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Do, 14:38 Uhr
13.01.2011

nnz-forum: Kandidat befragt

Sie sind eine Fraktion im Nordhäuser Stadtrat, die beiden Frauen Gisela Hartmann und Ursula Burkhardt. Sie und andere bündnisgrüne Kommunalpolitiker haben jetzt Matthias Jendricke (SPD) eingeladen und ihn "geprüft"...


Das oft so grau gezeichnete Bild unseres politischen Alltags in Nordhausen ist aus Sicht der Bündnisgrünen durchaus nicht frustrierend und trist. Guten Ergebnissen geht immer ein produktiver Streit voraus. Als freiheitsliebende, der Demokratie verpflichtete grüne Stadträte haben wir zu Beginn der Legislaturperiode mehrheitlich mit CDU, Linken und der FDP uns dafür eingesetzt und erreicht, dass es keine Ämter in einer Hand an der Spitze der Verwaltung und im Stadtrat gibt.

Aktuell steht zum dritten Mal am 2. Februar die Wahl des Bürgermeisters auf der Tagesordnung des Stadtrates. Die Besetzung des Amtes für die neue Wahlperiode steht noch aus. Bisher gab es nur einen Bewerber, Matthias Jendricke, der zweimal im ersten Wahlgang knapp die erforderliche absolute Mehrheit verfehlte. In einem 2. Wahlgang hätte die einfache Mehrheit genügt. Dieser 2. Wahlgang wurde durch Antrag der CDU beide Male mit knapper Mehrheit abgelehnt.

Die Kreistags- und Stadtratsmitglieder sowie die in beiden Gremien für Bündnis 90/Die Grünen vertretenen sachkundigen Bürger haben in diesen Tagen Herrn Jendricke eingeladen, um ihn zu seinen Aufgaben, seinen Vorstellungen und Visionen für das Amt als Bürgermeister für Nordhausen intensiv zu befragen. Es wurde ein spannender Abend. Das anfängliche Herantasten der Fragenden entspannte sich im Laufe des Abends immer mehr. Grüne sind bekanntlich bürger- und sachorientierte Politiker. Sie wurden nicht müde, vom Bürgermeister Antworten auf ihre vielschichtigen Fragen einzufordern. Er wich keiner Frage aus, antwortete sachlich und kompetent .

Matthias Jendricke ist streitbar, er hat auch die Positionen der Grünen nicht unkritisch bedient, sondern wo er anderer Meinung war, diese auch formuliert. Er ist kenntnisreich, hat Durchsetzungsvermögen und sein Demokratieverständnis überzeugt ebenfalls, so das Fazit des Abends aller Beteiligten.
Gisela Hartmann, Fraktionsvorsitzende
Autor: nnz

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
strese49
13.01.2011, 15:24 Uhr
Was soll das denn jetzt?
Seid wann outen die Grünen sich jetzt für Herrn Jendricke? "Ist es denn wirklich so, das wir alles nachmachen müssen, Genossen!", so einst Ulbricht. Ob Grün, Schwarz, Rot oder Gelb. Jetzt ist es Grün, die den Steig halten für den SPD-ler Jendricke.
Nervensäge
13.01.2011, 16:47 Uhr
Stimmenkauf !
Bis jetzt habe ich nichts auf die Kommentare hier gegeben, die behaupteten, die Stimmen der Grünen für Herrn Jendricke wurden gekauft. Nach dieser Pressemitteilung sehe ich das leider genauso.

