Fr, 09:56 Uhr
25.04.2003
Das Ende einer Karriere?
Nordhausen (nnz). Erinnern Sie sich noch an eine Verhandlung wegen Betrugs am Amtsgericht Nordhausen? Angeklagt waren drei Mitarbeiter des Landratsamtes. Für einen Angeklagten, Herrn H., gab es jetzt noch eine bittere Pille zu schlucken.
Am Mittwoch soll nach nnz-Informationen Herrn H. die fristlose Kündigung ausgesprochen worden sein. Und die hänge wiederum mit der Verhandlung am Amtsgericht zusammen, erfuhr die nnz. Eine der mitangeklagten Personen war eine Frau P., damals (1995) zuständig für die Bearbeitung von Versicherungsangelegenheiten. Nun soll Herr H. nicht nur vor acht Jahren diese Mitarbeiterin unter Druck gesetzt haben, sondern auch vor, während und nach dem Prozeß, über den die nnz mehrfach berichtete.
Für Frau P. war dieser Druck schließlich so unerträglich, dass sie sich an ihre Vorgesetzte wand. Und dann wurde viele Mitarbeiter der Kreisverwaltung meinen: endlich eine Maschinerie in Gang gesetzt, an deren Ende die fristlose Kündigung von Herrn H. stand. Ausgesprochen haben soll sie der 1. Beigeordnete Matthias Jendricke (SPD). Wie nnz erfuhr, nicht nur in Abstimmung mit dem Personalrat, sondern auch mit Landrat Joachim Claus (CDU).
Herr H. wiederum soll am Mittwoch und am Donnerstag mit vielen Mitteln versucht haben, die Zustellung der Kündigung zu verhindern. Nach nnz-Recherchen soll er sogar seinen Briefkasten abmontiert haben. Den Job der Zustellung übernahm dann vermutlich ein Gerichtsvollzieher. Im Landratsamt selbst nahmen viele Mitarbeiter diese Kündigung mit einem wohlwollenden Lächeln zur Kenntnis. Herr H. soll angeblich zu dem Personenkreis gehört haben, der sich vieles (fast alles) habe leisten können, ohne in Gefahr von Sanktionen zu laufen. Vermutlich sind diese Zeiten vorbei, und auch ein gemeinsames Sitzen auf dem Schreibtisch und das gemeinsame Betrachten eines Monitors sollte der Vergangenheit angehören.
Autor: nnzAm Mittwoch soll nach nnz-Informationen Herrn H. die fristlose Kündigung ausgesprochen worden sein. Und die hänge wiederum mit der Verhandlung am Amtsgericht zusammen, erfuhr die nnz. Eine der mitangeklagten Personen war eine Frau P., damals (1995) zuständig für die Bearbeitung von Versicherungsangelegenheiten. Nun soll Herr H. nicht nur vor acht Jahren diese Mitarbeiterin unter Druck gesetzt haben, sondern auch vor, während und nach dem Prozeß, über den die nnz mehrfach berichtete.
Für Frau P. war dieser Druck schließlich so unerträglich, dass sie sich an ihre Vorgesetzte wand. Und dann wurde viele Mitarbeiter der Kreisverwaltung meinen: endlich eine Maschinerie in Gang gesetzt, an deren Ende die fristlose Kündigung von Herrn H. stand. Ausgesprochen haben soll sie der 1. Beigeordnete Matthias Jendricke (SPD). Wie nnz erfuhr, nicht nur in Abstimmung mit dem Personalrat, sondern auch mit Landrat Joachim Claus (CDU).
Herr H. wiederum soll am Mittwoch und am Donnerstag mit vielen Mitteln versucht haben, die Zustellung der Kündigung zu verhindern. Nach nnz-Recherchen soll er sogar seinen Briefkasten abmontiert haben. Den Job der Zustellung übernahm dann vermutlich ein Gerichtsvollzieher. Im Landratsamt selbst nahmen viele Mitarbeiter diese Kündigung mit einem wohlwollenden Lächeln zur Kenntnis. Herr H. soll angeblich zu dem Personenkreis gehört haben, der sich vieles (fast alles) habe leisten können, ohne in Gefahr von Sanktionen zu laufen. Vermutlich sind diese Zeiten vorbei, und auch ein gemeinsames Sitzen auf dem Schreibtisch und das gemeinsame Betrachten eines Monitors sollte der Vergangenheit angehören.

