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Do, 15:35 Uhr
27.01.2011

Stärkeres Gedenken gefordert

Mit einer Kranzniederlegung auf dem Ehrenfriedhof am Stresemannring hat heute die Stadt Nordhausen der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Bürgermeister Matthais Jendricke (SPD) legte gemeinsam mit der Bau- und Wirtschaftsdezernentin Inge Klaan (CDU) einen Kranz an der Gedenkstele nieder.

Kränze niedergelegt (Foto: P. Grabe) Kränze niedergelegt (Foto: P. Grabe)

Auch die Fraktionen des Stadtrates gedachten der Opfer wie auch Landrat Joachim Claus (CDU) und die Beigeordneten Jutta Krauth (SPD)und Loni Grünwald (LINKE). In seiner Rede rief Jendricke die Schulen dazu auf, bei den Schülern die Sensibilität zu wecken für die Untaten, die während der Naziherrschaft verübt worden waren. Es gibt nur noch wenige Überlebende bzw.- Zeitzeugen aus jenen Tagen.

Deshalb muss die Auseinandersetzung mit den Terrorjahren andere Formen annehmen. Deshalb werden solche Veranstaltungen wie heute - auch, wenn sie einer gewissen Ritualisierung entsprechen - an Bedeutung gewinnen müssen, weil sie die direkte Begegnung mit eben jenen Überlebenden bzw. Zeitzeugen komplett ersetz en müssen. Aus diesem Grund würde ich mir wünschen, dass insbesondere auch unsere Schulen viel Engagement zeigen, um das Erinnern wach zu halten, und solche Tage wie den 27. Januar nutzen, ihre Schüler an authentische Orte wie diesen Friedhof zu führen, um sie dafür zu sensibilisieren, so der Bürgermeister.
Autor: nnz

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Kommentare
Georg66
27.01.2011, 17:38 Uhr
Vorgeschrieben
Es ist doch kein Wunder, dass sich die Nordhäuser nicht mehr vorschreiben lassen, wem und wann diese jemanden Gedenken. Allein die Forderung der Lokalpolitik, stärker zu Gedenken ist schon im Voraus zum Scheitern verurteilt.

Zeitzeugen werden immer weniger und den Rednern vor Ort fällt es offensichtlich immer schwerer, eine Schuldzuweisung an die heutige Bevölkerung weiter zu geben.
Die Probleme des Alltages überwiegen im Denken des Bürgers und sind zu hundert Prozent verständlich.
Richter
27.01.2011, 20:11 Uhr
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