorzustellen. Diese ist im Jahr 2001 aus einem internationalen Ideen- und Realisierungswettbewerb hervorgegangen.

Materieller Kern der Neukonzeption ist der Neubau eines Lern- und Dokumentationszentrums, dessen Grundstein am 11. April 2003 gelegt wurde. In dem Neubau soll neben Archiv, Bibliothek, Seminarräumen und Mitarbeiterbüros eine Dauerausstellung ihren Platz finden, in der das KZ Mittelbau-Dora als Modellfall der KZ-Zwangsarbeit präsentiert wird.

Daneben soll das gesamte Gedenkstättengelände seiner Bedeutung als „Denkmal aus der Zeit“ entsprechend so gestaltet werden, dass es sich dem Besucher überhaupt als ein historischer Ort erschließt, an dem er sich funktional wie historisch orientieren kann. Bisher bietet sich dem Besucher insbesondere im Eingangsbereich der Gedenkstätte ein eher diffuses Erscheinungsbild, das die Ausmaße und die funktionale Zonierung des Gedenkstättengeländes (ehem. Häftlingslager, SS-Lager, Industriegelände, Stollenanlage) nicht erkennbar werden läßt. Einzelne Orte wurden zudem in ihrer Bedeutung bisher nicht erkannt oder fehlinterpretiert. Der Neubau und die Gesamtgestaltung des Geländes, bei der das Kenntlichmachen historischer Strukturen und Überreste Priorität hat, bilden deshalb eine Einheit: Das ehemalige Lager soll historisch lesbar werden.

Gedenkstättenleiter Dr. Jens-Christian Wagner wird auf seiner Führung Chancen und Schwierigkeiten des Umgangs mit historischen Relikten in einem ehemaligen Konzentrationslager erläutern. Im Anschluss an die Führung wird die Möglichkeit eines „Bürgergesprächs“ im Rahmen einer Diskussionsrunde geboten. Die kostenlose Führung beginnt am 18. Mai 2003 um 14.00 Uhr vor dem Verwaltungsgebäude am Kohnsteinweg 20.
Autor: nnz

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