Mo, 13:29 Uhr
17.01.2011
Nicht auf Dauer
Eine Erkältung beginnt oftmals mit einem Schnupfen: Die Nase läuft oder sie ist verstopft, weil die Schleimhäute anschwellen, heftiges Niesen schüttelt den ganzen Körper und Taschentücher gehören zu den ständigen Begleitern...
Zwar handelt es sich beim Schnupfen in der Regel um einen harmlosen Infekt. Betroffene wollen vor allem die lästigen Symptome lindern. Schnelle Erleichterung verschaffen abschwellende Nasensprays oder -tropfen. "Solche Präparate verengen die Gefäße in der entzündeten Nasenschleimhaut und der Schleim kann abfließen. Schon nach wenigen Minuten wird ein Durchatmen wieder möglich", erklärt Apothekerin Julie Garke, Pressesprecherin der Region Nordhausen.
Langfristig angewendet können die Präparate jedoch eher schaden als nutzen: "Wer dauerhaft Nasensprays verwendet, läuft Gefahr, von den Medikamenten abhängig zu werden", warnt Garke. Denn bereits nach kurzer Anwendungszeit droht Gewöhnung. "Es entsteht ein Teufelskreis", erklärt Garke: "Die Gefäße in der Nasenschleimhaut schwellen bei Absetzen der Präparate schnell wieder an, und die Betroffenen greifen immer häufiger zu den Medikamenten."
"Bei Nasensprays handelt es sich um freiverkäufliche Arzneimittel", sagt Garke. Sie enthalten die Wirkstoffe Oxymetazolin, Tramazolin oder Xylometazolin. "Die Präparate dienen aber nur zur akuten Behandlung und sollten nicht länger als sieben Tage angewendet werden." "Wer dauerhaft Nasensprays verwendet, sollte sich in der Apotheke zu Entwöhnungsmöglichkeiten beraten lassen", rät Garke. "Von heute auf morgen können die Präparate selten abgesetzt werden."
Betroffenen steht ein regelrechter Entzug bevor: Um die Wirkstoffdosierung zu reduzieren, können statt der Arzneimittel für Erwachsene solche für Kinder und anschließend für Säuglinge angewendet werden. Eine weitere Alternative ist, sich das Produkt in der Apotheke mit Kochsalzlösung verdünnen zu lassen. Beim regelmäßigen Gebrauch abschwellender Nasensprays werden die Schleimhäute ausgetrocknet und dies kann zu einer dauerhaften Schädigung der Nasenschleimhäute führen.
Daher sollte bei einer Entwöhnung das Nasenspray nur noch in ein Nasenloch gesprüht werden, um die Schleimhaut auf der anderen Seite abheilen zu lassen. Zur Befeuchtung und Pflege der geschädigten Nasenschleimhaut helfen Präparate mit Kochsalz-beziehungsweise Meersalzlösung. Enthalten die Produkte Dexpanthenol, wird der Heilungsprozess zusätzlich unterstützt.
Andere Alternativen bei Schnupfen sind Spülungen der Nase mit speziellen Nasenduschen. Sie lösen den Schleim und reinigen die Schleimhäute. Dampfbäder, denen Kamillenblüten zugesetzt werden, wirken entzündungshemmend.
Autor: nnzZwar handelt es sich beim Schnupfen in der Regel um einen harmlosen Infekt. Betroffene wollen vor allem die lästigen Symptome lindern. Schnelle Erleichterung verschaffen abschwellende Nasensprays oder -tropfen. "Solche Präparate verengen die Gefäße in der entzündeten Nasenschleimhaut und der Schleim kann abfließen. Schon nach wenigen Minuten wird ein Durchatmen wieder möglich", erklärt Apothekerin Julie Garke, Pressesprecherin der Region Nordhausen.
Langfristig angewendet können die Präparate jedoch eher schaden als nutzen: "Wer dauerhaft Nasensprays verwendet, läuft Gefahr, von den Medikamenten abhängig zu werden", warnt Garke. Denn bereits nach kurzer Anwendungszeit droht Gewöhnung. "Es entsteht ein Teufelskreis", erklärt Garke: "Die Gefäße in der Nasenschleimhaut schwellen bei Absetzen der Präparate schnell wieder an, und die Betroffenen greifen immer häufiger zu den Medikamenten."
"Bei Nasensprays handelt es sich um freiverkäufliche Arzneimittel", sagt Garke. Sie enthalten die Wirkstoffe Oxymetazolin, Tramazolin oder Xylometazolin. "Die Präparate dienen aber nur zur akuten Behandlung und sollten nicht länger als sieben Tage angewendet werden." "Wer dauerhaft Nasensprays verwendet, sollte sich in der Apotheke zu Entwöhnungsmöglichkeiten beraten lassen", rät Garke. "Von heute auf morgen können die Präparate selten abgesetzt werden."
Betroffenen steht ein regelrechter Entzug bevor: Um die Wirkstoffdosierung zu reduzieren, können statt der Arzneimittel für Erwachsene solche für Kinder und anschließend für Säuglinge angewendet werden. Eine weitere Alternative ist, sich das Produkt in der Apotheke mit Kochsalzlösung verdünnen zu lassen. Beim regelmäßigen Gebrauch abschwellender Nasensprays werden die Schleimhäute ausgetrocknet und dies kann zu einer dauerhaften Schädigung der Nasenschleimhäute führen.
Daher sollte bei einer Entwöhnung das Nasenspray nur noch in ein Nasenloch gesprüht werden, um die Schleimhaut auf der anderen Seite abheilen zu lassen. Zur Befeuchtung und Pflege der geschädigten Nasenschleimhaut helfen Präparate mit Kochsalz-beziehungsweise Meersalzlösung. Enthalten die Produkte Dexpanthenol, wird der Heilungsprozess zusätzlich unterstützt.
Andere Alternativen bei Schnupfen sind Spülungen der Nase mit speziellen Nasenduschen. Sie lösen den Schleim und reinigen die Schleimhäute. Dampfbäder, denen Kamillenblüten zugesetzt werden, wirken entzündungshemmend.


