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Do, 13:18 Uhr
25.01.2001

Absage für Schindhelms Lesung in Nordhausen

Nordhausen (nnz). Nordhausen, Gera, Basel - das waren die bisherigen künstlerischen Stationen eines Michael Schindhelm. Nun will er zurückkehren an den Ort, an dem seine Theaterkarriere begann: An das Nordhäuser Theater. Im Gepäck wollte er sein Buch "Roberts Reise" mitnehmen und aus diesem lesen. Geplant war Schindhelms Lesung für den 4. Februar. Nach nnz-Informationen soll dieser Termin abgesagt werden. Im Aufsichtsrat habe man sich darauf verständigt. Vor allem Tilo Große hielt Schindhelms Lesungsauftritt für unangebracht. Hintergrund dieser ablehnenden Haltung ist Schindhelms Stasi-Vergangenheit. Fakt ist, Michael Schindhelm wurde bei der Stasi als IM "Manfred Weith" geführt. Fakt ist aber auch, daß er während dieser Zeit keine für die Stasi relevanten Äußerungen von sich gab. Zu diesem Schluß kam in dieser Woche "Die Welt". Der Untertitel des Artikels lautet denn auch: "Die Gauck-Akten liegen auf dem Tisch. Theaterdirektor Michael Schindhelm ist kein Denunziant." Wer mehr dazu lesen will, der kann sich im Archiv "Der Welt" dazu genauer informieren.
Warum nun, fragen sich einige Nordhäuser und vor allem auch Mitarbeiter im Theater, soll Schindhelm nicht mehr in Nordhausen auftreten dürfen? Nun gut, er hat einst das Papierchen beim MfS unterschrieben, doch keinem geschadet. Vielleicht ist Schindhelm mit der Absage auch die Möglichkeit genommen worden, über diesen Teil seiner "Reise" zu berichten. Michael Schindhelm war am Nordhäuser Theater nicht immer bejubelt worden. Mit seiner Schlitzohrigkeit hatte er aber einen entscheidenden Anteil an der geglückten Fusion zwischen Theater und Loh-Orchester. Auch in Gera verrichtete er solch' einen Fusionsjob mit Erfolg. Trotzdem ist er in Nordhäuser nicht willkommen, geht es nach den Mitgliedern im Aufsichtsrat der GmbH.
Autor: nnz

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