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Mi, 16:31 Uhr
05.01.2011

Blindgänger und Obdachlose

„Jendricke ist der richtige Mann für unsere Stadt“, sagt Andreas Wieninger. Der Nordhäuser SPD-Chef sieht auch im Jahr 2011 eine schwierige Stadtratsarbeit vor sich und greift die Christdemokraten im Stadtrat massiv an...


„Die Christdemokraten setzen offenbar ihren planlosen Kampf gegen die Sozialdemokraten fort. Dass die CDU unseren Bürgermeister nicht wählen will, weil er ein SPD-Parteibuch hat, wussten wir nun schon im letzten Jahr, dass sie ihn jetzt auch nicht wählen wollen, weil er sich entschlossen für die Obdachlosen einsetzt, ist jetzt allerdings neu“, meinte Wieninger mit Blick auf die jüngsten Äußerungen des CDU Fraktionsvorsitzenden in der nnz.

Für die Sozialdemokraten ist völlig klar, dass Matthias Jendricke der richtige Mann für das Bürgermeisteramt ist, nicht nur weil er die notwenigen Verwaltungskenntnisse besitzt, sondern auch, weil er nicht gewillt ist wegzuschauen, wenn es in unserer Stadt Probleme gibt. „Wir haben einen guten Mann, der im Rathaus eine gute Arbeit für die Bürger diese Stadt leistet und deshalb gehen wir selbstbewusst in den neuen Wahlgang im Februar“, machte der SPD-Chef klar.

Die derzeitige neue Stellenausschreibung sehen die Sozialdemokraten skeptisch, da die fachlichen Bewerbungskriterien aufgrund der Wünsche aus dem Stadtrat nach unten geschraubt wurden. Die Fraktion hatte deshalb der Oberbürgermeisterin vorab einen Brief geschrieben, in welchem sie insbesondere Wert auf die notwendigen Fachkenntnisse im Feuerwehrbereich legten. „Leider ist die Arbeit unser Feuerwehrkameraden offenbar Teilen des Stadtrates nicht so wichtig und gerade die Christdemokraten verabschieden sich jetzt auch noch von der Sicherheit der Bürger“, machte Wieninger klar.

In dem SPD-Brief zur alten und neuen Stellenausschreibung für das Bürgermeisteramt vom Dezember heißt es konkret: „Für die SPD-Fraktion kann ich Ihnen mitteilen, dass nach Auffassung unserer Fraktion die erste (jetzt alte) Stellenausschreibung als sachgerechter für den Aufgabenbereich des Bürgermeisters angesehen wird. Es erschließt sich für die Fraktion nicht, dass für den Finanz-, Personal- und Ordnungsdezernenten der Stadt Nordhausen nun auch Hochschulabgänger aus dem Bereich der Sozialwissenschaften zugelassen werden sollen. Die damalige Festlegung auf Volljuristen und Wirtschaftswissenschaftler war in jedem Fall inhaltlich zutreffender und wäre sicher auch bei anderen Stellenausschreibungen für die Amtsleiter oder die anderen leitenden Beschäftigten in diesem Aufgabenbereich so eingeschränkt worden. Sorge bereitet zudem der Fraktion die nun in der neuen Stellenausschreibung fehlenden Erfahrungen und Sachkenntnisse im Bereich des Krisenmanagements und des Feuerwehrwesens für die neuen Bewerber.

Wer die besondere Gefahrenlage in der Stadt Nordhausen, mit immer noch geschätzten 700 Bombenblindgängern im Stadtgebiet erst nimmt, der kann jedenfalls für unsere Stadt nicht in diesem Aufgabenbereich mit einem unerfahrenen Leiter aufwarten. Dies wird weder dem Schutz der Nordhäuser Bevölkerung in diesen Gefahrensituationen, noch der Vorbildwirkung als Dienstvorgesetzter für die Kameraden der Feuerwehr, der Ordnungsamtsmitarbeiter und den anderen Einsatzkräften gerecht. Dabei gab es gerade hierzu aufgrund der tödlichen Ereignisse in Göttingen (durch die dortige Bombenexplosion) und die tragischen Ereignisse in Duisburg bei der Loveparade auch in der Nordhäuser Ratspolitik das grundsätzliche Verständnis, diesem sicherheitsrelevanten Aufgabenbereich mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Die SPD-Fraktion kann daher nicht erkennen, dass nun in der neuen Stellenausschreibung diesem Grundgedanken entsprechend Rechnung getragen wird."
Autor: nnz

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Kommentare
TeeEff
05.01.2011, 16:49 Uhr
SPD=Sozial Demokraten...
der war heute der Beste!
Kommt noch vor Christlich Demokratischer Union...

