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Do, 20:49 Uhr
06.01.2011

Gemeinsames Netz geknüpft

Weniger Kinder, weniger Schüler, weniger Berufsschüler - das ist die tragik-demografische Kette, die auch vor Nordthüringen keinen Halt macht. Kommunalpolitiker und Schulleiter mussten darauf reagieren. Das Ergebnis erhalten Sie mit dem bekannten Klick...


Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung auch in Thüringen ist es, ausgehend von einem Gutachten der Universität Erfurt, erforderlich, auf zurückgehende Schülerzahlen im Rahmen der Berufsausbildung zu reagieren. Deshalb trafen sich seit Anfang 2010 die Landräte als auch die Leiter der einzelnen Berufsschulen der Landkreise Eichsfeld und Nordhausen sowie des Unstrut-Hainich-Kreises und des Kyffhäuserkreises, um über das berufliche Bildungsangebot in ihren Landkreisen zu diskutieren. Jetzt gibt es ein Ergebnis...

Gemeinsam wurden für die einzelnen Berufsschulstandorte, unter Berücksichtigung der geografischen und wirtschaftlichen Besonderheiten jedes Landkreises, spezifische Ausbildungsfelder festgelegt, die ab dem Schuljahr 2011/2012 umgesetzt werden sollen. Ziel war es hierbei, dass nicht alle Landkreise alle Berufe ausbilden, sondern dass die einzelnen Berufe konzentrierter und fachspezifischer angeboten werden können, so dass jede Berufsschule entsprechend ihrer materiellen Ressourcen ausgelastet werden kann.

Das wird auch dadurch erreicht, dass nunmehr die vorgehaltenen Berufsausbildungen in der Regel komplett an einem Standort durchgeführt werden und nicht wie bisher teilweise nach der Grundstufe oder der Fachstufe I ein Wechsel an eine andere Berufsschule erfolgt. Damit soll eine stabile und für die Auszubildenden planbarere theoretische Ausbildung gewährleistet und der ständige Kontakt zumeist zu den ortsansässigen Ausbildungsfirmen ermöglicht werden.

Ein besonderes Beispiel hierfür bildet die erst kürzlich eingerichtete Berufsausbildung der Fleischer und Fachkräfte für Lebensmitteltechnik, die in Nordthüringen nur an den Beruflichen Schulen des Unstrut-Hainich-Kreises angeboten wird. Hauptausbilder dafür ist die Kaufland Fleischwaren SB GmbH und Co.KG, die im Heilbad Heiligenstadt ein großes Verarbeitungswerk errichten wird. Die Ausstattung und das Konzept der Beruflichen Schulen überzeugten die Verantwortlichen von Kaufland, so dass in Mühlhausen ein stabiler Ausbildungszweig neu etabliert werden konnte, der natürlich nun auch von anderen Fleischerfachbetrieben genutzt wird.

Nach konstruktiven Beratungen aller Beteiligten unterzeichneten Mitte Juli 2010 alle Landräte dieses gemeinsame Berufsschulnetz der Nordthüringer Landkreise in Form einer Vereinbarung.

Für die konsequente Umsetzung allerdings ist es seit 2010 erstmals erforderlich, das gemeinsame Berufsschulnetz durch die jeweiligen Kreistage der Landkreise beschließen zu lassen. Die Kreistage der Landkreise Eichsfeld und Nordhausen sowie des Unstrut-Hainich-Kreises fassten ihre Beschlüsse dazu im Oktober 2010. Am 08. Dezember 2010 folgte der Kyffhäuserkreis. Damit konnte der Antrag zur Genehmigung des Nordthüringer Berufsschulnetzes beim Thüringer Bildungsministerium vorgelegt werden.

Alle Landkreise warten nun auf die Genehmigung durch das Bildungsministerium, um mit Beginn des Schuljahres 2011/2012 ihre Ausbildungen konzentriert und fachgerecht anbieten zu können.
Autor: nnz

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