nnz-Forum: Gründe benennen
Peter Schwarz ist parteilos und Mitglieder SPD-Stadtratsfraktion. Er stimmte gestern gegen eine Berichterstattung von der Stadtratssitzung in nnz-tv und nnz. Dazu die Meinung eines Lesers der nnz.
Sehr geehrter Herr Schwarz,
der laufenden Berichterstattung dieser Zeitung zufolge, wurde deutlich, dass Sie sich im Nordhäuser Stadtrat gegen eine Berichterstattung seitens des Internetsenders NNZ-TV ausgesprochen haben.
Sie werden hiermit von mir als demokratisch gesinnter Bürger dieser Stadt und regelmäßiger Nutzer des Internets zur Informationsbeschaffung, öffentlich aufgefordert, mir und eventuell auch den geneigten Lesern Ihre Beweggründe für diese Entscheidung mitzuteilen.
Insofern Sie sich aus nachvollziehbaren und/oder privaten Gründen nicht öffentlich äußern wollen, bitte ich Sie, dass Sie sich an die Redaktion dieser Zeitung wenden, damit diese Ihnen dann meine private E-Mail Adresse oder auch die Telefonnummer zur Verfügung stellen kann.
Mit freundlichen Grüßen
Volker Theuerkauf
Autor: nnz
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Kommentare
O-1984
08.02.2011, 11:10 Uhr
Peter Schwarz, der Roland und die Demokratie
Verzeihung, Herr Theuerkauf, was erwarten Sie denn für eine Begründung von Herrn Schwarz? Dass er die nnz für die Bühne eines in seinen Augen Affentheaters hält?
Der Roland ist als Wahrzeichen der Stadt Nordhausen reichlich zwiespältig. Er ist gemütlich aber altväterlich-patriarchalisch. Er steht für vergangene Größe aber auch für Machtverhältnisse, denen Offenheit und freier Meinungsstreit fremd sind.
Die Oberbürgermeisterin und ihre Fronde befinden sich da voll in der patrizischen Tradition der Stadt. Der Roland ist absolut kein Standbild für Demokratie, deren Lebensblut immer eine freie, streitbare und strittige Presse war.
Peter Schwarz hat wahrscheinlich in seinem Leben die Rolle des Rolands und dessen Nähe zur oligarchischen Macht so verinnerlicht, dass ihm diese widerstreitende, querulante nnz mit ihren unerzogenen Kommentaren ehr ein Dorn im Auge ist. Er ist rückwärts gewandt. Der fleischgewordene Roland kommt im Spiel um Politik und Macht sicher besser in Stammtischrunden, Einkaufsgesprächen oder beim Getratsche im Fitnessclub klar als auf einer unbeherrschbaren und teilweise chaotischen Plattform von Internetnews.
Ich bin etwas traurig, denn ich mag wie viele Peter Schwarz und seine Art der Altvorderen. Aber sie ist die Spezies aus einer vergangenen, untergehenden Zeit. Und der Roland ist ihr gemütliches Symbol. Heute steht er nur noch als Plastikkopie seiner selbst vor dem Rathaus. Friede seiner Asche!
h3631
08.02.2011, 16:38 Uhr
Als Stadtrat nicht würdig
Wer gegen eine Berichterstattung in nnz-tv und nnz ist, ist im Stadtrat fehl am Platz. Die Zeiten waren einmal, wo alles hinter verschlossenen Türen geheim gehalten wurde.
Eckenblitz
08.02.2011, 17:25 Uhr
Herr Schwarz
Ich habe das Gefühl, dass Herr Schwarz noch gar nicht so richtig realisiert hat, dass wir inzwischen die WENDE hatten und er für eine DEMOKRATISCHE Partei im Stadtrat sitzt. Jedenfalls behauptet seine PARTEI, dass sie sozial und demokratisch ist.
kalu55
08.02.2011, 23:17 Uhr
Enttäuscht!
Gespannt wartete ich am MOntag Abend auf den Ausgang des 3. Anlaufs vom Nordhäuser Wahl-Spektakel. Als ich aber lesen musste, dass Herr Peter Schwarz sich gegen eine Berichterstattung in NNZ-TV aussprach, begann mein Entsetzen. – Ich bin als täglicher Nutzer der angebotenen Informationsvielfalt der NNZ und allen Redakteuren dankbar. – Wenn Herr Schwarz von der SPD-Fraktion gegen die Berichterstattung der Stadtratssitzung in NNZ-TV ist und das als Stadtratsmitglied unter Informationsfreiheit versteht, lässt mich das nachdenklich werden.
Es gibt viele interessierte Bürger, die die einen gedruckte Zeitung nicht beziehen wollen bzw. können oder auch fern vom Heimatort im Bilde bleiben möchten. Die Zeit einer gewünschten Pressezensur durch Volksvertreter hoffte ich für immer vergessen haben zu können!
TeeEff
08.02.2011, 23:29 Uhr
Personen des Zeitgeschehens...
haben in der Öffentlich eh eingeschränkte Rechte am eigenen Bild und als Politiker ist man das nicht nur relative, sondern absolute Person des Zeitgeschehens...
Ansonsten kann er bei so einer Abstimmungsanfrage ja trotzdem frei entscheiden bedurft...und er hat sich ja der Mehrheit dann auch protestlos gefügt.
Letztlich hätte es allerdings wohl überhaupt nicht einmal einer Abstimmung bedurft...diese ganzen 3 Stimmvorgänge zu dem Thema waren - naja - Sand in den Augen der Leute, damit man ja schön transparent wirkt...
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