Sa, 19:39 Uhr
19.02.2011
Vergeben und verschaukelt
Eine unnötige 1:2 (1:0)-Niederlage musste der FSV Wacker 90 Nordhausen beim SC Leinefelde 1912 in Kauf nehmen. Wie im Vorjahr wurden viele Chancen vergeben. Man hat mit dem gleichen Ergebnis verloren und mit den Unparteiischen gehadert…
Nordhausen kontrollierte zu Beginn das Spiel und ließ die Gastgeber nicht zum Zuge kommen. Nachdem Torsten Klaus in der 10. Minute unsanft im Strafraum von den Beinen geholt wurde, verwandelte der Gefoulte den fälligen Elfmeter selbst zur Wackerführung. Das weckte Hoffnung auf mehr. Leinefelde ging nun verbissener in die Zweikämpfe. Erster Leidtragender war wieder Klaus, der von Reinhold brutal gefoult wurde und einige Minuten außerhalb des Spielfeldes behandelt werden musste.
In der 31. Minute sah man den ersten gefährlichen Angriff des SC 1912. Aber ein Kopfball strich an Lars Greschkes Tor vorbei. Der Wacker-Torwart wurde dann zweimal im Torraum mit dem Ellenbogen attackiert – ohne Ahndung durch den schon zu diesem Zeitpunkt recht seltsam pfeifenden Spielleiter.
Als in der 35. Minute Marcus Vopel die messerscharfe Aggressivität seines Gegenspielers schmerzhaft in den Rippen zu spüren bekam (Marcus rang minutenlang am Spielfeldrand laut um Luft), gab es nicht einmal eine Ermahnung. Ein völlig überforderter Schiedsrichter-Assistent gestattete und übersah in der Folgezeit bis zum Spielende auf dieser Seite einfach alles. Er ließ sich von Leinefelder Spielern beschimpfen, sogar den Vogel zeigen – ohne Konsequenzen.
In der zweiten Halbzeit war es zunächst wieder Klaus, der einen Ball am rechten Pfosten vorbeischoss. Dann erzielte Leinefelde ein Tor aus klarer Abseitsposition, das zu Recht keine Anerkennung fand. Aber die Gastgeber hatten nun mehr Spielanteile und die Wackerverantwortlichen sagten: Wir betteln ja förmlich um den Ausgleich. In der 68. Minute schickte Christopher Beck gekonnt Adil Boukantar auf den Weg, doch dessen Abschluss stellte Torwart Knoll vor keine großen Probleme.
Auf der Gegenseite wurde von rechts ein scharfer Schuss auf das Wackergehäuse gezogen, den Greschke noch mit der Hand abwehren konnte (72.). Klaus spurtete dann auf der rechten Seite durch und wollte auf den frei im Strafraum postierten Boukantar passen. Doch der Ball kam nicht an (75.). Nur eine Minute später liefen plötzlich drei Nordhäuser allein auf den Torwart zu. Aber Beck konnte das Leder nicht im Netz unterbringen (76.).
In derselben Minute konnte sich Klaus durchsetzen, wurde aber unmittelbar vor dem schon erwähnten Assistenten festgehalten und verlor so den Ball. In Erwartung des Pfiffes sahen die Nordhäuser zu, wie der Ball von einem Leinefelder vor das Wackertor geschlagen und durch Martin Weinrich der Ausgleich zum 1:1 erzielt wurde (77.). Die Gäste drückten nochmals auf die Führung. Boukantar scheiterte zunächst an Tormann Knoll (80.) und auch Nico Steinberg konnte eine Klaus-Ecke nicht verwerten (83.).
Als in der 86. Minute Klaus zurückgepfiffen wurde und den Assistenten fragte: Warum?, bekam er für alle hörbar zur Antwort: Ich habe doch nicht gepfiffen! Aus der folgenden Freistoßvorlage machte Andreas Tauber das 2:1. Natürlich fühlten sich die Nordhäuser Anhänger verschaukelt, wenn Schiedsrichter und Assistent in ihren Entscheidungen von einer Peinlichkeit in die nächste fielen.
Um nicht missverstanden zu werden, die Niederlage haben sich die Wackerakteure aber selbst zuzuschreiben, weil sie ein Vielzahl hochkarätiger Chancen nicht nutzten. Auch Greschkes Vorrücken in den gegnerischen Strafraum brachte nichts Zählbares mehr ein. Fans dürfen die Schuld nicht allein bei den Unparteiischen suchen. Aber wenn selbst bei zwei klaren Tätlichkeiten von diesen keine Konsequenzen folgen, dann dürfen wir wohl auf einen Kommentar des Spielbeobachters Adolf Prokop gespannt sein.
