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Fr, 15:04 Uhr
11.02.2011

Projekte vor der Haustür

„Ich habe für mich den Ansatz gefunden, in ganz kleinem Rahmen, nämlich mit fünf Frauen, ein Projekt zu starten, dabei ihre Lebensplanung zu beleuchten und eine Kompetenzentwicklung zu starten.“ So beschreibt Michaela Lindner in Kurzform ihr Projekt „Elli macht stark“, das sie im Förderprogramm STÄRKEN vor Ort umgesetzt hat...

Projekt vorgestellt (Foto: J. Piper) Projekt vorgestellt (Foto: J. Piper)

Bei der gestrigen Informationsveranstaltung zu diesem Bundesprogramm erläuterte sie den zahlreichen Gästen, wie sie auf die Idee kam und sie umsetzte. Sie wollte arbeitsuchenden Frauen, die schon erfolglos an Bewerbungstrainings teilgenommen hatten, einen „Aha-Effekt vermitteln, ihnen das Gefühl geben, ich kann was, ich bin was und dann erst loszugehen und sich zu bewerben“, so die Sozialarbeiterin Michaela Lindner, die das Projekt als Einzelperson beantragte.

„Die Gruppe ist inzwischen schon so gefestigt, dass wir uns auch weiter treffen. Die Frauen gestalten jetzt zum 100. Frauentag am 8. März eine Stadtführung.“ Solche Projekte sind es, die im Bundesprogramm STÄRKEN vor Ort gefördert werden. Gestern informierte der Fachbereich Jugend und Soziales des Landratsamtes über die Möglichkeiten und das Antragsverfahren für ein Mikro-Projekt, das mit bis zu 10.000 Euro gefördert werden kann.

Unterstützung beim Formulieren des Antrags finden Einzelakteure, Vereine, Kirchen und andere Organisationen bei der Koordinierungsstelle in der Grimmelallee 27, Ansprechpartner ist Roland Maciej, erreichber unter der Telefonnummer 03631/462546 oder per E-Mail unter r.maciej@lift-nordhausen.de.

Das Programm STÄRKEN vor Ort wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union gefördert. „Bundesweit fließen von 2009 bis 2011 99 Millionen Euro in STÄRKEN vor Ort“, sagte Petra Bankewitz vom Fachbereich Jugend und Soziales. Ziel ist es, Jugendliche und Frauen bei der beruflichen und sozialen Integration zu unterstützen.

„Die Mikro-Projekte sollen einen niedrigschwelligen Ansatz haben und die Adressaten ansprechen, die durch bisherige Angebote nur schwer erreicht werden können“, so Petra Bankewitz. Dabei wird nicht unbedingt angestrebt, möglichst viele Teilnehmer zu erreichen. „Wir sprechen hier von Mikro-Projekten, die ganz klein sein können und vor der Haustür stattfinden“, sagte Franke Bergmann, Projektmanagerin bei der Lift gGmbH, die die Koordinierungsstelle betreut. Seit Beginn des Förderprogramms im Landkreis im Jahr 2009 wurden rund 20 Projekte gefördert.

Die Ideen waren ganz unterschiedlich und reichten von einem Quiz für die Berufsausbildung, den Arbeitsmarkt und das politische System in Deutschland über die Stärkung der Elternkompetenz von Alleinerziehenden bis hin Café Contact in Nordhausen-Ost, wo sich vorrangig Frauen mit Migrationshintergrund treffen und austauschen und so der häuslichen Isolation entgegenwirken.

Zum Ende dieses Jahres läuft das Förderprogramm aus. Bis dahin freuen sich die Organisatoren von STÄRKEN vor Ort über möglichst viele Projektanträge, schloss Petra Bankewitz.
Autor: nnz

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