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Do, 17:24 Uhr
08.05.2003

175 Meter sind fertig

Nordhausen (nnz). Seit heute Vormittag rollt der Verkehr auf der südlichen neuen Zeppelinbrücke. Am Nachmittag wurde das Bauwerk offiziell übergeben. Und die, die kamen, waren des Lobes voll. nnz war mit vor Ort und hat sich die halbe Brücke angesehen.


Imposant „Wir mussten bereits heute Vormittag den Verkehr freigeben, sonst wären die in diesem Areal ansässigen Unternehmen abgeschnitten gewesen“, sagte Hubert Liesegang vom Bauamt der Stadtverwaltung der nnz. Der Grund: Die Überführung zur Cohn-Straße wurde gekappt.

Im Oktober hatte die Schachtbau Nordhausen GmbH (SBN) als Generalauftragnehmer mit dem Abriß der alten Brückenkonstruktion begonnen (siehe nnz-Archiv). Die folgenden Arbeiten wurden unter zum Teil widrigsten Witterungsbedingungen ausgeführt. Im Gespräch mit der nnz erinnerte SBN-Geschäftsführer Jürgen Stäter an Temperaturen bis zum Teil unter minus 15 Grad Celsius. Und wer selbst noch vor einer Woche einen Spaziergang an der Darre machte, der hätte sich kaum vorstellen können, dass die ersten Autos wenige Tage später über das Bauwerk rollen.

Geredet Otto Brand lobte als Geschäftsführer der IGENO die hervorragende Qualität der Bauarbeiten der „Schachtbauer“. Die Brücke sei nicht nur ein Klotz über den Gleisen in der Landschaft schlechthin, sondern auch aus architektonischer Sicht eine elegante Erscheinung. „Für die Stadt Nordhausen sei es im vergangenen Jahr ein Glücksfall gewesen, dass es eine überaus günstige Förderung für den Neubau gegeben habe“, meinte Dietrich Beyse (CDU).

Der städtische Wirtschafts- und Baudezernent hob die infrastrukturelle Wichtigkeit dieses Projektes hervor, verbinde die Brücke schließlich einmal die Innenstadt mit den Fernstraßen und diese untereinander.


Neugierig Bislang hat SBN rund 3.500 Kubikmeter Beton und 750 Tonnen Stahl in die Zeppelin-Brücke verbaut. Entstanden ist eine Fläche von fast 2.000 Quadratmeter. Nach einem ersten Rundgang überzeugten sich die Gäste schließlich auch davon, dass Bauarbeiter nach Abschluß der Arbeiten auch zünftig feiern können. Und selbst von unten betrachtet bietet die neue „halbe“ Brücke bereits einen imposanten Eindruck.
Autor: nnz

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