Fr, 11:54 Uhr
14.01.2011
Landrat ist verärgert
Das war zu erwarten, auch das Nachspiel: Landrat Joachim Claus (CDU) hat eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Bürgermeister Matthias Jendricke (SPD) eingereicht. Hier die Einzelheiten...
Kaum jemand sagt etwas dazu. Landratsamts-Pressesprecherin Jessica Piper verweist auf das laufende Verfahren, kann jedoch den Fakt an sich bestätigen. Dann wird abgeschottet. Etwas redseliger sind da schon einige Kreistagsmitglieder, die aber auch nicht genannt werden wollen.
Hintergrund der Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Matthias Jendricke sollen seine Äußerungen gegenüber Medien im Zusammenhang mit der Unterkunft für Obdachlose Ende vorigen Jahres sein. Dabei habe er wider besseren Wissens den Eindruck vermittelt, durch die Handlungsweise des Landratsamtes bestünde die Gefahr, dass Menschen in Nordhausen erfrieren würden und habe damit vorsätzlich versucht den Landkreis in Misskredit zu bringen, sagte ein Mitglied des Kreistages, dessen Fraktionen seitens des Landrates informiert wurden.
Das Verhalten von Jendricke habe einen Vertrauensschaden verursacht. Der Bürgermeister Jendricke soll aus Sicht des Landrates den Sachverhalt so dargestellt, dass der Landkreis einen Betreibervertrag für die diskutierte Notunterkunft hatte und diese schließen wolle. Beides entspräche nicht den Tatsachen. Bestreben des Landkreises sei, insbesondere nach der Beilegung der Auseinandersetzungen um die Kreisumlage, keine neuen Gräben zwischen Stadt und Landkreis aufzureißen, sondern vielmehr zu erreichen, dass beide Verwaltungen im Sinne der Region zusammenarbeiten.
Ob dieser Prozess mit der Dienstaufsichtsbeschwerde befördert werden kann, kann durchaus angezweifelt werden. Andererseits gibt es auch in der SPD-Kreistagsfraktion Stimmen, die manche Äußerungen des Nordhäuser Bürgermeisters als nicht hilfreich ansehen.
Autor: nnzKaum jemand sagt etwas dazu. Landratsamts-Pressesprecherin Jessica Piper verweist auf das laufende Verfahren, kann jedoch den Fakt an sich bestätigen. Dann wird abgeschottet. Etwas redseliger sind da schon einige Kreistagsmitglieder, die aber auch nicht genannt werden wollen.
Hintergrund der Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Matthias Jendricke sollen seine Äußerungen gegenüber Medien im Zusammenhang mit der Unterkunft für Obdachlose Ende vorigen Jahres sein. Dabei habe er wider besseren Wissens den Eindruck vermittelt, durch die Handlungsweise des Landratsamtes bestünde die Gefahr, dass Menschen in Nordhausen erfrieren würden und habe damit vorsätzlich versucht den Landkreis in Misskredit zu bringen, sagte ein Mitglied des Kreistages, dessen Fraktionen seitens des Landrates informiert wurden.
Das Verhalten von Jendricke habe einen Vertrauensschaden verursacht. Der Bürgermeister Jendricke soll aus Sicht des Landrates den Sachverhalt so dargestellt, dass der Landkreis einen Betreibervertrag für die diskutierte Notunterkunft hatte und diese schließen wolle. Beides entspräche nicht den Tatsachen. Bestreben des Landkreises sei, insbesondere nach der Beilegung der Auseinandersetzungen um die Kreisumlage, keine neuen Gräben zwischen Stadt und Landkreis aufzureißen, sondern vielmehr zu erreichen, dass beide Verwaltungen im Sinne der Region zusammenarbeiten.
Ob dieser Prozess mit der Dienstaufsichtsbeschwerde befördert werden kann, kann durchaus angezweifelt werden. Andererseits gibt es auch in der SPD-Kreistagsfraktion Stimmen, die manche Äußerungen des Nordhäuser Bürgermeisters als nicht hilfreich ansehen.

