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Mo, 10:58 Uhr
24.01.2011

Die andere Lösung

Was ist nicht schon alles in der nnz zu den zwei Versuchen der Bürgermeisterwahl in Nordhausen geschrieben worden? Und es wird auch noch einiges zu schreiben geben. Fast unbemerkt wird aber auch im Kreistag gewählt...


Wie die Neubesetzung des Bürgermeisters in der Stadt, so muss auch die Position des ersten Beigeordneten im Landkreis wieder besetzt werden. Es muss damit ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin für Vizelandrätin Jutta Krauth (SPD) gefunden werden. Das wäre die eine Variante.

Die Thüringer Kommunalordnung lässt aber auch eine zweite zu. So ist dort festgeschrieben, dass eine Zwei-Drittel-Mehrheit des "Gemeinderates" beschließen kann, auf eine Ausschreibung zu verzichten und dem Amtsinhaber für weitere sechs Jahre die Geschäfte anzuvertrauen.

Und genau darüber wird in den Fraktionen des Kreistages zur Zeit diskutiert. Zumindest in den drei "Großen", in der SPD, der CDU und bei der LINKE. Die Haltung der Sozialdemokraten ist klar, sie wollen sich das Wahlprozedere nicht antun, schließlich wäre eine eigene Genossin damit weiter im Amt. Auch die LINKE hat sich mit der Situation bereits beschäftigt. Birgit Keller bringt es gegenüber der nnz auf den Punkt. "Das Votum in unserer Fraktion ist eindeutig, auch wir favorisieren eine weitere Amtszeit von Jutta Krauth, die ihre Arbeit in den vergangenen Jahren ordentlich gemacht hat. Allerdings soll es unserer Meinung nach eine fraktionsübergreifende Abstimmung 'pro Krauth' geben", so Keller.

Dazu brauchen SPD und LINKE mindestens noch die CDU. Deren Fraktionsvorsitzender Egon Primas äußert sich nicht ganz so deutlich, macht aber Andeutungen. "Wir haben im Kreistag die wichtigsten Beschlüsse - zum Beispiel zur Optionskommune oder zum Haushalt - mit einer breiten Mehrheit gefasst, mal abgesehen von Störfaktoren wie Herrn Jendricke. Dabei war auch die sachliche Vorarbeit seitens der Verwaltung ein entscheidendes Kriterium." Weiter will sich Primas nicht äußern, will sich erst noch mit der Fraktion abstimmen.

Anfang Februar soll die Wahl oder die "Nicht-Wahl" ein Thema im Ältestenrat des Kreistages sein. Da wollen sich die Fraktionsvorsitzenden austauschen und eventuell schon die Weichen stellen. Man wird also gespannt sein, ob eine Personen-Wahl geräuschloser zugeht als im Stadtrat.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz

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Kommentare
WR-NDH
24.01.2011, 14:34 Uhr
Steigbügelhalter
Dass die SPD ihre Genossin weiterhin als 1. Beigeordnete behalten möchte ist verständlich. Wie CDU und FDP sich entscheiden werden ist ja noch offen. Sie wollen gewiss erst einmal abwägen, was Frau Krauth positiv und negativ anzurechnen ist und ob es vielleicht geeignetere Kandidaten gibt. Das kann man ja nicht von vornherein ausschließen, oder?

Was mich sehr verwundert ist, dass die LINKE schon lange vor den anderen Parteien erkannt hat, dass Frau Krauth die optimale Besetzung für das Amt der ersten Beigeordneten ist, ja dass sie so gut ist, dass ihr niemand das Wasser reichen kann.

Dazu kommt, dass ihre Genossin Rinke im Februar 2008 erklärt hat, sie wolle sich niemals zum Steigbügelhalter der Linken machen. Sind sich die Linken denn sicher, dass die SPD sich gegen Frau Rinke stellen und bei der auch bald ins Haus stehenden (Wieder-) Wahl der Linken Beigeordneten Grünwald mit den Linken stimmen wird?
Ich fürchte, das wird schief gehen.
H.Buntfuß
24.01.2011, 16:02 Uhr
Steigbügelhalter? Genau
Zeigt sich hier nicht einmal wieder, wie „DIE LINKE“ tickt? Machen sie sich nicht wieder einmal zum Deppen? Hat man wirklich die Hoffnung, dass die „SPD“ ihnen zur Seite steht, wenn es zur Wahl der 2. Beigeordneten geht?

Oder geht es wieder einmal nur um Posten für gewisse Leute? Wann wird aus der Linken eine Partei mit Sachverstand?
suedharzer
24.01.2011, 22:28 Uhr
Denkverbot im Kreistag?
Da muss ich meinen Vorschreibern doch ein wenig widersprechen. Dass die LINKE als drittstärkste Kraft Angst um ihren einzigen hauptamtlichen Beigeordnetenposten in Stadt und Landkreis haben, ist doch klar. Eine viel wichtigere Frage ist doch: Ist die amtierende Vizelandrätin Krauth ein Gewinn für den Landkreis oder nicht? Und keiner fragt danach!

Bei Jutta Krauth habe ich Mitleid mit unserem Landrat: Der arme Kerl muss im Urlaub doch schlaflose Nächte haben: hoffentlich passiert nichts...

Da kann er nur von Glück reden, dass er einen fähigen Büroleiter hat, der vermutlich während des Interviews der Vizelandrätin den Stecker ziehen wird...
Nun mal im Ernst: Marktwirtschaft – die wir nun mal haben – gilt auch im öffentlichen Dienst: Leistung überzeugt! Darauf haben die steuerzahlenden Bürger ein Recht.

Maßstab ist der unbedingte Einsatz für die Region. Erfüllt dieser die 2/3-Mehrheit für Fr. Krauth? Diese Frage darf den Kreistagmitgliedern doch - gerade ihnen - gestellt werden.
Georg66
25.01.2011, 02:08 Uhr
Eine andere...
Lösung könnte es geben, welche aber im Moment noch nicht im Bereich des Möglichen scheint.
Vom rosarot zum rot über zuschwenken, ist schon mehr als fragwürdig.
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