Do, 13:35 Uhr
08.05.2003
Gedenken wird weniger
Nordhausen (nnz). Es sind nur noch Offizielle und wenige Bürger, die an einem Tag wie dem 8. Mai an die Schrecken und die Opfer von Kriegen erinnern. So war es auch heute auf dem Nordhäuser Ehrenfriedhof.
Einige Nordhäuser Bürger, Vertreter aller Fraktionen des Nordhäuser Stadtrates und Mitglieder von Nordhäuser Vereinen und Verbänden haben am 8. Mai gemeinsam mit Bürgermeister Klaus Wahlbuhl, Bau- und Wirtschaftsdezernenten Dietrich Beyse und dem Beigeordneten Matthias Mitteldorf Kränze und Blumen auf dem Ehrenhain und am Ehrenmal für die gefallen sowjetischen Soldaten am Stresemannring niedergelegt. Der Vorsitzende der PDS-Stadtratsfraktion, Frank Hermsdorf, bedauerte, dass das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft am 8. Mai nach und nach und stetig an Bedeutung verliere – zugunsten von Events, die dem Zeitgeschmack entsprächen. Bleibt die Frage, wer denn eigentlich an einem Wochentag (9.30 Uhr) die Zeit hat, am Ehrenfriedhof am Rande der Stadt Blumen oder Kränze niederzulegen?
Autor: nnz
Einige Nordhäuser Bürger, Vertreter aller Fraktionen des Nordhäuser Stadtrates und Mitglieder von Nordhäuser Vereinen und Verbänden haben am 8. Mai gemeinsam mit Bürgermeister Klaus Wahlbuhl, Bau- und Wirtschaftsdezernenten Dietrich Beyse und dem Beigeordneten Matthias Mitteldorf Kränze und Blumen auf dem Ehrenhain und am Ehrenmal für die gefallen sowjetischen Soldaten am Stresemannring niedergelegt. Der Vorsitzende der PDS-Stadtratsfraktion, Frank Hermsdorf, bedauerte, dass das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft am 8. Mai nach und nach und stetig an Bedeutung verliere – zugunsten von Events, die dem Zeitgeschmack entsprächen. Bleibt die Frage, wer denn eigentlich an einem Wochentag (9.30 Uhr) die Zeit hat, am Ehrenfriedhof am Rande der Stadt Blumen oder Kränze niederzulegen?