Da haben 10 TEuro für den Unternehmerpark Hohenrode schon ausgereicht. Schade! Wo sind die Werte der Grünen geblieben?
denk-mal
13.01.2011, 17:45 Uhr
kannte man ihn nicht ?
normaler weise veranstaltet man so etwas als Kaspartheater, als wenn die grünen herrn jendricke nicht gekannt hätten
- "oh da kann er sich ja mal vorstellen, mal sehen wer das ist". "nein so eine überraschung aber auch"
hier fehlen selbst dem spitzfindigsten kommentator die worte.
Motte83
13.01.2011, 18:32 Uhr
Kompromissfähigkeit?
Ich habe Lokalpolitik bislang wohl falsch verstanden. Dachte ich doch, man erörtert ein Sachthema, diskutiert, lässt sich dabei ausreden und findet je nach Sachlage Mehrheiten und Kompromisse. Ich wäre wohl nicht als Lokalpolitiker geeignet. Über Herrn Jendricke streiten sich ja nun die Geister oder besser die Parteibücher.
Was mich an der Diskussion aber maßlos stört, ist wirklich die Mangelnde Selbstreflexion der Fraktionsvorsitzenden. Es gibt nur schwarz oder weiß, sonst nix!
Ich maße mir nicht an, die fachliche Eignung des Herrn Jendricke zu beurteilen. (Obwohl ich seine Sachkompetenz persönlich okay finde). ABER: können sich Rinke, Wieninger und Jendricke denn nicht auch mal eingestehen, dass es auch Zugeständnisse geben muss? Wie wäre es mit einer öffentlichen Entschuldigung für das Vorgehen bei der Notunterkunft??? Da kann er mal Stärke demonstrieren. Herr Jendricke ließ durch Ordnungsamt und Berufsfeuerwehr ein Gebäude "stürmen", für welches er einen Schlüssel hatte, die Zusage des Inhabers, diese Räume auch nutzen zu können und das alles fast ein Jahr, nachdem er selbst hätte Kenntnis über das Vertragsende haben müssen.
Ich meine hier: Es ist okay, wenn sich der BM für die Obdachlosen einsetzt! Aber die Art wie es geschieht war eines BMs nicht würdig!
Fazit Sachkompetenz okay, Sozialkompetenz noch verbesserungswürdig, Selbstreflexion definitiv ausbaufähig. Dies zuzugeben ist ein Schritt in die richtige Richtung.
altmeister
13.01.2011, 21:05 Uhr
Wohl geschlafen?
Das ist richtig heftig!
Herr Jendricke war wohl bis jetzt nicht in seiner vollen Aktion in vielerlei Hinsicht zu erleben?
Was haben denn die Grünen bisher gemacht? In seiner Amtszeit war hinreichend die Möglichkeit gegeben sich ein Urteil zu bilden!
Bisher war zu erkennen, dass für die Mehrheit der Stadtratsmitglieder eine Wiederwahl nicht gewünscht war, entsprechend der Erfahrungen der letzten Jahre.
Warum jetzt ein solch radikales Umschwenken bei den Grünen erfolgt wurde ja schon vielfach angesprochen und durch diesen Artikel erst recht bestätigt. Bleibt abzuwarten, was noch alles so als Bonbon in der den Grünen geschenkten Überraschungstüte entdeckt werden kann!
Stadtbürger
14.01.2011, 08:08 Uhr
liebe frau hartmann
da fehlen einem ja echt fast die worte, wenn man das liest. aber auch nur fast.

jetzt tut frau hartmann so, als müsste sie nochmals alles überdenken. man stellt sich so hin, als hätte man bei den letzten beiden wahlgängen gar nicht teilgenommen. dabei müssten die grünen, rein rechnerisch, herrn jendricke bei den verlorenen wahlgängen ja auch schon gewählt haben.

aber was 10.000 euro "spende" für den privatgarten von frau hartmann (hohenrode) so alles bewirken können. das die grünen schon oft ihre ideale verraten haben, ist ja nix neues (siehe atomausstieg, kriegseinsätze etc.). dass man nun aber auch noch käuflich ist, ist echt widerwärtig.

sehr geehrte frau hartmann. ich hatte bisher immer eine gute meinung von ihnen. sie waren streitbar und haben immer für ihre sache gekämpft. dass sie sich nun aber kaufen lassen, enttäuscht mich. sie haben sich selbst verraten. sie sind nicht mehr in der lage, ihren wählerauftrag zu erfüllen. treten sie bitte zurück und geben sie ihr mandat ab!
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