Und die schämen sich nicht mal für ihre Lügen...naja viel Glück beim weiter die Schröderschen Reformen schön reden bis leugnen und den anderen bei ihrem DRM basierten digitalen Radiergummi...

Gerade kleine Meldung vom DIW - Die Rentner in unserem Land werden deutlich ärmer...
Georg
05.01.2011, 16:55 Uhr
das ist er...
ohne Zweifel. Bisher hat er seinen Job gut gemacht und das wird wohl auch so bleiben.
Lasst den Mann seine Arbeit machen und hört auf mit dem Parteiengezänk.
Luftikus
05.01.2011, 19:21 Uhr
Parteiliche Frasen
Vielleicht melden sich die LINKEN ja auch noch zu Wort, die CDU mit 9 Sitzen bilden nicht mal die Hälfte der Gegenstimmen von Herrn Jendricke. Das sich die CDU offen über Ihre Stellung zu Herrn Jendricke äußert und Gesicht zeigt, ruft natürlich die Sozaildemokraten auf dem Plan. Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass alle CDU MItglieder so denken.

Das diese Ausschreibung weit gefasst ist, davon kann keine Rede sein. Es gibt nur wenige Landes- oder Bundespolitiker, die sich hier bewerben könnten. Und mal ehrlich; Herr Jendricke soll die Bomben ja nicht selbst entschärfen. Wenn man natürlich einen Bürgermeister möchte, der die Amtsleiter und deren Bereichsleiter ersetzt, dann sollte man hier so verfahren und die unnötigen Stellen streichen.
Wenn man die bisherigen Meinungen der Mehrheit der Stadträte -egal welcher Fraktion- hört, so wollen diese NUR eine weiter gefasste Ausschreibung, damit auch die anderen Parteien Ihren Kandidaten einbringen können.
Egal wie man diese Schlamschlacht sieht, einen Unschuldigen gibt es hierbei nicht auch nicht in der SPD.
Roland82
05.01.2011, 20:16 Uhr
Peinlich!!
Der Beitrag von Herrn Wieninger ist einfach nur peinlich!! So gut wie Jeder in Nordhausen weiß, dass Obdachlose Herrn Jendricke völlig egal sind! Es ging Jendricke nur darum, eine Schlagzeile zu produzieren!! Und das wieder mal verbunden mit einer Attacke gegen den Landkreis!!

Und Stadträten zu unterstellen, sie würden die Leistungen der Feuerwehr nicht achten, ist einfach eine Unverschämtheit!! Die Nerven bei den Sozialdemokraten scheinen völlig blank zu liegen!
Goldene Auen
05.01.2011, 22:25 Uhr
Danke Herr Wieninger!
Endlich mal einer der klar die Meinung sagt. Mag ein Herr Jendricke sein wie er will, bisher kann man dem Mann keinen großen Fehler nachsagen. Ich glaube, dass macht einigen Stadträten ganz schön Angst, denn ein Herr Jendricke eignet sich Fachwissen auch an und weiß, dass er sich auf seine Mannen verlassen kann!
TeeEff
05.01.2011, 23:31 Uhr
"Blindgänger"
ist übrigens eine sehr schönes und passend gewähltes Wort! ;)
Peppone
06.01.2011, 10:12 Uhr
Wahlhilfe!?
Ich bin mir nicht sicher, ob Herr Wieninger dem Bürgermeister hiermit hilft. Ich bin mir auch nicht sicher, ob er ihm überhaupt helfen wollte.

Herr Wieninger weiß doch, dass der BM nicht von den Lesern der nnz gewählt wird, sondern von Stadträten. Er hat im Text auch so dick aufgetragen, dass sich beim Leser zwangsläufig das Zwerchfell meldet.

Es weiß doch jeder, dass der BM keine Bomben entschärft, Nordhausen mit Blindgängern schon seit 1945 lebt und es weiß auch jeder, dass in den nächsten 1000 Jahren Veranstaltungen wie die Loveparade in Nordhausen nicht stattfinden.

Herr Wieninger tritt nur einmal mehr anderen vor’s Schienbein. Ob die deshalb zu Fans des BM werden, ist eher unwahrscheinlich! Hier fällt mir fast schon die alte politische Steigerungsform Freund – Feind – Parteifreund ein.
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