Klaus Verkouter
Autor: nnzNordhausen kontrollierte zu Beginn das Spiel und ließ die Gastgeber nicht zum Zuge kommen. Nachdem Torsten Klaus in der 10. Minute unsanft im Strafraum von den Beinen geholt wurde, verwandelte der Gefoulte den fälligen Elfmeter selbst zur Wackerführung. Das weckte Hoffnung auf mehr. Leinefelde ging nun verbissener in die Zweikämpfe. Erster Leidtragender war wieder Klaus, der von Reinhold brutal gefoult wurde und einige Minuten außerhalb des Spielfeldes behandelt werden musste.
In der 31. Minute sah man den ersten gefährlichen Angriff des SC 1912. Aber ein Kopfball strich an Lars Greschkes Tor vorbei. Der Wacker-Torwart wurde dann zweimal im Torraum mit dem Ellenbogen attackiert – ohne Ahndung durch den schon zu diesem Zeitpunkt recht seltsam pfeifenden Spielleiter.
Als in der 35. Minute Marcus Vopel die messerscharfe Aggressivität seines Gegenspielers schmerzhaft in den Rippen zu spüren bekam (Marcus rang minutenlang am Spielfeldrand laut um Luft), gab es nicht einmal eine Ermahnung. Ein völlig überforderter Schiedsrichter-Assistent gestattete und übersah in der Folgezeit bis zum Spielende auf dieser Seite einfach alles. Er ließ sich von Leinefelder Spielern beschimpfen, sogar den Vogel zeigen – ohne Konsequenzen.
In der zweiten Halbzeit war es zunächst wieder Klaus, der einen Ball am rechten Pfosten vorbeischoss. Dann erzielte Leinefelde ein Tor aus klarer Abseitsposition, das zu Recht keine Anerkennung fand. Aber die Gastgeber hatten nun mehr Spielanteile und die Wackerverantwortlichen sagten: Wir betteln ja förmlich um den Ausgleich. In der 68. Minute schickte Christopher Beck gekonnt Adil Boukantar auf den Weg, doch dessen Abschluss stellte Torwart Knoll vor keine großen Probleme.
Auf der Gegenseite wurde von rechts ein scharfer Schuss auf das Wackergehäuse gezogen, den Greschke noch mit der Hand abwehren konnte (72.). Klaus spurtete dann auf der rechten Seite durch und wollte auf den frei im Strafraum postierten Boukantar passen. Doch der Ball kam nicht an (75.). Nur eine Minute später liefen plötzlich drei Nordhäuser allein auf den Torwart zu. Aber Beck konnte das Leder nicht im Netz unterbringen (76.).
In derselben Minute konnte sich Klaus durchsetzen, wurde aber unmittelbar vor dem schon erwähnten Assistenten festgehalten und verlor so den Ball. In Erwartung des Pfiffes sahen die Nordhäuser zu, wie der Ball von einem Leinefelder vor das Wackertor geschlagen und durch Martin Weinrich der Ausgleich zum 1:1 erzielt wurde (77.). Die Gäste drückten nochmals auf die Führung. Boukantar scheiterte zunächst an Tormann Knoll (80.) und auch Nico Steinberg konnte eine Klaus-Ecke nicht verwerten (83.).
Als in der 86. Minute Klaus zurückgepfiffen wurde und den Assistenten fragte: Warum?, bekam er für alle hörbar zur Antwort: Ich habe doch nicht gepfiffen! Aus der folgenden Freistoßvorlage machte Andreas Tauber das 2:1. Natürlich fühlten sich die Nordhäuser Anhänger verschaukelt, wenn Schiedsrichter und Assistent in ihren Entscheidungen von einer Peinlichkeit in die nächste fielen.
Um nicht missverstanden zu werden, die Niederlage haben sich die Wackerakteure aber selbst zuzuschreiben, weil sie ein Vielzahl hochkarätiger Chancen nicht nutzten. Auch Greschkes Vorrücken in den gegnerischen Strafraum brachte nichts Zählbares mehr ein. Fans dürfen die Schuld nicht allein bei den Unparteiischen suchen. Aber wenn selbst bei zwei klaren Tätlichkeiten von diesen keine Konsequenzen folgen, dann dürfen wir wohl auf einen Kommentar des Spielbeobachters Adolf Prokop gespannt sein.
Klaus Verkouter




