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Do, 18:49 Uhr
27.01.2011

Die Krise und der DGB

Die Krise ist vorbei! Wo bleibt der Aufschwung? Diese Behauptung und diese Frage wurden durch den DGB heute Abend in einen Kontext gesetzt und zum Thema des Neujahrstreffens erhoben...

Neujahr beim DGB (Foto: nnz) Neujahr beim DGB (Foto: nnz)

Wieninger (Foto: nnz) Wieninger (Foto: nnz) Die rund 30 Gäste wurden im Rosengarten in Nordhausen-Nord durch den Kreisvorsitzenden des DGB, Andreas Wieninger, begrüßt. Die kommunale Politik war durch Vizelandrätin Jutta Krauth und Bürgermeister Matthias Jendricke (beide SPD) vertreten. Vor allem begrüßte Wieninger die Mitglieder der Gewerkschaften, die ja das Wichtigste sind. Konstatieren musste Wieninger, dass die Mitgliedschaft in den zurückliegenden Jahren auch in Nordthüringen quantitativ gelitten habe.

Als Einführung in das Thema, zu dem Peter Schulze, der Regionalleiter der IG Bau für die mitteldeutschen Länder, sein Referat halten wollte, machte der Kreisvorsitzende auf das Problem der ungerechten Entlohnung aufmerksam. Es könne nicht sein, dass man – trotz Vollzeitbeschäftigung – zusätzlich soziale Leistungen in Anspruch nehmen müsse.

Schulze (Foto: nnz) Schulze (Foto: nnz) Schulzes Referat begann beim Dioxin-Skandal, dessen Ursache die blanke Gier nach Profit und Gewinn sei, wechselte zur Gier einiger Banker, die letztlich die Weltfinanzkrise heraufbeschwor. Nun sei die Krise vorbei, immer noch seien die gleichen Kräfte am Werke, die Zockerei geht ungebremst weiter, weil letztlich der Steuerzahler das Risiko der Zocker auf Null setzt. Peter Schulze lobte die FDP, die eine hervorragende Klientelpolitik mache, kritisierte die SPD für ihren radikalen Sozialabbau in der Schröder-Ära und forderte eine Systemdiskussion, wie sie auch die LINKE ins Gespräch brachte.

2011 müsse das Jahr der Verteilungskämpfe sein, „die Arbeitnehmer wollen endlich wieder ein Stück vom Kuchen abbekommen.“ Und wenn das nicht klappt, „dann stehen alle Räder still, wenn Dein starker Arm das will“, so Schulze. Doch – hier sei es angemerkt – wie stark ist der Arm denn überhaupt denn noch? Ganz klar, dass auch noch Stuttgart 21 und die Proteste gegen die Castor-Transporte als Beleg dafür hergeholt wurden.

Im kommenden Monat soll es einen Aktionstag für bessere Bedingungen der Leiharbeit in Thüringen geben. Vom gleichen Lohn für gleiche Arbeit bis hin zu mehr Mitbestimmung der Betriebsräte bei der Einstellung von Leiharbeitern. Ein allgemein verbindlicher Mindestlohn würde auch das Lohndumping verhindern, dass ab Mai durch die Möglichkeit der Einstellung von ausländischen Arbeitnehmern zu befürchten ist. „Ausländische Mitbürger sind uns herzlich in diesem Land willkommen. Sie sind nicht willkommen als Dumpinglöhner!“
Autor: nnz

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Kommentare
Werniman0606
27.01.2011, 21:49 Uhr
Schaut man sich die
Nachrichtensendungen anderer Länder in Europa und Übersee (dem Internet sei dank) an, ist von einem Ende der Wirtschaftskrise nirgends die Rede. Nur hier in D floriert die Wirtschaft angeblich wieder. Da Deutschland ja bekanntlich eine Exportnation ist, fragt man sich doch unwillkürlich: WO genau ist denn dieser vielgelobe Aufschwung ? Beim kleinen Bürger kommt davon jedenfalls nichts an. Da muss man sich doch fragen,ob der Aufschwung wohl nicht doch in erster Linie in den Köpfen der Politiker abläuft.
H.Buntfuß
28.01.2011, 15:07 Uhr
Nur die SPD
Außer der SPD hielt es keine der ansässigen PARTEI für nötig, einen Vertreter zu schicken. Bei „CDU und FDP“ scheint das schon Tradition zu haben, nicht zu erscheinen. Es wäre sicher auch zu viel verlangt, wenn sich deren Vertreter auf das NIVEAU der Arbeiterklasse herab lässt, oder nicht?

Verwunderlich war es für mich, dass DIE LINKEN keinen Vertreter entbehren konnten, wenn ich richtig informiert bin, benötige man gerade an diesen Abend alle Mitglieder zu einer anderen Veranstaltung. Oder haben sie Angst vor der Öffentlichkeit. Es wäre kein Wunder, nach dem Auftreten ihrer Chefin Gesine Lötzsch. Sie trauert ja immer noch den KOMMUNISMUS nach und möchte ihn wohl wieder etablieren.

Ich kann die Partei schon verstehen, dass sie sich nicht in die Öffentlichkeit traut, es sei denn, man kämpft gegen Schlaglöcher.
Georg66
29.01.2011, 08:21 Uhr
Linke Politik
Das ist das wahre Gesicht der Linken Partei. Halbe Kinder in den Wahlkampf schicken, deren Lebenserfahrung gegen Null tendiert und mit haltlosen Parolen die Rückkehr des Kommunismus ankündigen.

Da helfen auch die "Sypathie-Zugpferde",Gysi,Biski und Ernst nicht viel. Ein Herr Wienninger ist zwar nicht mein Favorit, kann aber durch seine Lebenserfahrung und durch seine gemäßigte rosarote Politik punkten.

Die Rückkehr zu einer wahren Arbeiterpartei, würde der SPD gut zu Buche stehen, aber es scheint, dass man nicht alles im Leben haben kann.
denk-mal
29.01.2011, 13:00 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Nur Grossbuchstaben geht wirklich nicht.
denk-mal
29.01.2011, 18:28 Uhr
eingeladen ??
es ist schon ein pfiffiger trick, sich für die arbeitnehmer einsetzen als gutbezahlte gewerkschaftler, eine veranstaltung zur passenden leistungsbilanz zu organisieren, und als spd zu glänzen, nur weil man in der gewerkschaft ein spitzenfunktionär ist und in der spd-partei dann eben auch noch, so ganz rein zufällig.brauche ich dann noch für so eine puplikimswirksame showveranstaltung solche parteien wie die cdu, fdp, linke oder grüne ? man bleibt lieber unter sich und suggeriert dem "dummen" volk, wir sind für euch da, eben, das haben wir gemacht. schön ist dabei nur zu finden, dass der leitfaden mit konstanter einfallslosigkeit verfolgt wird von den herren funktionierenden.
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